29/01/2026
Was ist der HPV mRNA-Test?
Die HPV-Bestimmung hat sich im Rahmen des Zervix-Karzinom-Screening als die bessere Option gegenüber dem herkömmlichen, jahrzehntelang durchgeführten PAP Test gezeigt und beruht üblicherweise auf dem Nachweis der Virus-DNA. Dieser Vorteil wird durch zahlreiche positive Befunde erkauft, welche Frauen verunsichern, sich aber in weiterer Folge als vorübergehende, selbstlimitierende Infekte herausstellen. Aber auch chronische Trägerschaften sind möglich, die letztlich zu keiner Veränderung des Gebärmutterhalses führen und sich insofern als harmlos herausstellen. Doch wie unterscheiden, ob eine Infektion nun relevant oder harmlos ist?
Einerseits kommt hier der klassische PAP Test zum Einsatz, der uns abschätzen lässt, ob sich bereits Zellveränderungen abzeichnen, die über kurz oder lang zu Krebs führen können. Aber auch das ist keine 100 %-ige Diagnostik, weshalb wir eine Kolposkopie zur genaueren Darstellung des Gebärmutterhalses durchführen. Hierbei können auffällige Stellen biopsiert und durch den Pathologen feingeweblich untersucht werden.
Es wäre jedoch gut, wenn man unterscheiden könnte, ob das Virus einfach nur vorhanden ist und sich immer weiter vermehrt, ohne weitere Schäden zu provozieren oder ob sich das Erbgut des Virus bereits in die DNA der Zellen des Gebärmutterhalses integriert hat und dort über eine längere Zeit zu Zellveränderungen führen kann - so einen Test gibt es und ich biete ihn in der Praxis an (Nachweis von HPV mRNA). Hierzu wird eine konventionelle Abstrichprobe verschickt. Wenn sich das Virus noch nicht integriert hat, hat man trotz chronischer Trägerschaft eine relativ große Sicherheit, dass keine gefährliche Situation besteht! Gerne berate ich Sie eingehender über die Details.