GLG Martin Gropius Krankenhaus

GLG Martin Gropius Krankenhaus Alle stat. Abteilungen werden ergänzt durch ambulante Angebote.

Fachkrankenhaus für Neurologie, Erwachsenenpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Forensische Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik.

08/10/2025

Carpe diem – Pflücke den Tag!
25 Jahre Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Eberswalde – Chance und Motivation für Kinder und deren Eltern

„Ich dachte zuerst, das ist ein Ort wo nur Psychos sind. Deshalb hatte ich ganz schön Angst, als ich zum ersten Mal mit Papa hier war. Da waren wir zu einem Vorstellungsgespräch. Und jetzt, nach ein paar Wochen, weiß ich, hier sind ganz normale Kinder, die alle Probleme haben, so wie ich. Und es ist schön hier. Ich kann über vieles sprechen und habe Freunde gefunden.“
Elena, 13 Jahre, Patientin in der Kindertagesklinik

Aktuell verzeichnet das therapeutische Team der Tagesklinik an der Klinik für , und für Kinder und Jugendliche des GLG Martin Gropius Krankenhauses in Eberswalde (meist einfach „KiJu“ genannt) eine große Nachfrage nach Therapieplätzen für Kinder mit emotionalen und Verhaltensproblemen. Dabei blickt die seit ihrer Gründung am 1. September 2000 auf 25 Jahre erfolgreiches Wirken zurück.

„Eine Kindertagesklinik ist eine hervorragende Ergänzung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, da hier und behandelt werden können, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreichend ist, aber eine stationäre Behandlung noch nicht notwendig wird“, erklärt Prof. Dr. Hubertus Adam, Chefarzt der Klinik. „In einer bietet sich die Möglichkeit, alles was erlebt, erfahren und erlernt wurde, gleich zu Hause auszuprobieren. Die jungen Patientinnen und Patienten behalten den Kontakt zu ihrer Familie und zu ihren Freunden, was bedeutet, dass sie schnell wieder Anschluss finden können, wenn die Behandlung abgeschlossen ist.“

Dipl.-Psych. Uta Kranz, Psychotherapeutin und Leiterin der Tagesklinik, betont das große Potential der familientherapeutischen Arbeit gemeinsam mit den Eltern und den Kindern. Sie sagt: „Bei uns wird auch die ganze Familie zu familientherapeutischen Interventionen eingeladen. Dazu gehören die Geschwister, Oma und Opa, wenn’s klappt oft auch die neuen Partnerinnen und Partner der Eltern und manchmal auch der Hund.“ Braucht es ruhige Gespräche nur mit den Eltern und den Kindern, ermöglicht die Tagesklinik auch schnell und unkompliziert eine kurze Betreuung der jüngeren Geschwisterkinder, um die Eltern zu entlasten.

Stolz ist das Behandlungsteam auf die multiprofessionelle Zusammenarbeit vieler Menschen aus unterschiedlichen Berufsfeldern wie , Pädagogik, Fachtherapie (Ergo-, Musik-, Kunst- Bewegungstherapie, etc.), Kinder- und Jugendpsychologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Wir behandeln co-therapeutisch. Vielfalt macht aus!“, so Denise Mätzkow, Leitung des Pflege- und Erziehungsdienstes der Tagesklinik und Koordinatorin aller Tageskliniken und Ambulanzen der Klinik. Die KiJu des GLG Martin Gropius Krankenhauses betreibt außer der Tagesklinik in Eberswalde auch die Familientagesklinik „Koralle“ in Bernau, eine Kindertagesklinik in Prenzlau, an allen Standorten eine Institutsambulanz sowie vier Stationen für vollstationäre Versorgung.

Psychische Erkrankungen brauchen Zeit
Einer Aufnahme in die Tagesklinik geht ein ausführliches Vorgespräch voraus, in dem gemeinsam herausgefunden wird, welche Ziele die Therapie erreichen soll und kann. Die sich anschließende umfassende diagnostische Phase dauert vier bis sechs Wochen, die folgende Behandlung umfasst in der Regel ungefähr vier Monate.

„Psychische Erkrankungen brauchen Zeit“, sagt Prof. Dr. Hubertus Adam. „Und hier genau liegt auch der entscheidende Vorteil einer Tagesklinik – dass die Patienten nicht durch ausgedehnte stationäre Aufenthalte ihrem normalen Lebensumfeld entzogen werden. Tageskliniken sollten diesem Anliegen möglichst auch durch ihre Wohnortnähe entgegenkommen. Insgesamt bieten die drei Standorte heute 36 Behandlungsplätze an, ungefähr 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Die komplexe Behandlung übernehmen therapeutische Teams, deren reicher Erfahrungshintergrund ein Fachgebiet mit ausgesprochen großer Bandbreite und gesellschaftlicher Bedeutung umfasst. Dazu gehören zum Beispiel alle Formen von Schulabstinenz, Störungen der Aufmerksamkeit und Hyperaktivität, Angst- Zwangserkrankungen, Depressionen, selbstverletzendes Verhalten, Probleme in der Identitätsfindung und andere seelische Probleme von Kindern, Jugendlichen und Familien.

„Vereinzelt behandeln wir auch Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten, die durch schwerwiegende Erfahrungen belastet sind und unter psychischen und psychosomatischen Symptomen leiden“, sagt Prof. Dr. Hubertus Adam. „Was wir in der Klinik erleben, ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. Kriege, Krisen, Politik, soziale Aspekte gehören dazu. Psychische Erkrankungen stehen dazu in Beziehung und sind das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung individueller, familiärer, gesellschaftlicher und biologischer Wirkfaktoren. So können sich beispielsweise seelische oder körperliche Erkrankungen der Eltern auf Kinder und Jugendliche auswirken und bei ihnen psychische Störungen mit verursachen, verstärken oder aufrechterhalten.“

Dipl.-Psych. Uta Kranz erklärt dazu: „Häufig spielen Leistungs- oder Trennungsängste eine Rolle. So wollen zum Beispiel bei Schulverweigerung Kinder und Jugendliche nicht in die Schule hinein oder auch aus ihrem Zuhause nicht heraus. Psychologisch gesehen handelt es sich oft um ein Vermeidungsverhalten, das auf Angst, Depression oder einer Belastungsstörung basieren kann. Nicht zuletzt äußert sich das in der Folge auch in psychosomatischen Symptomen wie Kopf- oder Bauchschmerzen. Die betroffenen Kinder werden immer wieder krankgeschrieben, über Monate oder sogar länger als ein Jahr! Dabei wäre es wichtig, ihnen so früh wie möglich psychotherapeutisch zu helfen.“

„Aktuell bemerken wir eine deutliche Zunahme beim sogenannten Schulabsentismus“, ergänzt Prof. Dr. Hubertus Adam. „Der Fachbegriff meint das häufige unentschuldigte Fehlen in der Schule, ohne dass eine körperliche Ursache zugrunde liegt, verbunden mit einem erheblichen Widerstand gegen den Schulbesuch. Die Gründe dafür können ganz verschiedenartig sein, sodass es keine pauschal richtige Antwort auf die Frage gibt, wie damit umzugehen ist. Immer kommt es auf den Einzelfall an.“

Vor dieser Hilfe scheuen viele zurück. „Das hat sich in den letzten 25 Jahren schon ein bisschen zum Besseren gewandelt, aber nach wie vor haftet der Psychiatrie ein Stigma an“, sagt Prof. Dr. Hubertus Adam. „Wir versuchen deshalb immer wieder deutlich zu machen: Die Klinik ist kein Ort der Schande – für eine Krankheit muss man sich nicht schämen! Wer unter psychischen und psychosomatischen Beschwerden leidet, findet hier professionelle Hilfe.“

Seit 25 Jahren erfüllt die Tagesklinik dabei eine wichtige Funktion als Bindeglied. Mit ihrer Gründung wurde seinerzeit die Lücke zwischen dem stationären und ambulanten Bereich geschlossen und die stationäre psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung des Eberswalder Krankenhaues erweitert.

Im Ausbau der Familientherapie liegt eine große Chance
Zu den Zukunftszielen der Tagesklinik gehört es unter anderem, speziell für Mädchen und Jungen mit Essstörungen, die normalerweise vor allem stationär behandelt werden müssen, auch teilstationäre Hilfe anbieten zu können und ihnen damit gegebenenfalls zugleich auch Ängste vor einem stationären Aufenthalt zu nehmen. Auch soll sich die Tagesklinik familientherapeutisch weiterentwickeln, um noch jüngere Patienten im Alter von unter sieben Jahren mit den Eltern aufnehmen zu können.

„Im Ausbau der Familientherapie liegt eine große Chance“, sagt Prof. Dr. Hubertus Adam. Uta Kranz hat bereits in der auf Familientherapie spezialisierten Bernauer Tagesklinik „Koralle“ des GLG Martin Gropius Krankenhauses gearbeitet und verfügt als Familientherapeutin über einen großen fachlich und praktisch fundierten Erfahrungsschatz. Sie sagt: „Gerade für die jüngeren Kinder bringt die Familientherapie viele Vorteile. Wir arbeiten daran, sie in entsprechenden Formen, z.B. Arbeit in Multifamiliengruppen, auch in Eberswalde zu ermöglichen.“

Noch wird überlegt, ob das Jubiläum der Tagesklinik nicht Anlass einer Informationsveranstaltung in besonderem Rahmen sein sollte. Ein Termin steht bislang nicht fest. Es geht darum, das Angebot einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Uta Kranz fasst dieses in wenigen Worten so zusammen: „Eine moderne Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik mit Behandlungen in überschaubarem Zeitrahmen. Wobei es vorteilhaft ist es, wenn die Patientinnen und Patienten rechtzeitig zu uns kommen. Eltern, Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, aber auch Fachpersonal in der Jugendhilfe und in den Schulen sollten, wenn Probleme bei Kindern und Jugendlichen auftreten, miteinander reden, zusammenwirken, die vorhandenen Hilfsangebote kennen und bei Bedarf den Kontakt aufnehmen.“

Therapie gegen Demenz Fortschritte im Kampf gegen die Alzheimer-Demenz werden von einer neuen Therapieform erwartet, die...
24/09/2025

Therapie gegen Demenz

Fortschritte im Kampf gegen die Alzheimer-Demenz werden von einer neuen Therapieform erwartet, die im Frühjahr für die EU zugelassen wurde. Ab Oktober sollen auch erste Patienten der Klinik für Neurologie des GLG Martin Gropius Krankenhauses in Eberswalde davon profitieren. Die Klinik befindet sich seit kurzem vollständig am Standort des GLG Werner Forßmann Klinikums, ebenfalls in Eberswalde. Warum das so ist und was es in der Neurologie an medizinischen Neuentwicklungen gibt, darüber sprach der Chefarzt der Klinik, Dr. Albert Grüger, in einem Interview.

Zum Interview? -> https://www.glg-gesundheit.de/glg/aktuelles/aktuelles-detail/therapie-gegen-demenz

Als größter Gesundheitsdienstleister im Nordosten Brandenburgs sichert der GLG-Verbund die medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung der Region.

Schön war es! Unser Richtfest am ehemaligen Schwesternhaus - ein Meilenstein für die forensische Psychiatrie in Brandenb...
11/07/2025

Schön war es! Unser Richtfest am ehemaligen Schwesternhaus - ein Meilenstein für die forensische Psychiatrie in Brandenburg

Das seit 30 Jahren leerstehende Gebäude wird zu einer modernen offenen Station für den ­regelvollzug umgebaut und schafft rund 20 zusätzliche Plätze sowie verbesserte Therapiemöglichkeiten. Das Land Brandenburg fördert das Bauprojekt mit rund 10,2 Millionen Euro. Die Feierlichkeiten zum Richtfest zogen zahlreiche Gäste an, darunter der Barnimer Landrat Daniel Kurth sowie Gesundheitsstaatssekretär Patrick Wahl.

Mit Scherbensplittern, die Schützen sollen vor Gewitter, übergaben die Zimmermänner traditionell das frisch eingedeckte, ehemalige Schwesternwohnheim am GLG Martin Gro­pius Krankenhaus beim Richtfest. Aus dem kernsanierten und noch in Planen gehüllten Ge­bäude entsteht eine weitere Einrichtung des Maßregelvollzuges. Gesundheitsstaatssekre­tär Patrick Wahl betonte die zukunftsweisende Rolle des Neubaus und erklärte, dass das Haus 29 beispielhaft dafür stehe, wie sich die Landesregierung den Maßregelvollzug der Zukunft vorstelle. Für Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchter­krankung straffällig geworden sind, gehe es nicht nur um die bestmögliche therapeutische Versorgung, sondern auch um ihre Resozialisierung in die Gesellschaft. „Dafür braucht es moderne Einrichtungen, die Maßnahmen der Forensik, der Allgemeinpsychiatrie und der Eingliederungshilfe eng miteinander verzahnen und so für optimale Therapiebedingungen sorgen“, so Patrick Wahl, der die neue offene Station als „deutlich sichtbares Zeichen für die Verbesserung der Bedingungen für psychisch kranke, straffällig gewordene Menschen“ hervorhob.


Sylvia Markl, Verwaltungsdirektorin des Martin Gropius Krankenhauses Eberswalde und der Klinik für forensische Psychiatrie, verwies auf ein ereignisreiches Jahr 2025, in dem das Kran­kenhaus sein 160-jähriges Bestehen feiert und als „Attraktiver Arbeitgeber“ zertifiziert wur­de. Sie bezeichnete die neue Offene Station als „Traum“, der für den Chefarzt Thomas Loos und die ehemalige Chefärztin Manuela Stroske in Erfüllung gehe und bereits erfolgreich erprobt werde. Sylvia Markl bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern: „Sie sind es, die in Summe ihrer Tätigkeiten und ihres Engagements den Behandlungserfolg – täglich – sicherstellen.“ Ihr Dank galt auch dem Ministerium für Gesundheit und Soziales sowie dem Landesamt für Versorgung, Arbeit und Soziales für deren „konstruktive Zusammenarbeit“.



Daniel Kurth, Landrat Barnim und Aufsichtsratsvorsitzender der GLG, lobte die terminge­rechte Fertigstellung des Rohbaus und dankte besonders den beteiligten Handwerkern. Er unterstrich die Bedeutung des Projekts als „Statement für den Standort“ und sprach direkt zu den anwesenden Beschäftigten der GLG. Er versicherte, dass er im Aufsichtsrat die bes­te Lösung für die Gesundheitsversorgung für den Barnim und auch die Uckermark finden möchte und betonte: „Glauben Sie nicht alles was in den Zeitungen steht!“ Er wies darauf, das sich der Aufsichtsrat auf eine gemeinsame Kommunikation geeinigt habe und nun das Ergebnis des gemeinsam beauftragten Gutachtens warte. Nachdem auch Dr. Steffi Miros­lau, Geschäftsführerin der GLG, als Dank einige Worte an die Anwesenden richtete, lud das Gropius Krankenhaus alle Gäste zum gemeinsamen Grillen und Ausklang ein.

In der neue offene Station, deren Fertigstellung für das Frühjahr 2026 geplant ist, erhalten Patientinnen und Patienten unter kontrollierten Bedingungen mehr Freiheiten, um eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erproben. Der Maßregelvollzug ist eine staatli­che Aufgabe in der Zuständigkeit der Länder. Gesetzliche Grundlage ist das Brandenburgi­sche Psychisch-Kranken-Gesetz (BbgPsychKG).

In Brandenburg gibt es zwei Maßregelvollzugskliniken: die forensischen Kliniken in Ebers­walde und Brandenburg/Havel. Die Fachaufsicht hat das Gesundheitsministerium inne. Die Aufsichtsbehörden des Landes Brandenburg üben gemäß § 43 BbgPsychKG die staatliche Aufsicht über die Maßregelvollzugseinrichtungen in Brandenburg aus. Das Land Branden­burg ist weiterhin Kostenträger des Maßregelvollzugs und vereinbart mit den Trägern die Höhe der Vergütung.

In einem psychiatrischen Krankenhaus werden Menschen untergebracht, die eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch:

im Zustand der Schuldunfähigkeit oder der verminderten Schuldfähigkeit begangen haben, wenn von ihnen weitere erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und sie deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sind (§ 63 StGB) oder
infolge einer Alkohol- oder Drogensucht begangen haben, wenn die Gefahr besteht, dass sie infolge ihrer Krankheit erhebliche rechtswidrige Taten begehen werden (§ 64StGB).

Wir zusammen mit dem GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde beim Waldstadtfestival in Eberswalde
26/06/2025

Wir zusammen mit dem GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde beim Waldstadtfestival in Eberswalde

Frage: Wer auf diesem Foto gehört nicht zu unserem Team? 😉

Am Wochenende waren wir zusammen mit GLG Martin Gropius Krankenhaus beim Waldstadtfestival Eberwalde vertreten!

für .eberswalde

Adresse

Oderberger Straße 8
Eberswalde
16225

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von GLG Martin Gropius Krankenhaus erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie