03/08/2026
Ich stehe auf und verlasse den Tisch
Ich sitze an einem reich gedeckten Tisch. Das Essen steht bereit. Menschen versammeln sich um ihn, wir essen gemeinsam, reden, lachen.
Und doch verlasse ich den Tisch hungrig, leer und oft auch erschöpft. Nicht, weil es zu wenig zu essen gab, sondern weil mir etwas ganz anderes gefehlt hat.
Dieses Zusammensein fühlt sich für mich an wie Nahrung ohne Nährstoffe. Leere Worthülsen. Oberflächliches Geplänkel. Ich erlebe Menschen, die sich hinter ihren Masken verstecken. Es ist wie ein Schauspiel, ein Theater, eine Inszenierung.
Ich höre Projektionen auf die Welt und auf andere Menschen. Gejammer über das Leben. Gleichzeitig beobachte ich, wie jeder versucht, sich selbst ins beste Licht zu rücken.
Ab und zu wird gelacht. Doch ich spüre, dass es kein Lachen ist, das aus dem Herzen kommt. Kein Lachen aus der Tiefe. Es wirkt auf mich unsicher, oberflächlich, wie eine Ablenkung.
Ich sehe Blicke und höre Worte, die weder aus dem Herzen kommen noch das Herz berühren.
Und trotzdem nehme ich so viel mehr wahr.
✨ ️ICH FÜHLE.
Ich fühle, dass das, was gezeigt und gesprochen wird, nicht mit dem übereinstimmt, was sich hinter den Gesichtern verbirgt. Ich spüre die Unsicherheit, die Zweifel, die Sorgen, die Ängste. Den Wunsch, die Kontrolle zu behalten. Die Resignation, die Verachtung, die Abwertung, die Erwartungen, die Schuldzuweisungen, uvm.
Nichts davon muss ausgesprochen werden. Es schwingt im Raum. Ich nehme es wahr.
✨ ️ICH FÜHLE.
Ich sitze dort und lächle. Ich bin meistens ruhig und zurückgezogen. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil ich gelernt habe, dass das, was ich sagen möchte, selten auf echtes Interesse stößt. Es wirkt fremd, vielleicht sogar verrückt. Es wird belächelt oder gar nicht erst gehört. Ich schweige, um mich zu schützen. Manchmal auch, um andere zu schützen, um den Schein zu wahren.
Vielleicht schweige ich, weil meine Worte Weltbilder erschüttern könnten. Weil sie ein Denken, Fühlen und Handeln hinterfragen, das über Generationen weitergegeben wurde. Ich habe das Gefühl, dass jede Generation ein Stück leerer wird, obwohl sie sich mit aller Kraft bemüht, das Alte aufrechtzuerhalten und weiterzutragen.
✨️ ICH FÜHLE.
Manchmal spreche ich trotzdem und irgendwann merke ich, dass meine Worte ihre Empfänger nicht erreichen. Es fühlt sich an, als würde ich Energie verschwenden. Als würden Menschen auf unterschiedlichen Frequenzen senden. Wir sprechen dieselbe Sprache und verstehen uns doch nicht.
Also stehe ich auf.
Ich gehe.
Nicht, weil ich glaube, dass ich recht habe und andere unrecht. Nicht, weil mein Weg besser wäre. Sondern weil das Leben mich verändert hat. Weil ich erkannt habe, dass ich lange genug getragen und ausgehalten habe, was längst bereit war, losgelassen zu werden. Das wir Menschen uns manchmal auseinanderentwickeln, auch wenn wir einst einen gemeinsamen Weg gegangen sind.
✨️ ICH FÜHLE
✨️ ICH ATME
✨️ ICH GEHE LOS
Doch der Weg von einem Tisch zum anderen ist keineswegs einfach. Niemand trägt mich in einer Sänfte sanft hinüber. Niemand nimmt mir den Weg ab. Diesen Weg ging ich allein.
Es ist ein unsicherer Weg und zu Beginn oft einsam. Manchmal aussichtslos. Ein Weg, der meinen Kräfte zehrt. Doch dieser Weg wird belohnt.
Denn mit jedem Schritt, den ich gehe, komme ich näher zu mir selbst und zu den Tischen, an denen ich wirklich genährt werde.
Mit Blicken, die aus dem 💗 kommen und mein 💗 berühren.
🌀 Echtem Interesse
🌀 Wahrgenommen werden
🌀Staunen und Begeisterung, wenn ich von dem erzähle, was mich bewegt.
🌀 Zuspruch statt Ablehnung.
🌀 Inspiration statt Kleinmachen
🌀 Ermutigung statt Ausreden.
🌀 Berührung und Nähe.
🌀 Sehen und Gesehenwerden.
🌀 Hören und gehört werden.
🌀 Offenheit, Neugierde und Verbundenheit.
Auch an diesen Tischen begegnen mir Menschen mit Ängsten, Sorgen und ihren ganz eigenen Schicksalsgeschichten, doch ich erlebe einen Unterschied.
Sie verstecken sich nicht dauerhaft hinter ihren Masken.Sie zeigen sich mit allem, was da ist.
Manche sofort. Andere brauchen ein bisschen länger um Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen.
Und genau darin entsteht für mich Verbindung:
🕊 im Authentischen.
🕊 im Nahbaren.
🕊 im Mut, sich verletzlich zu zeigen.
Dort wachsen Mitgefühl und Empathie.
Dort darf jeder Mensch sein, wie er ist.
Eine Umarmung, eine Berührung, ein Taschentuch, wenn Tränen fließen.
Ein Lachen, das aus tiefstem 💗 kommt.
Auch hier muss nicht alles ausgesprochen werden und doch ist alles spürbar.
Es ist das, was zwischen uns schwingt.
✨️ ICH FÜHLE.
Geborgenheit, Zugehörigkeit und Verbundenheit.
Und wenn ich diesen Tisch verlasse, gehe ich satt.
Ich gehe satt und genährt.
🪶 mein Körper.
🪶 mein Herzen.
🪶 meine Seele.
🪶 meine Geist.
Petra 🌟