30/08/2026
Zwei Tage Interlaken, ich hab Michèle Kundert einfach mitgno. Und während draussen die Sonne über dem Thunersee geschienen hät, sassen mir am INSOS Kongress drin und händ Inklusion gläbt statt nur drüber gredt.
MenschenNah isch mit dem Innovationspreis 2026 i d'Finalrunde cho. Ins Finale hät's dieses Mal nid gereicht, aber en herzliche Glückwunsch a d'drei Gwinner, ihr händ's verdient.
Was bliibt vo zwei strengen, aber inspirierende und spannende Tag:
→ Georg von Schnurbein vo de Uni Basel hät verzellt, dass es neui Finanzierigsmöglichkeite für sozial Organisatione gäbt, wäg vom Abhängigkeitsverhältnis zu de Kantone. Endlich Bewegig.
→ René Stalder vo de HSLU hät's uf de Punkt bracht: Top-down-Strukture i hierarchisch gführte Organisatione blockiere Subjektfinanzierig und innovativi Aagebot, statt d'Branche wiiterzbringe. Und: Betroffeni sölled mit eus rede, nid nur über sie.
→ Thomas Bignal hät klar gseit: Es gäbt Innovatione, aber s'System schaffet dagege.
→ Vanessa Grand hät ergänzt: D'Gsetzgebig i de Schwiiz isch (no) z'restriktiv. Drum bliibed pragmatisch.
→ Oliver König hät dra erinneret, wie schwer die "erlernti Hilflosigkeit" bi viele Betroffene no wirkt. d'Debatte selber cha sie regelrecht überforderd.
Und im Kontext vo MenschenNah hät mich das Pippi-Langstrumpf-Zitat begleitet: "Das han ich no nie vorher probiert, drum bin ich mir sicher, dass ich's schaff." Genau das bruucht's manchmal, wenn me öppis Nöis afoht.
Was mich aber am meiste beschäftigt: Wenn ich am Telefon vo Organisatione ghöre "Mir händ Wichtigeris z'tue, als eus um Sexualität z'chümmere", dänn sind sie genau drum nid legitimiert, das Thema eifach lieh z'lah. (INSOS Kongress 2026) Genau dafür gits MenschenNah.
D'Schwiiz bruucht en inklusivi Vision. Vision 2060, öppis i die Richtig. Mir schtah parat.
Was nähmed ihr vo Kongresse oder Fachtage mit, wo länger hängen bliibt als d'Kaffeepause?
Jan Schirmer Sexualpädagogik -Sexualität trotz Beeinträchtigung GmbH
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