04/03/2026
Geht das auch zu Hause?
Heute: Parenterale Ernährung
Wenn der Darm nicht ausreichend arbeitet oder Nahrung nicht verwertet werden kann, ist eine parenterale Ernährung oft unverzichtbar. Aber muss das immer stationär erfolgen?
Hier die Fragen, die uns dabei häufig begegnen:
❓ Was bedeutet parenterale Ernährung eigentlich?
Nährstoffe wie Glukose, Aminosäuren, Fette, Vitamine und Spurenelemente werden über einen venösen Zugang direkt ins Blut gegeben — meist über einen Port oder einen zentralvenösen Katheter.
❓ Geht das wirklich zuhause?
Ja. Mit strukturierter Anleitung, einem geeigneten Gefäßzugang und enger ärztlicher Begleitung ist die Therapie im häuslichen Umfeld sicher durchführbar.
❓ Wer übernimmt die Versorgung?
Durch uns geschulte Pflegefachkräfte übernehmen die Vorbereitung, sowie An- und Abhängen der Infusion. Unser Homecare-Team übernimmt den Portnadelwechsel oder Verbandwechsel, koordiniert das Rezeptmanagement, die Lieferung und Abstimmung mit Praxis oder Klinik. Außerdem schulen wir an der Versorgung beteiligte Angehörige und die Patienten selbst.
❓ Ist das sicher?
Bei konsequenter Hygieneeinhaltung, regelmäßiger Laborkontrolle und klaren Abläufen ist die Versorgung zuhause etabliert und sicher.
❓ Für wen ist das geeignet?
Zum Beispiel bei Kurzdarmsyndrom, schweren Resorptionsstörungen oder onkologischen Therapien — individuell nach ärztlicher Entscheidung.
Fazit:
Parenterale Ernährung bedeutet nicht automatisch Klinikaufenthalt. Mit guter Organisation kann die Lebensqualität im gewohnten Umfeld erhalten bleiben.