Praxis für Psychotherapie, Beratung und Sexualtherapie Salzburg

Praxis für Psychotherapie, Beratung und Sexualtherapie Salzburg Coaching im Beruf, Karriere Coaching, Coaching bei Burnout u. Stress, S*xualberatung, Hilfe bei Problemen in Partnerschaft u. Diskriminierung - Mag.

S*xualität, Eheberatung, Hilfe bei Mobbing u. Florian Friedrich, BA (LGBTIQA+ friendly, kink aware)

Wissenschaftlicher Diskurs vs. therapeutischer Dogmatismus: Wo verläuft die Grenze in der modernen Traumatherapie?In der...
24/09/2026

Wissenschaftlicher Diskurs vs. therapeutischer Dogmatismus: Wo verläuft die Grenze in der modernen Traumatherapie?

In der deutschsprachigen Debatte um komplexe Traumafolgestörungen, rituelle Gewalt und „Mind Control“ bewegen sich die therapeutischen Ansätze oft in extremen Spannungsfeldern. Modelle wie die von Michaela Huber oder Valeria Petkova haben zweifellos den Blick auf dissoziative Störungen geschärft. Doch hält die These der „programmierbaren Psyche“ dem unnachgiebigen Maßstab der empirischen Wissenschaft stand?

Aus der Perspektive der kognitiven Neurobiologie und der modernen Gedächtnisforschung lautet die Antwort: Nein. Traumatisierung führt zu Desorganisation und kognitivem Chaos – das Gehirn ist keine partitionierbare Computer-Festplatte.

Als Psychotherapeut mit hypnosystemischem Schwerpunkt plädiere ich für eine strikte methodische Trennung: Wir müssen die klinische Phänomenologie (das subjektive Leid im Therapieraum) zutiefst ernst nehmen – ohne sie ungeprüft als forensische Realität zu externalisieren. Andernfalls riskieren wir iatrogene Artefakte und schwerwiegende Re-Traumatisierungen.

Den vollständigen medien- und wissenschaftskritischen Fachartikel zur Debatte findest du jetzt auf meinem Blog: https://www.psychotherapie-salzburg.de/rituelle-gewalt-mind-control-im-wissenschaftscheck

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Wissenschaftliche Kritik an den Mind-Control-Modellen von M. Huber u. V. Petkova. Wie moderne Neurobiologie therapeutische Mythen entlarvt.

Grounding – wieder mehr Boden unter den FüßenNach der Orientierung über die Augen geht die somatische Reise in die nächs...
12/09/2026

Grounding – wieder mehr Boden unter den Füßen

Nach der Orientierung über die Augen geht die somatische Reise in die nächste Ebene: zum Boden.

Bei Stress, Anspannung und hoher gedanklicher Aktivität kann der Kontakt zum eigenen Körper in den Hintergrund treten. Grounding setzt genau hier an. Die Aufmerksamkeit wandert zu den Füßen, zum Becken, zum Gewicht des Körpers und zu den Stellen, an denen der Körper von einer Unterlage getragen wird.

Die neue Folge lädt dazu ein, Schwerkraft und Bodenkontakt bewusst wahrzunehmen. Kleine Bewegungen, Druck und Gegendruck können dabei helfen, wieder stärker im eigenen Körper anzukommen und körperliche Orientierung und Stabilität wahrzunehmen.

Die etwa achtminütige Übung lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren – am Schreibtisch, im Bus, beim Warten, im Bett oder zwischendurch.

Teil 2 der Somatischen Reise: Grounding und Erdung.

In der nächsten Folge geht es um Containment – den Aufbau einer schützenden Grenze nach außen.



Grounding & Erdung: Eine einfache Übung für Nervensystem und Körper...

Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen...
31/08/2026

Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian

Der dressierte Mann von John von Düffel

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar.

Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen S*x, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür „Zuneigung“ und S*x. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.”

Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller.

Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen.

Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727

Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846

E-Mail: [email protected]

Ich freue mich, die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.

Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des BastianDer dress...

Mein neuer Podcast: "Du bist nicht dein Zustand: Angst, Stress & Gefühle verstehen und verändern // Podcast #3"Kennst du...
21/08/2026

Mein neuer Podcast: "Du bist nicht dein Zustand: Angst, Stress & Gefühle verstehen und verändern // Podcast #3"

Kennst du Gedanken wie:
„Ich bin einfach ein ängstlicher Mensch.“
„Ich bin nicht selbstbewusst.“
„Ich bin zu empfindlich.“
„Ich bin beziehungsunfähig.“
„Ich bin einfach so.“
Solche Sätze können sich irgendwann wie Wahrheiten über die eigene Persönlichkeit anfühlen.
Doch du bist nicht dein Zustand.
Du kannst Angst erleben, ohne ein „ängstlicher Mensch“ zu sein.
Du kannst dich unsicher fühlen, ohne „unsicher“ zu sein.
Du kannst erschöpft sein, ohne ein „schwacher Mensch“ zu sein.
Du kannst traurig sein, ohne dass Traurigkeit deine Identität definiert.
In meinem zweiten Podcast „Nicht gegen dich, sondern anders mit dir“ geht es genau darum:
Was passiert, wenn wir zwischen unserem Erleben und unserer Identität unterscheiden?
Aus hypnosystemischer Perspektive können unterschiedliche Zustände entstehen – abhängig von Situation, Kontext, Aufmerksamkeit, Beziehungen, Erinnerungen und inneren Bewertungen.
Und damit können sich auch Handlungsmöglichkeiten verändern.
Ein Zustand ist etwas, das du erlebst.
Er ist nicht zwangsläufig das, was du bist.
Auch das Seitenmodell kommt in dieser Folge wieder vor. Wenn wir von „Seiten“ oder „Anteilen“ sprechen, ist das ausdrücklich als Metapher zu verstehen – nicht als Aufteilung eines Menschen in eigenständige Persönlichkeiten.
Vielleicht gibt es eine Seite, die mutig ist.
Eine, die vorsichtig ist.
Eine, die Nähe sucht.
Eine, die sich schützen möchte.
Und vielleicht kannst du lernen, diese unterschiedlichen Erfahrungen wahrzunehmen, ohne dich mit einer davon vollständig zu identifizieren.
Eine zentrale Frage der Folge lautet:
„Wenn ich nicht mein Zustand bin – welche Möglichkeiten habe ich dann?“
Im Podcast gibt es außerdem eine kurze hypnosystemische Imagination, mit der du deinen eigenen Zuständen mit etwas mehr Abstand und Neugier begegnen kannst.
Ich freue mich, wenn du in die zweite Folge hineinhörst.
Nicht gegen dich.
Sondern anders mit dir.

Du bist nicht dein Zustand: Angst, Stress & Gefühle verstehen und v...

Rituelle Gewalt in der Traumatherapie: Zwischen Verschwörungsnarrativen und therapeutischer VerantwortungIm neuen Podcas...
13/08/2026

Rituelle Gewalt in der Traumatherapie: Zwischen Verschwörungsnarrativen und therapeutischer Verantwortung

Im neuen Podcastfolge beschäftige ich mich mit dem kontroversen Thema „rituelle Gewalt“.
Wie können wir als Therapeuten das Leid von Menschen absolut ernst nehmen, ohne jede Interpretation automatisch als historische Tatsache zu bestätigen?
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, reale, organisierte Gewalt oder Missbrauch zu leugnen – diese sind bittere Realität. Aber wir müssen wissenschaftlich sauber differenzieren: Für die Erzählungen über allmächtige, geheime Kulte und systematische „Mind-Control“-Programmierung gibt es keine empirischen Belege.
Wenn therapeutische Theorien zu geschlossenen Systemen werden, droht die Gefahr von Suggestion, False Memory und therapeutischem Gaslighting. Das zerstört die Autonomie der Klienten. Das Gedächtnis ist kein Videoarchiv. Gute Traumatherapie muss nicht die gesamte Vergangenheit lückenlos rekonstruieren, sondern den Menschen mehr Verankerung, Selbstregulierung und Freiheit im Hier und Jetzt ermöglichen.
Verantwortungsvolle Traumatherapie braucht wissenschaftliche Demut, das Aushalten von Unsicherheit und die Stärkung der Betroffenen.
Schaut euch die Folge hier an: https://www.youtube.com/watch?v=60gHmUW_CIQ&t=1096s

Rituelle Gewalt, Trauma und Psychotherapie – kritisch und hypnosyst...

Nicht gegen dich, sondern anders mit dir - Podcast  # 1Warum du manchmal genau das tust, was du eigentlich nicht willstW...
09/08/2026

Nicht gegen dich, sondern anders mit dir - Podcast # 1

Warum du manchmal genau das tust, was du eigentlich nicht willst
Warum tun wir manchmal Dinge, von denen wir eigentlich wissen, dass sie uns nicht guttun?
Warum schreiben wir eine Nachricht, obwohl wir uns vorgenommen haben, es nicht zu tun?
Warum bleiben wir in Beziehungen, obwohl wir eigentlich Abstand gewinnen möchten?
Warum stehen wir uns scheinbar selbst im Weg?

Vielleicht arbeitest du gar nicht gegen dich selbst.
In der ersten Folge von „Nicht gegen dich, sondern anders mit dir“ gehe ich diesen Fragen aus einer hypnosystemischen Perspektive nach.
Der hypnosystemische Ansatz, wie er insbesondere durch Gunther Schmidt geprägt und weiterentwickelt wurde, verbindet hypnotherapeutisches und systemisches Denken. Dabei geht es nicht nur darum, ein Problem zu beseitigen. Es geht darum, Verhalten in seinem Kontext zu verstehen, nach seiner möglichen Funktion zu fragen und vorhandene Ressourcen für Veränderung zu nutzen.

https://www.youtube.com/watch?v=B5pzV587MBw

Warum du manchmal genau das tust, was du eigentlich nicht willst...

Wie Sie HIV als Ressource nutzenDie Kraft der UtilisationDie Nachricht einer HIV-Diagnose wirkt oft wie ein Schock, der ...
04/05/2026

Wie Sie HIV als Ressource nutzen

Die Kraft der Utilisation

Die Nachricht einer HIV-Diagnose wirkt oft wie ein Schock, der das bisherige Leben in ein „Davor“ und ein „Danach“ teilt. In der klassischen Psychologie wird dies oft rein defizitorientiert als Trauma betrachtet. Die hypnosystemische Therapie nach Gunther Schmidt bietet jedoch einen radikal anderen Ansatz: die Utilisation. Sie weist auf, wie Sie HIV sogar als Ressource nutzen können.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Situation nicht nur bewältigen, sondern die damit verbundenen Dynamiken für ein selbstbestimmtes, kraftvolles Leben nutzen können.
Ein Kintsugi-Gefäß (japanische Kunst, Brüche mit Gold zu kitten). Es symbolisiert, dass das „Zerbrochene“ durch die Heilung wertvoller wird.
Das Recht auf Widerstand: Warum Hadern und Verweigern zutiefst menschlich sind

In der Welt der Selbsthilfe und Therapie wird oft vorschnell von Akzeptanz oder positivem Denken gesprochen. Doch hypnosystemisch betrachtet hat jeder Widerstand, jedes Hadern und jeder verzweifelte Wunsch, das Virus einfach zu eliminieren, eine zutiefst sinnvolle Funktion, die wir würdigen sollten. Es ist der Ausdruck Ihres inneren Schutzes, der das, was passiert ist, als unrechtmäßig und schmerzhaft dechiffriert.

Die Würdigung des „Nein!“

Es ist völlig in Ordnung – ja, es ist sogar notwendig –, dass es Seiten in Ihnen gibt, die diese Diagnose hassen. Diese Seite in Ihnen sagt: „Das gehört nicht zu mir. Das will ich nicht. Das ist ungerecht.“

Dieser scheinbare Widerstand ist kein Hindernis für die Heilung, sondern ein Beweis für Ihre Integrität und Würde. Er zeigt, dass Sie sich nicht einfach kampflos mit einer Last abfinden, die Sie sich nie ausgesucht haben. Dieses Hadern anzuerkennen bedeutet:

Kein Zwang zur Akzeptanz: Sie müssen HIV nicht gut finden oder es als Ressource umarmen. Sie dürfen es als das betrachten, was es ist: eine verdammte Zumutung. ich darf also akzeptieren, dass ich die Infektion niemals akzeptieren werde oder dass es weiterhin eine Seite in mir gibt, welche HIV nie zu akzeptieren braucht. Das ist eine Meta-Akzeptanz.
Raum für würdevolle Trauer: Es ist der Verlust der Unbeschwertheit, der Verlust eines Bildes, das man von der eigenen Zukunft hatte. Diese Trauer verdient Zeit, Raum und absolute Wertschätzung.


Die Opfer-Seite als Hüterin Ihrer Werte

Wenn Sie sich als Opfer der Umstände fühlen, steckt darin oft eine wichtige Ressource: Die Sehnsucht nach Unversehrtheit. Ihr Hadern ist der loyale Wächter Ihres Wunsches nach einem freien, unbelasteten Leben.

Hypnosystemisch laden wir diesen Hader-Anteil ein, am Tisch Platz zu nehmen, statt ihn zu unterdrücken:

Daseinsberechtigung: Sagen Sie dieser Seite: „Ich sehe dich. Ich höre dein 'Ich will das nicht'. Und du hast recht damit.“
Keine falsche Fassade: Es gibt Tage, da darf die Bilanz negativ ausfallen. Die Erlaubnis, schwach, wütend oder verzweifelt zu sein, nimmt oft den enormen Druck heraus, stark sein zu müssen.
Die Kraft im Nein: In diesem leidenschaftlichen Wunsch, das Virus weg haben zu wollen, steckt die gleiche Lebenskraft, die Sie auch für Ihre Gesundheit einsetzen. Es ist dieselbe Energie, nur in Form von Protest.

Indem wir die Seite würdigen, die HIV ablehnt, verhindern wir, dass sie in den Untergrund geht und von dort aus durch Depression oder Selbstentwertung wirkt. Erst wenn der Schmerz und der Widerstand wirklich gehört wurden, entsteht innerlich der Raum, in dem – vielleicht viel später – auch andere Seiten wieder zu Wort kommen dürfen.

Was bedeutet hypnosystemische Utilisation bei HIV?

Der Begriff „Utilisation“ stammt ursprünglich von Milton Erickson, dem Begründer der modernen Hypnotherapie. Er bedeutet, alles, was ein Klient mitbringt – auch Symptome, Krisen oder Ängste – als nützliche Phänomene für die Lösung zu verwenden.

Bei HIV bedeutet das nicht, die Infektion zu verherrlichen. Es bedeutet vielmehr, die unwillkürlichen Prozesse (Gefühle, Körperreaktionen), die durch die Diagnose ausgelöst werden, als Energiequellen für die eigene Entwicklung zu nutzen.

1. Raus aus der Problemtrance: Den Fokus neu ausrichten

Eine chronische Diagnose führt oft zu einer sogenannten Problemtrance. Die Aufmerksamkeit verengt sich tunnelartig auf die Infektion, die Angst vor Stigmatisierung oder die Sorge um die eigene Gesundheit.

Wie Sie die Trance unterbrechen:

Beobachter-Position: Nehmen Sie wahr, wenn Ihr „innerer Film“ in Katastrophenszenarien abgleitet. Sagen Sie sich: „Ah, da ist wieder mein 'Angst-Anteil'. Danke für den Hinweis, dass mir meine Sicherheit wichtig ist.“
Training der Aufmerksamkeitsfokussierung: Trainieren Sie, Ihren Fokus bewusst auf Bereiche zu lenken, die frei von HIV sind. Wo fühlen Sie sich kompetent? Wo spüren Sie Lebendigkeit? Dies schafft ein Gegengewicht im Nervensystem.

2. HIV als Wegweiser für radikale Selbstfürsorge

Utilisation heißt, den Feind zum Berater zu machen. Die Notwendigkeit, Medikamente zu nehmen (die HAART) und regelmäßig zur Kontrolle zu gehen, kann als Anker für eine neue Beziehung zum eigenen Körper genutzt werden.

Der Körper als Kooperationspartner: Anstatt den Körper als verräterisch oder defekt zu betrachten, können Sie die Diagnose als Weckruf nutzen, um eine loyale Partnerschaft mit Ihrem Organismus einzugehen.
Rituale: Nutzen Sie die tägliche Einnahme von Medikamenten nicht als eine bittere Erinnerung, sondern als hypnosystemisches Ritual: „Mit dieser Tablette unterstütze ich meinen Organismus dabei, meine Freiheit und Gesundheit zu bewahren. Sie ist ein Freund und innerer Helfer“

3. Die soziale Dimension: Klarheit über die eigenen Werte und die Beziehungsgestaltung

Die Hypnosystemik betrachtet den Menschen immer in seinen sozialen Systemen. HIV wirkt oft wie ein Seismograph für Beziehungen.

Ein Filter, den wir nutzen können: Die Angst vor Ablehnung ist real. Doch hypnosystemisch gesehen fungiert das Virus als Filter. Es zeigt Ihnen schneller, wer wirklich an Ihrer Seite steht. Nutzen Sie diese Klarheit, um Ihre Energie in Beziehungen zu investieren, die von echter Wertschätzung geprägt sind.
Grenzen setzen: Das Erlernen, mit wem man wann über die Diagnose spricht, stärkt die eigene Autonomie-Kompetenz. Sie entscheiden, wer in Ihren privaten Raum bzw. innersten Zirkel darf.

4. Imaginative Techniken: Das Immunsystem mental unterstützen

In der Hypnotherapie arbeiten wir mit inneren Bildern, da das Gehirn kaum zwischen intensiv vorgestellten und realen Bildern unterscheiden kann.

Visualisierung der Abwehrkräfte: Stellen Sie sich Ihre Immunzellen (T-Zellen) als hoch spezialisierte, ruhige und effiziente Bodyguards vor. Diese sind durch die moderne Medizin optimal ausgerüstet.
Symbolische Stärkung: Finden Sie ein inneres Bild für Ihre Medikation – etwa als Licht, Schutzschild, heilsame Energie oder Treibstoff für Ihre Vitalität. Dies verwandelt die rein mechanische Handlung in einen somatopsychischen Prozess der Stärkung und Selbstfürsorge.

5. Posttraumatisches Wachstum: Sinngebung nach einer Krise

Die hypnosystemische Arbeit zielt darauf ab, das Leid immer zu würdigen. Wer eine HIV-Diagnose verarbeitet hat, muss hohe Kompetenzen haben, die andere Menschen nicht besitzen.

Sinn und Utilisation: Fragen Sie sich: „Welche Stärken habe ich durch die Bewältigung dieser Herausforderung entwickelt, die mir früher fehlten?“ Oft berichten Betroffene von einer höheren Wertschätzung des Augenblicks, mehr Mut zur Wahrheit und einer tieferen Empathie für andere.

Fazit: Vom Opfer zum Gestalter

Hypnosystemische Utilisation bei HIV bedeutet, dass Sie die Kontrolle über die Narration Ihres Lebens zurückzugewinnen. Sie sind nicht „ein HIV-Positiver“, sondern ein Mensch, der lernt, eine chronische Infektion in ein erfülltes, werteorientiertes Leben zu integrieren.

Die Diagnose wird so nicht zum Endpunkt, sondern zum Ausgangspunkt für eine tiefere Selbstbegegnung und eine bewusstere Lebensführung.

Wie man eine HIV-Diagnose hypnosystemisch nutzt: Erfahren Sie, wie Utilisation, Pacing und Ressourcenarbeit Ihnen helfen können.

Trans*Identitäten und HypnosystemikIdentität im Fluss: Warum der hypnosystemische Ansatz wegweisend für die Arbeit mit t...
19/04/2026

Trans*Identitäten und Hypnosystemik

Identität im Fluss: Warum der hypnosystemische Ansatz wegweisend für die Arbeit mit trans* Personen ist

Die Begleitung von trans*identen Menschen in Therapie und Beratung erfordert mehr als nur klinisches Wissen – sie verlangt eine Haltung, die Vielfalt als Kompetenz begreift. Ein Ansatz, der hierbei besonders kraftvolle Werkzeuge liefert, ist das hypnosystemische Modell.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Verbindung von Systemik und moderner Hypnotherapie dabei hilft, Transitionsprozesse und trans*Identitäten ressourcenorientiert zu gestalten, und welche Rolle der Pionier Gunther Schmidt dabei spielt.
Ein Bild eines Schmetterlings mit den Farben der trans*Identität auf einer bunten Blumenwiese. Er symbolisiert hypnosystemische ressourcenorientierte Begleitung.

1. Die Würdigung: Gunther Schmidt und die Autonomie des Erlebens
Wer über hypnosystemische Arbeit spricht, kommt an Dr. Gunther Schmidt nicht vorbei. Als Gründer des Milton-Erickson-Instituts in Heidelberg hat er die bahnbrechende Verbindung zwischen der Systemischen Therapie und der Hypnotherapie nach Milton Erickson geschaffen.

Für die Arbeit mit trans* Personen ist Schmidts Beitrag deshalb so wertvoll, weil er den Fokus radikal auf die Selbstwirksamkeit und Autonomie der Klient*innen legt. Schmidt lehrt uns, dass jeder Mensch die Lösung für seine Ambivalenzen bereits in sich trägt. In einer Welt, die trans*Personen oft pathologisiert, bietet sein Konzept der Kompetenz-Fokussierung einen schützenden und ermächtigenden Raum.

2. Von der Problemtrance zur Lösungstrance
Trans*Personen erleben oft einen hohen Minoritätenstress. Gesellschaftliche Erwartungen, Dysphorie oder Ängste vor dem Coming-out können zu einer Problemtrance führen: Der Fokus verengt sich starr auf das, was „falsch“ oder schmerzhaft ist.

Hypnosystemische Interventionen helfen dabei:
Fokusverschiebung: Die Aufmerksamkeit wird weg von den Defiziten hin zu den bereits vorhandenen Überlebensstrategien und Stärken gelenkt.
Utilisation: Jedes Gefühl – auch die Angst – wird als Information für Bedürfnisse gewürdigt und für den Prozess nutzbar gemacht (utilisiert), statt es zu bekämpfen.

3. Arbeit mit inneren Anteilen (Seiten-Modell)
Ein Kernstück der Arbeit ist das Modell der inneren Seiten. Trans*Identität ist oft ein Prozess des Aushandelns:
Eine Seite sehnt sich nach Authentizität und Transition.
Ein andere Seite sorgt sich um Sicherheit oder soziale Zugehörigkeit.

Anstatt diese Anteile als Konflikt zu sehen, laden wir sie im hypnosystemischen Sinne zu einer inneren Konferenz ein. Ziel ist es, eine innere Kooperation zu moderieren, in der alle Seiten (auch die vorsichtigen) gewürdigt werden. Das nimmt den Druck, „schnelle“ Entscheidungen gegen einen Teil des Selbst treffen zu müssen.

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4. Körperbild und Pacing: Den Körper als Verbündeten gewinnen
Körperdysphorie ist für viele trans*Personen ein zentrales Thema. Hypnosystemische Methoden und Haltungen ermöglichen es, den Körper nicht als Feind, sondern als Ort von Empfindungen neu zu entdecken. Durch Pacing können Klient*innen lernen, Momente der Stimmigkeit im Körper zu ankern, was die Resilienz im Alltag massiv erhöht.

5. Fazit: Eine Einladung zum freundlichen Umgang mit sich selbst
Hypnosystemische Arbeit mit trans* Personen bedeutet, den/die Klient*in als Expert*in für das eigene Erleben zu würdigen. Es geht nicht um eine Diagnose, sondern um die Entfaltung eines stimmigen Lebensentwurfs. Wie Gunther Schmidt oft betont: Es geht darum, „den Unterschied zu machen, der einen Unterschied macht“.

Psychotherapie, Traumatherapie, Hypnose, Coaching und Supervision in Salzburg / Hamburg. Regelung für wirtschaftlich Schwache.

Trans*Identität und SelbstbefriedigungTipps für Psychotherapeut*innen und Behandler*innenIn diesem Beitrag möchte ich be...
29/06/2025

Trans*Identität und Selbstbefriedigung

Tipps für Psychotherapeut*innen und Behandler*innen

In diesem Beitrag möchte ich behandelnden Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und Ärzt*innen Informationen, Tipps und Fragen zur Selbsterfahrung bereitstellen, damit sie mit dem Thema Selbstbefriedigung bei trans*Personen besser umgehen können. Besonders für trans*Jugendliche ist Ma********on nämlich ein schwieriges Thema und erfordert viel Behutsamkeit und Feingefühl.
Trans*Personen und Ma********on - Tipps für die Therapie
Trans*Personen gehen ganz unterschiedlich mit S*x und Ma********on um

Aufgrund ihrer Geschlechtsdysphorie tun sich viele trans* (transidente, transgender, transsexuelle, non-binäre, genderfluide und diverse) Jugendliche äußerst schwer mit S*xualität, Selbstbefriedigung und dem lustvollen Erkunden des eigenes Körpers.

In der Psychotherapie ist es deshalb immer sinnvoll, Jugendliche behutsam und deren Grenzen respektierend zu ermutigen, ihren Körper zu erkunden.

Viele trans*Menschen leben bereits vor hormonellen und operativen Maßnahmen ihre Selbstbefriedigung und S*xualität lustvoll und erfüllend aus. Dies kann mitunter sogar eine wichtige Selbsterfahrung sein.

Manche Jugendliche decken sich etwa ihre Geschlechtsorgane mit einem Tuch ab und befriedigen sich unter diesem Tuch selbst, wobei sie sich währenddessen vorstellen, dass sie sich schon in ihrem Wunschgeschlecht befinden. Hier bin ich immer wieder überrascht, wie kreativ Menschen mit ihrer Geschlechtsdysphorie umgehen und von selbst auf hypnotherapeutische Methoden und heilsame Imaginationen stoßen.

Eine feine Gratwanderung zwischen Tabuierung und therapeutischer Übergriffigkeit

Festzuhalten sei an dieser Stelle, dass es trans*Menschen gibt, die so viel Ekel, Abneigung, Selbsthass und Groll auf ihren Körper empfinden, dass ihnen Selbstbefriedigung oder Paarsexualität völlig unmöglich sind. Dies ist zu akzeptieren und ein Hinweis darauf, wie stark die Geschlechtsdysphorie bzw. trans*Identität ist.

Die Beschäftigung mit Selbstbefriedigung in der Arbeit mit trans*identen Jugendlichen ist eine Gratwanderung zwischen Tabuisierung und Überforderung der Jugendlichen (etwa durch grenzüberschreitendes Nachbohren und Konfrontieren).

Es ist ein Fallstrick, wenn ich als Psychotherapeut*in das Thema Selbstbefriedigung in der Arbeit mit trans*Personen tabuisiere, weil ich hier aufgrund eigener Schamgefühle zu befangen bin.

Das Wichtigste ist, dass unsere trans*Klient*innen spüren, dass wir authentisch und offen über Selbstbefriedigung und S*xualität sprechen können.

Ich selbst teile meine Offenheit gerne in folgenden Worten mit:

"Du weißt ja, dass ich auch S*xualberatung und S*xualtherapie anbiete. Wenn du also Fragen zu Liebe, Er**ik, Partnerschaft, Selbstbefriedigung oder S*xualität hast, dann kannst du diese Fragen hier in diesem sicheren Rahmen immer ansprechen. Ich weiß z.B. von anderen trans*Jugendlichen, dass Selbstbefriedigung ein großes, manchmal auch sehr belastendes Thema sein kann."

Manchen trans*Jugendlichen hilft auch die Frage, wie sie sich selbst in Träumen, in erotischen Phantasien, in Imagination etc. erleben.

S*xualität und Ma********on sind keine Voraussetzungen für ein positives Gutachten

Es ist jedenfalls kein Grund, ein Gutachten bzw. eine Stellungnahme für Pubertätsblocker, Hormontherapien oder chirurgische Maßnahmen zu verweigern, wenn trans*Jugendliche keine Erfahrungen mit S*xualität haben.

S*xualität, Partnerschaften, Er**ik, Liebe und Lust lassen sich nämlich nicht ärztlich oder therapeutisch verordnen. Dies wäre gewaltvoll und psychisch übergriffig. Das Wesentliche für ein positives Gutachten ist ein stabiles trans*identes bzw. geschlechtsdysphorisches Selbsterleben.

Fragen zur Selbsterfahrung

Wichtige Fragen, die Ihnen als Therapeut*in, Ärzt*in, Psycholog*in oder Pädagog*in in der Arbeit mit trans*Jugendlichen helfen können und welche Ihre eigene S*xualität betreffen, können sein:

Wie erlebe ich mich und meinen Körper bei der Selbstbefriedigung?

Wie stehe ich überhaupt selber zur Selbstbefriedigung?

Wie ist es mir selbst als Jugendliche*r mit meinem Körper und meiner Autoerotik gegangen?

Möchte ich überhaupt über Selbstbefriedigung und S*xualität sprechen? Wo sind hier meine eigenen Grenzen?

Was wurde mir als Kind und Jugendliche*r über Ma********on beigebracht? Wurden mir deshalb Strafängste und Schuldgefühle manipuliert?

Wurde ich religiös oder evangelikal erzogen? Wenn ja: Wie hat dies meine eigene Beziehung zu meinem Körper und zu meiner Autoerotik beeinflusst?

Kann ich mir das einmal vorstellen, im Körper des Gegengeschlechts S*x zu haben? Wie fühle ich mich dabei? Was löst dies in mir aus?

Habe ich mich schon einmal im Gegengeschlecht phantasiert, wenn ich S*x hatte oder mich selbst befriedigt habe?

Gibt es Zonen meines Körpers, die ich während der Selbstbefriedigung oder Paarsexualität abstoßend oder ekelig empfinde und für die ich mich schäme?

Kenne ich Selbstekel, der sich auf meinen Körper bezieht, oder Abneigung und Wut auf meinen Körper oder gewisse körperliche Merkmale?

Hatte ich nach der Selbstbefriedigung schon einmal Scham- oder Schuldgefühle?

Hatte ich nach Paarsexualität schon einmal Ekelgefühle?

Gibt es Körperzonen, die ich im Ganzkörperspiegel nicht gerne betrachte? Wenn ja, welche?

Psychotherapie, Traumatherapie, Hypnose, Coaching und Supervision in Salzburg / Hamburg. Regelung für wirtschaftlich Schwache.

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Salzburg

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Samstag 09:00 - 21:00

Telefon

+436508520471

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