06/09/2026
Beruflich bin ich ein Therapeut, privat ein Mensch auch mal ohne Jogginghose :)
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Und als Physiotherapeut sag ich:
Viele Menschen gehen erst zur Physiotherapie, wenn ein Arzt ihnen ein Rezept verschreibt. Sie sind zwar motiviert, etwas an ihren Beschwerden zu verändern, weil sie den ersten aktiven Schritt selbst wählen - die Volition.
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Dennoch sind sie augenscheinlich auf diese Verordnung angewiesen, würden sie sonst ohne Umwege direkt zur Therapie kommen. Mitunter natürlich aufgrund des fehlenden Direktzugangs zu den Therapeuten. Dennoch sind die Menschen nicht von dieser Verordnung abhängig, schon gar nicht wenn es um präventive Maßnahmen oder um langfristige Gesundheit geht.
Denn Verordnung heisst, dass eine außenstehende Person etwas anordnet und wir uns diesem unterordnen.
Und Prävention beginnt dort, wo wir selbst unsere Ordnung wiederherstellen, aber im besten Fall noch keine Signale vom Körper bekommen!
Unser Körper spricht mit uns:
Die Frage ist: Hören wir zu oder warten wir, bis jemand es offiziell mit einem medizinischen Begriff verordnet? Und wir uns dann ganz schnell mit unserer Diagnose oder unseren Symptomen identifiziert.
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Bei akuten Verletzungen oder nach OPs ist dieser Schritt sinnvoll, um durch die verordnete Person einen Weg vorgegeben zu bekommen.
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Aber langfristige Gesundheit entsteht nicht durch Fremdordnung, sondern durch Selbstordnung.
Besonders dann, wenn der Körper anfängt, seine Unordnung zu zeigen!
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Leider schaffen bis zu 70 % der Patienten bereits die verordneten Übungen nicht regelmäßig und kommen nicht mal mit Verordnung in den Genuss einer Selbstordnung und Selbstwirksamkeit (Beinart et al. 2013)
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Wie können wir es da schaffen, wieder langfristig Ordnung herzustellen?
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