08/05/2026
Heute, am 08. Mai vor 81 Jahren endete der zweite Weltkrieg, der über Deutschland, Europa und die Welt viel Tod und Leid brachte.
Mein Großvater Fritz Wilhelm Ullrich war einer von Millionen Soldaten, die in den Krieg gezogen sind. Aus seinem Nachlass habe ich einige Bilder bekommen, die auf der einen Seite seine Entwicklung vom jungen Soldaten zum mehrfach verwundeten Mann zeigen. Auf der anderen Seite aber auch Situationen zeigen, in denen es für alle Beteiligten normal scheint, Soldat zu sein.
Zu Beginn des Krieges war mein Großvater ein Mann von 24 Jahren und schon Vater von zwei Kindern. Ob er hinter der Naziideologie stand ist mir nicht bekannt, er starb bereits 1991, als ich noch zu jung war, um solche Fragen zu stellen.
Fakt ist, dass der Krieg ihn verändert hat, neben mehreren Verwundungen (Finger verloren, Granatsplitter im Kopf), hat der Krieg in alt gemacht, wie die Bilder eindrücklich dokumentieren.
Er hat an mehreren Feldzügen teilgenommen. Er soll in Polen, in Frankreich und auch in Russland gewesen sein.
Den Krieg hat er glücklicherweise überlebt, aber kurz danach verlor er seine Heimat in Niederschlesien. Er fand mit seiner Frau und seinen drei Söhnen, die in Peiskersdorf geboren wurden, eine neue Heimat an der Nordsee in der Nähe von Wilhelmshaven. Dort wurden acht weitere Kinder geboren und ihm war es vergönnt sogar in großer Schar 1987 die Goldene Hochzeit mit seiner Frau Emma zu feiern.
Ich finde die Bilder zeigen eindrucksvoll, was Krieg mit Menschen macht. Es ist an uns dafür zu sorgen, dass es nie wieder Krieg gibt, wie er vor 81 Jahren zu Ende ging.