Wachsen in Bewegung

Wachsen in Bewegung Wachsen in Bewegung schafft Räume für Entwicklung durch vielfältige Bewegungserfahrungen. Bewegung wird hier entdeckt, erlebt und verstanden. Ohne Druck.

Kinder erleben, variieren und entdecken – im eigenen Tempo und auf ihre Weise. Mit Zeit.

28/07/2026

Der Tisch strukturiert hier zwar den Raum und die Richtung des Balles — aber was daraus entsteht, entwickeln die Kinder nach und nach selbst.

Erst wird gerollt.
Dann geworfen.
Dann geschlagen.
Dann plötzlich geprellt.

Und genau solche offenen Bewegungsräume finde ich unglaublich wertvoll.

Denn viele Bewegungsformen entstehen dabei nicht über Anweisung, sondern aus Neugier, Anpassung und gemeinsamer Dynamik heraus.

Die Kinder probieren aus,
verändern Bewegungen,
reagieren aufeinander
und entwickeln dadurch oft ganz automatisch neue koordinative Lösungen.

Genau dort entsteht häufig besonders lebendiges und nachhaltiges Bewegungslernen.

19/07/2026

Gezieltes Prellen ist deutlich komplexer, als es oft aussieht.

Die Kinder müssen permanent einschätzen:
Wie viel Kraft brauche ich?
Wann lasse ich los?
In welchem Winkel muss der Ball aufkommen?

Schon kleine Veränderungen verändern die gesamte Flugbahn des Balles.

Dadurch entstehen ständig neue Anpassungsprozesse zwischen:
Wahrnehmung,
Kraftdosierung,
Timing
und Bewegungsplanung.

Besonders wichtig sind dabei natürlich die Erfolgserlebnisse.
Treffer erzeugen Motivation, Aufmerksamkeit und Lust auf Wiederholung.

Gleichzeitig brauchen Kinder aber auch neue Herausforderungen.

Denn genau zwischen „zu leicht“ und „zu schwer“ entsteht oft der Bereich, in dem Kinder besonders konzentriert, motiviert und aktiv lernen.

15/07/2026

GLEICHGEWICHT UND PRÄZISION

Durch die Bank verändert sich die Aufgabe plötzlich deutlich:
Die Kinder müssen Gleichgewicht halten, ihre Bewegung kontrollieren und trotzdem weiterhin gezielt werfen.

Dadurch entstehen oft ganz automatisch feinere Anpassungen:
ruhiger stehen,
anders dosieren,
konzentrierter werfen,
den Körper besser organisieren.

Besonders wertvoll ist dabei die Variabilität.
Denn sobald Kinder neue Ideen ausprobieren dürfen — auf einem Bein, rückwärts, mit Drehung oder anderen Zielen — entstehen ständig neue Bewegungsprobleme, auf die der Körper reagieren muss.

Und genau diese Vielfalt macht Bewegungslernen oft so spannend.

12/07/2026

Gerade am Anfang brauchen viele Kinder vor allem eins:
Treffer und Erfolgserlebnisse.

Denn gezieltes Prellen ist koordinativ deutlich anspruchsvoller, als es oft aussieht.
Die Kinder müssen gleichzeitig einschätzen:
Krafteinsatz,
Wurfwinkel,
Timing
und Flugbahn des Balles.

Deshalb lohnt es sich oft, den Schwierigkeitsgrad zunächst bewusst zu vereinfachen.
Die Erhöhung hilft hier zum Beispiel dabei, dass die Kinder mit weniger Kraftaufwand erste erfolgreiche Würfe erleben können und gleichzeitig die Distanz zum Ziel erhalten bleibt.

Besonders spannend finde ich dabei:
Sobald erste Erfolgserlebnisse entstehen, wächst meistens automatisch die Motivation für neue Herausforderungen.

Und genau dort kann man dann anfangen zu variieren:
höheres Ziel,
größere Distanz,
mehr Kraft,
anderer Winkel,
weniger Unterstützung.

So entstehen Schritt für Schritt neue sensomotorische Anpassungsprozesse und immer komplexere Bewegungslösungen.

08/07/2026

TRAINING BRAUCHT ERFOLGSERLEBNISSE

Oft sind es gerade die einfachen Übungen, die besonders gut funktionieren.

Durch Abstand, Zielgröße oder Material lässt sich der Schwierigkeitsgrad sehr leicht verändern.
Dadurch entstehen schnell Erfolgserlebnisse — und gleichzeitig genug Herausforderung, damit die Übung spannend bleibt.

Besonders schön:
Die Kinder merken oft selbst ziemlich schnell, was leichter oder schwieriger wird und beginnen automatisch, ihre Würfe anzupassen.

Und genau diese Mischung aus Wiederholung, Motivation und kleinen Erfolgserlebnissen sorgt häufig dafür, dass Kinder lange konzentriert bei einer Aufgabe bleiben.

05/07/2026

Schon minimale Veränderungen in Kraft, Winkel oder Timing verändern die Flugbahn des Balles.
Dadurch muss der Körper permanent reagieren, anpassen und neu vorhersagen.

Und genau diese vielen kurzen Wiederholungen helfen Kindern dabei, Bewegungen immer feiner einzuschätzen:
Wie stark muss ich werfen?
Wie schnell kommt der Ball zurück?
Wo wird er landen?

Koordination entsteht dabei nicht über starre Wiederholung, sondern über ständige kleine Anpassungen und neue Vorhersagen.

01/07/2026

Sobald die Kinder den Reifen selbst halten dürfen, beginnen sie gleichzeitig:

Schwierigkeit zu variieren, indem sie
Abstände anpassen,
Bewegungen einzuschätzen
und sich gegenseitig neue Herausforderungen zu stellen.

Dadurch entsteht oft automatisch viel Kommunikation und gemeinsames Anpassen.

Die Kinder spielen mit den Bewegungsanforderungen:
höher,
tiefer,
weiter weg.

Die Übung wird dadurch dynamischer, sozialer und deutlich variabler — und genau das macht vielen Kindern besonders viel Spaß.

24/06/2026

Oft machen schon kleine organisatorische Veränderungen einen großen Unterschied.

Dadurch, dass die Kinder sich die Säckchen gegenseitig zurückwerfen, entstehen deutlich mehr Wiederholungen und weniger Unterbrechungen.

Die Übung bleibt dadurch meist ruhiger, flüssiger und dynamischer gleichzeitig.

11/06/2026

Permanente Anpassung zwischen Kraft, Technik und Zielgenauigkeit.

Die Kinder merken nach und nach:
Zu viel Kraft funktioniert nicht.
Zu wenig aber auch nicht.

Dadurch entstehen ständig kleine sensomotorische Korrekturen: anderer Wurfwinkel, ruhigerer Bewegungsablauf, mehr Kontrolle, feinere Kraftdosierung.

Sobald dann noch Kombinationen wie Springen und Werfen dazukommen, müssen plötzlich mehrere Bewegungsanforderungen gleichzeitig organisiert werden: Timing, Gleichgewicht, Körperspannung
und Präzision.

23/05/2026

Kinder lernen oft besonders nachhaltig, wenn Themen nicht nur einmal kurz auftauchen, sondern über längere Zeit immer wieder erlebt werden.

Genau deshalb arbeiten wir ab September zusätzlich mit kleinen Themenmonaten.
Bestimmte Bewegungen, Spiele und Schwerpunkte begleiten die Kinder dann über mehrere Wochen hinweg und tauchen immer wieder in neuen Varianten auf.

Zusätzlich bekommen die Kinder kleine Karten mit nach Hause. Nicht als „Hausaufgabe“, sondern eher als Brücke zwischen Kurs, Alltag und gemeinsamer Kommunikation.

Denn häufig erleben Eltern nur kleine Ausschnitte davon, was im Kurs eigentlich passiert, oder nicht mal das. Über die Karten können Gespräche entstehen wie:
„Ah, das habt ihr gemacht?“
„Zeig mal.“
„Wollen wir das draußen nochmal ausprobieren?“

Und genau dort wird es spannend:
Wenn Bewegungen, Ideen und Erfahrungen nicht im Kurs enden, sondern plötzlich im Alltag wieder auftauchen — auf dem Spielplatz, zuhause oder zwischendurch beim gemeinsamen Spielen.

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