05/08/2026
Scham fühlt sich oft nicht wie ein Gefühl an.
Sie kann sich so anfühlen, als würde sie etwas Wahres über dich erzählen.
Vielleicht kennst du Sätze wie:
„Ich bin zu viel.“
„Ich bin schwierig.“
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Solche Sätze entstehen oft nicht von heute auf morgen. Sie können sich über viele kleine Erfahrungen entwickeln, in denen Gefühle, Bedürfnisse oder Grenzen wenig Raum hatten.
Mit der Zeit können sie so vertraut werden, dass sie sich nicht mehr wie Gedanken anfühlen, sondern wie ein Teil des eigenen Selbstbildes.
Dabei liegt genau darin der Unterschied zwischen Schuld und Scham.
Schuld betrifft das, was wir getan haben.
Scham betrifft das Bild, das wir von uns selbst haben.
Vielleicht hast du sehr lange etwas über dich geglaubt, das nie deine ganze Wahrheit war.
Von Herz zu Herz 💚
Chy-Eun