24/09/2024
To be continued... Teil 2
Was zu kurz kam war der Abschied.
Der Abschied von Deutschland,
der Abschied von meiner Familie,
der Abschied von unserem noch so jungen Leben als frisches Paar,
der Abschied von einem Leben, dass ich für so selbstverständlich hielt und seine Endlichkeit nicht kommen sah.
Auswandern ist toll ja.
Und schmerzhaft, genau in dem Maße, wie es auch seine großartigen, spannenden und abenteuerhaften Seiten mit sich bringt.
Und im 5. Monat schwanger auf einen anderen Kontinent auszuwandern ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.
Ich vermied den Abschied.
Ich glaubte, ich würde in ähnlicher Weise an mein voriges Leben anknüpfen.
Doch das war eine naive Vorstellung.
Die Elina von damals hatte nur eine blasse Ahnung von der gewaltigen Welle der Transformation, die sie durch und durch überspülen würde.
Gnadenlos liebevoll.
Ehrlich und kompromisslos.
Unumkehrbar.
Und ich versuchte immer wieder, den Faden von zuvor aufzunehmen.
Es gelang mir nicht.
"Wunder Dich nicht, dass Deine Seele angepisst ist, wenn Du viiieeel zu klein spielst".
Diese Stimme in meinem Kopf.
Wer ist das?
Kenne ich sie?
"Ich glaube das ist Gott", denkt es in mir.
Ich bin bis zu meinem 18. Lebensjahr kirchlich aufgewachsen und hatte ehrlich gesagt lange die Nase so richtig voll von Gott.
Dennoch glaube ich, ich habe Gott (wieder) gefunden.
Den richtigen Gott. Meinen Gott.
Den, der zu mir passt.
Und Gott sagt mir, ich darf loslassen.
All das, was ich mir so viele Jahre (ja auch hart) erarbeitet habe.
All das, worein ich so viel Lebenszeit, Energie, Leidenschaft und Geld hinein investiert habe.
Alles das darf ich loslassen.
Und ehrlich gesagt fällt mir das nicht leicht. Lange habe ich mich damit rumgequält, weil ich dachte „das kann doch nicht sein, es ist doch quasi mein „Lebenswerk““. ��Und dennoch könnte ich es nicht klarer fühlen, wenn ich ganz ganz ehrlich zu mir bin.
Meine Seele nickt mir weise lächelnd zu, während ich diese Zeilen tippe.
Es ist soweit.
Ich darf loslassen.
(weiter in den Kommentaren).