03/10/2024
Diesen Satz hört man oft in schweren Situationen vom Umfeld. Er suggeriert für mich, dass "stark sein" gut ist und Schwäche etwas zu vermeidendes. Oft wird Stärke als erstrebenswert und positiv angesehen, während Schwäche stigmatisiert wird. Doch was bedeutet es, stark zu sein? Ist Stärke nicht oft das Resultat von Herausforderungen, die wir überwinden mussten, weil uns nicht wirklich eine Wahl blieb? In diesem Sinne könnte man argumentieren, dass das, was wir Stärke nennen, oft einfach das Ergebnis von Umständen ist, die uns gezwungen haben, uns zu behaupten.
Und was heisst überhaupt "schwach sein? Aufgeben? Ist aufgeben leichter? Aufgeben kann in bestimmten Situationen ein weitaus grösserer Schritt, der mehr innere Stärke erfordert, sein, während das Festhalten an einem Kampf oft schmerzhaft, anstrengend und aussichtslos bleibt.
Manchmal ist es auch gerade die Akzeptanz der eigenen Schwäche, die uns wirklich stark macht – die Erkenntnis, dass wir nicht immer die Kontrolle haben und manchem einfach ausgeliefert sind.
Mögt Ihr den Satz?