KompassRaum

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Ich biete Fortbildungen und Begleitung für Menschen, Teams und Einrichtungen an, die sich mehr Sicherheit, Einfühlungsvermögen und fachliche Kompetenz im Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer wünschen.

Weltkindertag 2026 Vor genau einem Jahr habe ich zum Weltkindertag hier geschrieben:Kinder haben ein Recht auf Trauer.Di...
20/09/2026

Weltkindertag 2026

Vor genau einem Jahr habe ich zum Weltkindertag hier geschrieben:

Kinder haben ein Recht auf Trauer.

Dieser Satz ist heute genauso wichtig wie damals.

Kinder erleben Abschiede. Sie verlieren Menschen, die sie lieben. Sie erleben Krankheit, Veränderungen und Situationen, in denen plötzlich nichts mehr so ist, wie es vorher war.

Und sie trauern.

Manchmal laut.
Manchmal leise.
Manchmal mit Tränen und manchmal mitten im Spielen.
Manchmal heute und dann scheinbar wochenlang nicht, bevor die Trauer plötzlich wieder da ist.

Kindertrauer sieht nicht immer so aus, wie Erwachsene Trauer erwarten.

Deshalb reicht es nicht, Kindern zu erlauben zu trauern. Wir müssen ihre Trauer auch ernst nehmen.

Wir müssen zuhören, Fragen aushalten, ehrlich und altersgerecht antworten und Kindern zeigen, dass alle Gefühle da sein dürfen.

Denn Kinder brauchen nicht immer jemanden, der ihre Trauer „wegmacht“.

Sie brauchen Menschen, die sie darin begleiten.

Kinder haben ein Recht auf Trauer.
Und ein Recht darauf, dass wir ihre Trauer ernst nehmen.

Zum Weltkindertag möchte ich genau daran erinnern. 🤍

Zuhören. Begleiten. Stärken.

20/09/2026

Auch sonntags dreht sich bei mir manchmal alles um Trauer und Trauma.

Ich sitze gerade mit einer Tasse Tee am Schreibtisch und arbeite an meiner Abschlussarbeit für meine Fachweiterbildung zur Traumapädagogin und traumazentrierten Fachberaterin.

Und tatsächlich dauert es gar nicht mehr so lange, dann habe ich meinen Abschluss.

In zwei Wochen steht schon das nächste Modul an, auf das ich mich sehr freue.

Gleich werde ich mich noch um eine neue Anfrage für eine Kindertrauerbegleitung kümmern und ein paar Dinge für KompassRaum erledigen.

Und vielleicht schaffe ich es danach noch, ein bisschen in die neue Ausgabe der Zeitschrift Palliativmedizin reinzulesen.

Und dann wird der Laptop zugeklappt.

Denn irgendwann darf der Sonntag auch einfach Sonntag sein.

Heute hat mich mein 12-jähriger Sohn Jan mit einem Gedanken sehr berührt.Er sagte zu mir:„Mama, wenn unsere Tiere irgend...
19/09/2026

Heute hat mich mein 12-jähriger Sohn Jan mit einem Gedanken sehr berührt.

Er sagte zu mir:

„Mama, wenn unsere Tiere irgendwann mal im Sterben liegen, dann möchte ich ihnen etwas geben, was sie sonst nie haben dürfen.“

Ich fragte ihn: „An was denkst du denn, Schatz?“

Und er antwortete:

„Schokolade und Chips. Das ist für Katzen und Hunde zwar giftig. Aber wenn sie doch sowieso im Sterben liegen, würde ich ihnen dieses Geschmackserlebnis einmal gönnen.“

Und irgendwie steckt in diesem kindlichen Gedanken so unglaublich viel.

Nicht mehr danach zu fragen, was gesund ist.
Nicht mehr danach, was langfristig schaden könnte.
Sondern danach, was in diesem Moment Freude macht.

Was schmeckt.
Was guttut.
Was vielleicht noch einmal ein kleines bisschen Genuss bedeutet.

Natürlich ist Schokolade für Hunde und Katzen giftig und gehört normalerweise niemals in ihren Napf. Jans Gedanke war auch keine Fütterungsempfehlung.

Es war ein Gedanke über das Sterben.

Darüber, dass sich Prioritäten verändern dürfen, wenn das Leben zu Ende geht.

In der palliativen Begleitung sprechen wir oft über Lebensqualität, Wünsche und darüber, was jetzt noch wichtig ist.

Heute hat mein zwölfjähriger Sohn das mit Schokolade und Chips erklärt.

Und ich war ziemlich stolz auf ihn.

Wenn es draußen ruhiger wird, werde ich oft noch einmal kreativ.Ich mag diese Stunden am Abend. Wenn es still wird, eine...
16/09/2026

Wenn es draußen ruhiger wird, werde ich oft noch einmal kreativ.

Ich mag diese Stunden am Abend. Wenn es still wird, eine gute Tasse Tee neben mir steht und ich Zeit habe, mich ganz in KompassRaum zu verlieren.

Dann aktualisiere ich die Website, überarbeite meine PowerPoint Präsentationen und bringe Inhalte auf den neuesten Stand. Ich recherchiere, lese nach und bereite Vorträge und Fortbildungen vor. Und irgendwo dazwischen entstehen meistens schon die nächsten Ideen für KompassRaum und für Instagram.

Vieles von dem, was später ganz selbstverständlich fertig aussieht, entsteht genau hier. An meinem Schreibtisch. Abends. In Ruhe. Mit einer Tasse Tee.

Und meistens mit dem Gedanken: „Ich mache nur noch ganz kurz etwas.“ 😂

Aus ganz kurz wird dann erstaunlich oft etwas länger. Aber ich mag genau diese Arbeit. Weil KompassRaum sich entwickeln darf und ich möchte, dass das, was ich weitergebe, fachlich fundiert und immer auf dem aktuellen Stand ist.

Wissen braucht Zeit. Und manchmal einen ruhigen Abend.

„Du musst jetzt stark sein.“Ein Satz, der oft gut gemeint ist. Und trotzdem kann er für ein trauerndes Kind ziemlich sch...
14/09/2026

„Du musst jetzt stark sein.“

Ein Satz, der oft gut gemeint ist. Und trotzdem kann er für ein trauerndes Kind ziemlich schwer werden.

Denn was bedeutet „stark sein“ eigentlich für ein Kind, dessen Mama oder Papa schwer krank ist oder gestorben ist?

Nicht weinen?
Keine Angst haben?
Mama oder Papa nicht zusätzlich belasten?
Funktionieren?

Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie können traurig und wütend sein, Angst haben, Fragen stellen und kurz darauf wieder spielen und lachen.

Und genau das dürfen sie.

Sie müssen ihre Gefühle nicht sortieren. Sie müssen niemanden beschützen. Und sie müssen auch nicht auf eine bestimmte Art trauern.

In meiner Arbeit mit Kindern ist mir deshalb besonders wichtig, ihnen keinen Weg vorzugeben. Ich möchte ihnen einen sicheren Raum geben, in dem alles da sein darf. Die Trauer genauso wie das Lachen. Die Angst genauso wie die Leichtigkeit. Die Fragen genauso wie die Momente, in denen sie einfach nur Kind sein möchten.

Trauer braucht keine starken Kinder.
Kinder dürfen Kinder sein.

13/09/2026
Trauer oder Trauma?Der Begriff Trauma wird heute schnell verwendet. Aber was ist eigentlich ein Trauma?Ist der Tod eines...
13/09/2026

Trauer oder Trauma?

Der Begriff Trauma wird heute schnell verwendet. Aber was ist eigentlich ein Trauma?

Ist der Tod eines nahestehenden Menschen automatisch traumatisch?
Muss schwere Trauer traumatisch sein?
Können Trauer und Trauma gleichzeitig bestehen?
Und woran erkennen wir, wann wir tatsächlich von einer traumatischen Belastung sprechen?

Gerade wenn wir Kinder und Jugendliche nach einem schweren Verlust begleiten, ist diese Unterscheidung wichtig.

In meinem Online Seminar schauen wir deshalb genauer hin: Wir beschäftigen uns damit, wie Kinder trauern, wie sich Trauer in unterschiedlichen Altersstufen zeigen kann und was Trauer von einer traumatischen Belastung unterscheidet. Anhand konkreter Fallbeispiele übertragen wir das Wissen in die Praxis.

Mein Ziel ist, dass du nach der Fortbildung mehr Sicherheit im Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen hast und besser einschätzen kannst, wann Trauer Raum braucht und wann möglicherweise mehr dahintersteckt.

📅 28. November 2026 · 11 Uhr
💻 Online via Zoom · ca. 3 Stunden
💶 50 € pro Person

Du erhältst außerdem ein Handout für deine tägliche Arbeit und eine Teilnahmebescheinigung.

Die Teilnehmerzahl ist bewusst begrenzt, damit genügend Raum für Fragen, Austausch und Fallbeispiele bleibt.

Anmeldung per Nachricht hier bei Instagram, über [email protected] oder über kompassraum.de.

Ich freue mich darauf, dich zu sehen.

Dieses Wochenende findet in Hattingen bei Medcompetence das Fachseminar für angehende Palliativmedizinerinnen und Pallia...
12/09/2026

Dieses Wochenende findet in Hattingen bei Medcompetence das Fachseminar für angehende Palliativmedizinerinnen und Palliativmediziner statt, und ich war wieder dabei.

Die Veranstaltung findet im Hybridformat statt. Ein Teil der Teilnehmenden ist vor Ort, weitere sind online zugeschaltet.

Mein Thema: „Exulzerierende Tumorwunden in der Palliativversorgung“.

Denn bei exulzerierenden Wunden geht es um weit mehr als die reine Wundversorgung. Geruch, Blutungen, Schmerzen und sichtbare Veränderungen können für Betroffene und ihre Angehörigen eine enorme Belastung sein.

Umso wichtiger ist es, medizinisches Wissen mit einem palliativen Blick zu verbinden: Was braucht dieser Mensch jetzt? Was lindert? Was ist tatsächlich noch sinnvoll? Und wie können wir Sicherheit schaffen, wenn Heilung nicht mehr das Ziel sein kann?

Genau diese Verbindung aus Fachwissen und praktischer Versorgung liegt mir bei meinen Fortbildungen besonders am Herzen.

Danke an Medcompetence für die langjährige Zusammenarbeit. Es ist mir jedes Mal eine große Freude, Teil der Fallseminare zu sein und meine Erfahrungen aus der Palliativversorgung weiterzugeben.

Wissen teilen heißt, Sicherheit schenken.

Wissen, das trägt.Über 20 Jahre Palliative Care bedeuten für mich nicht nur Berufserfahrung.Es sind unzählige Begegnunge...
11/09/2026

Wissen, das trägt.

Über 20 Jahre Palliative Care bedeuten für mich nicht nur Berufserfahrung.

Es sind unzählige Begegnungen mit Menschen. Gespräche, die geblieben sind. Situationen, die mich gefordert haben. Dinge, die ich heute anders machen würde. Und Erfahrungen, von denen ich unglaublich viel gelernt habe.

Irgendwann habe ich gemerkt, wie gerne ich genau dieses Wissen weitergebe.

Nicht von oben herab und nicht mit dem Anspruch, auf alles eine Antwort zu haben.

Sondern im Austausch.

Ich liebe es, wenn in einer Fortbildung Fragen entstehen. Wenn unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen. Wenn diskutiert, nachgedacht und manchmal auch herzlich gelacht wird.

Und besonders mag ich diese kleinen Momente, in denen jemand plötzlich sagt:
„So habe ich das noch nie gesehen.“

Genau dafür mache ich Fortbildungen.

Ich möchte Wissen weitergeben, das nicht nur für einen Seminartag bleibt, sondern Menschen in ihrem beruflichen Alltag begleitet und ihnen mehr Sicherheit gibt.

Denn nach über 20 Jahren weiß ich auch:

Man muss nicht auf alles eine Antwort haben.

Aber man darf lernen, auch in schwierigen Situationen sicher zu bleiben.

Wissen, das trägt.

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44795

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