SinnLicht - Claudia Leibiger

Ich unterstütze dich bei Lebenskrisen, Umbrüchen, Verlusterfahrungen bis hin zum letzten Weg, die Teile unseres Lebens sind und uns spüren lassen, wie vielschichtig und facettenreich das Leben ist.

Gespräche auf dem WanderwegNicht jeder Weg ist voller Gespräche. Manchmal geht jeder still neben dem anderen her. Jeder ...
18/07/2026

Gespräche auf dem Wanderweg

Nicht jeder Weg ist voller Gespräche. Manchmal geht jeder still neben dem anderen her. Jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach.

Meine Tochter hört auf einem Ohr Musik. Ich lausche dem Wind, dem Wasser oder einfach dem Rhythmus unserer Schritte.

Wir genießen das Draußensein, die Bewegung und die Natur. Zwischendurch ein erfrischendes Bad im See oder im Fluss.

Es braucht nicht immer Worte. Manchmal reicht es, gemeinsam unterwegs zu sein.







Zwischen den ZeilenIch habe gerade den Roman “Mein drittes Leben” von Daniela Krien gelesen.Mich hat dabei vor allem ein...
15/07/2026

Zwischen den Zeilen

Ich habe gerade den Roman “Mein drittes Leben” von Daniela Krien gelesen.

Mich hat dabei vor allem ein Gedanke beschäftigt. Zwei Menschen verlieren ihre Tochter. Beide erleben denselben Verlust. Und doch trauern sie völlig unterschiedlich.

Die Geschichte erzählt von einem Ehepaar, das seine Tochter verliert.
Mich hat dabei vor allem eines bewegt: Nicht nur der Verlust selbst. Sondern die Erfahrung, dass zwei Menschen denselben Verlust und Schmerz erleben und doch ganz unterschiedlich damit umgehen. Jeder von ihnen trauert auf seine eigene Weise. Jeder sucht seinen eigenen Weg. Und manchmal führt genau diese Unterschiedlichkeit zunächst zu Sprachlosigkeit und Distanz.

In meiner Arbeit als Trauerbegleiterin begegne ich dem immer wieder.
Trauer kennt keinen festen Ablauf. Kein richtig oder falsch. Keinen Zeitplan.
Jeder Mensch trauert anders.

Und genau das macht Begleitung so besonders. Nicht den Weg vorzugeben. Sondern den Menschen darin zu unterstützen, ihren ganz eigenen Weg zu finden.

Dieses Buch zeigt, dass Trauer sich nicht planen lässt. Und dass es dennoch geschehen kann, dass ein Mensch eines Tages wieder Lebensfreude empfindet. Nicht, weil der Verlust kleiner geworden ist. Sondern weil das Leben ganz langsam wieder Raum bekommt.

Darin erkenne ich vieles aus meiner Arbeit als Trauerbegleiterin wieder.

Gespräche auf dem WanderWegIn den vergangenen Jahren waren wir im Sommer mit dem Zelt unterwegs. Mal sind wir von Ort zu...
10/07/2026

Gespräche auf dem WanderWeg

In den vergangenen Jahren waren wir im Sommer mit dem Zelt unterwegs. Mal sind wir von Ort zu Ort gezogen, mal haben wir, wie in den letzten drei Jahren, auf einem Campingplatz unser Zuhause auf Zeit gefunden.

Für diesen Urlaub hatten wir zuerst den Plan, den Lechweg zu wandern. Dafür hätten wir unsere Quartiere schon im Voraus buchen müssen. Schließlich haben wir uns aber bewusst für ein festes Quartier im Lechtal entschieden.

Als wir beim Wandern darüber sprachen, sagte meine Tochter plötzlich:

„Wenn wir jeden Tag schon ein Quartier gebucht hätten und dorthin wandern müssten, würden wir uns ja beide selbst sagen, was wir tun müssen. Damit kommen wir beide doch nicht so gut klar.“

Ich musste laut lachen.

Weil sie recht hat. Und weil sie mit einem einzigen Satz eine unserer gemeinsamen Eigenheiten auf den Punkt gebracht hat.

Seitdem schmunzeln wir immer wieder darüber.

Solche kleinen Gespräche gehören für mich genauso zum Urlaub wie das Wandern selbst.








Gespräche auf dem WanderwegIn den vergangenen Jahren waren wir im Sommer mit dem Zelt unterwegs. Mal sind wir von Ort zu...
10/07/2026

Gespräche auf dem Wanderweg

In den vergangenen Jahren waren wir im Sommer mit dem Zelt unterwegs. Mal sind wir von Ort zu Ort gezogen, mal haben wir, wie in den letzten drei Jahren, auf einem Campingplatz unser Zuhause auf Zeit gefunden.

Für diesen Urlaub hatten wir zuerst den Plan, den Lechweg zu wandern. Dafür hätten wir unsere Quartiere schon im Voraus buchen müssen. Schließlich haben wir uns aber bewusst für ein festes Quartier im Lechtal entschieden.

Als wir beim Wandern darüber sprachen, sagte meine Tochter plötzlich:

„Wenn wir jeden Tag schon ein Quartier gebucht hätten und dorthin wandern müssten, würden wir uns ja beide selbst sagen, was wir tun müssen. Damit kommen wir beide doch nicht so gut klar.“

Ich musste laut lachen.

Weil sie recht hat. Und weil sie mit einem einzigen Satz eine unserer gemeinsamen Eigenheiten auf den Punkt gebracht hat.

Seitdem schmunzeln wir immer wieder darüber.

Solche kleinen Gespräche gehören für mich genauso zum Urlaub wie das Wandern selbst.







Manche Sätze warten lange darauf, ausgesprochen zu werden.Heute hatte ich das erste Gespräch mit einer neuen Klientin.Un...
03/07/2026

Manche Sätze warten lange darauf, ausgesprochen zu werden.

Heute hatte ich das erste Gespräch mit einer neuen Klientin.

Und wieder habe ich erlebt, was mich an meiner Arbeit immer wieder berührt:
Es braucht oft gar nicht viel Zeit.
Menschen erzählen von Dingen, über die sie noch nie gesprochen haben.
Sprechen Sätze aus, die sie manchmal seit Jahren mit sich tragen.
Nicht, weil ich die richtigen Fragen stelle.
Nicht, weil es schnelle Lösungen gibt.

Vielleicht einfach deshalb, weil da für einen Moment ein Raum entsteht, in dem nichts bewertet, erklärt oder zurückgehalten werden muss.
Ein Raum, in dem Trauer, Angst, Liebe, Wut, Schuld, Erleichterung und auch Widersprüche ihren Platz haben dürfen.

Und manchmal auch Scham.
Die Scham, etwas überhaupt zu denken.
Die Scham, sich bestimmte Gefühle oder Gedanken einzugestehen.
Die Sorge, was andere darüber denken würden.

Ich erlebe immer wieder, wie erleichternd es sein kann, das Ausgesprochene nicht erklärt oder bewertet zu bekommen.
Nicht alles, was wir denken, möchten wir denken.
Nicht alles, was wir fühlen, haben wir uns ausgesucht.
Und doch gehört es zu uns.

Solche Räume dürfen in meiner Arbeit mit SinnLicht entstehen. Räume, in denen Menschen mit ihrer Geschichte willkommen sind. Mit allem, was da ist.
Und mit allem, was vielleicht zum ersten Mal Worte findet.

Danke für dieses tiefe Vertrauen heute. 🤍




Manchmal braucht es keine Worte.Vor wenigen Tagen erlebte ich im Hospiz wieder einen dieser stillen und zugleich tiefen ...
30/06/2026

Manchmal braucht es keine Worte.

Vor wenigen Tagen erlebte ich im Hospiz wieder einen dieser stillen und zugleich tiefen Momente.

Eine Bewohnerin hatte große Mühe mit ihrer Atmung. Sie atmete schnell und angestrengt.
Wie so oft in der Hospizarbeit braucht es in solchen Momenten vieles gleichzeitig: eine gute medikamentöse Begleitung, eine veränderte Lagerung, eine wohltuende Erfrischung und Menschen, die aufmerksam begleiten.

Dann durfte ich einfach da sein.

Ich massierte zunächst ihren oberen Brustbereich und anschließend ihren Rücken mit Atemöl. Langsam. Präsent. Behutsam.
Zum Schluss legte ich meine Hände auf ihren Rücken und später auf ihre Hand.
Während dieser Zeit veränderte sich ihre Atmung. Aus der schnellen, hektischen Atmung wurde nach und nach eine ruhigere, langsamere Bewegung.

Meine Kollegin, die Tochter der Bewohnerin und ich selbst erlebten diesen Wandel gemeinsam und waren tief berührt.
Und nicht nur für die Bewohnerin entstand mehr Ruhe.
Auch die Tochter konnte spüren, dass ihre Mutter nicht allein war, dass Menschen da waren, die mittrugen, mitfühlten und sorgten. Die Präsenz im Raum, die Berührung und die veränderte Atmung ihrer Mutter wurden auch für sie zu einer spürbaren Entlastung.

War es die Berührung? Die Ruhe? Das Gefühl, nicht allein zu sein?
Vielleicht von allem etwas.

In meiner Hospizarbeit erlebe ich immer wieder, dass Menschen weit mehr wahrnehmen, als wir manchmal glauben.
Manchmal genügt eine Hand auf dem Rücken. Eine gehaltene Hand. Ein Mensch, der bleibt.

Diese Erfahrung begleitet auch meine Arbeit bei SinnLicht:
Menschen in Zeiten von Abschied, Trauer und Übergängen nicht allein zu lassen, sondern einen Raum zu schaffen, in dem Angst, Liebe, Erschöpfung und Hoffnung gleichermaßen Platz haben.

Denn Berührung kann beruhigen. Nähe kann tragen. Und Würde bleibt, bis zuletzt.

Frischer Wind und das Schöne am BeständigenManchmal braucht es einen Perspektivenwechsel und den Austausch mit anderen F...
26/06/2026

Frischer Wind und das Schöne am Beständigen

Manchmal braucht es einen Perspektivenwechsel und den Austausch mit anderen Fachkollegen, um den eigenen Blick zu weiten. Meine Hospitationszeit im Sukhavati liegt nun schon ein bisschen zurück und der Alltag in Freiberg hat mich natürlich wieder.

Aber die Dynamik hält im Stillen an. Für mich bedeutet Weiterentwicklung nicht, dass ich mein Angebot ständig neu erfinden oder laute Ankündigungen machen muss. Vielmehr nehme ich den frischen Wind mit in das, was ich ohnehin von Herzen gerne tue: Menschen in krisenhaften Lebensphasen noch kraftvoller, stabiler und mit einer tiefen inneren Ruhe zur Seite zu stehen. In meinen ganz normalen Begleitungen und den bewährten Seminaren bei SinnLicht.

Ich freue mich auf alles, was kommt, Schritt für Schritt.

Habt einen wunderbaren und friedlichen Tag!

Neue Impulse für SinnLicht.Meine Arbeit als Krankenschwester im Hospiz und meine Selbstständigkeit bei SinnLicht sind fü...
20/06/2026

Neue Impulse für SinnLicht.

Meine Arbeit als Krankenschwester im Hospiz und meine Selbstständigkeit bei SinnLicht sind für mich keine zwei verschiedenen Welten. Sie befruchten sich gegenseitig.

Die feinen Impulse, das Erleben von tiefgehenden Abschiedsritualen und die achtsame Begleitung im Sukhavati-Hospiz arbeiten in mir weiter. Sie fließen eins zu eins in meine kommenden Seminare und persönlichen Begleitungen ein.
Für mich ist klar: Sterbe- und Trauerbegleitung darf warm, zugewandt und frei von starren Dogmen sein. Es geht um den Menschen in seiner Ganzheit.

Ich freue mich darauf, diese neuen Nuancen bald in meinen Kursen und Begleitungen mit euch zu teilen.

Wenn die Trauer eine Bühne bekommt    Gestern Abend ging im  hier in Freiberg die letzte Vorstellung von „Marianengraben...
29/05/2026

Wenn die Trauer eine Bühne bekommt

Gestern Abend ging im hier in Freiberg die letzte Vorstellung von „Marianengraben“ zu Ende. Ich bin heute noch ganz erfüllt und unendlich dankbar, dass dieses sensible und oft so verdrängte Thema auf diese Art und Weise Raum bekommen hat.

Auf der Bühne begegnen sich zwei Menschen im tiefsten Schmerz: Paula, die ihren kleinen Bruder verloren hat, und Helmut, der um seine Frau trauert. Gefangen in ihrer Trauer brechen die beiden zu einem ungeplanten, fast absurd-berührenden Roadtrip auf. Eine Reise, die zeigt, dass man selbst im größten Verlust wieder Licht, Leben und Verbindung finden kann.

Es erfordert Mut und viel Fingerspitzengefühl zu zeigen, dass Trauer eben kein starres Verharren sein muss, sondern ein unvorhersehbarer, chaotischer und manchmal eben auch zutiefst lebendiger Weg ist.

Genau dieses facettenreiche Bild von Trauer ist es, was mir auch in meiner täglichen Arbeit so sehr am Herzen liegt: Trauer darf alle Farben haben. Sie darf leise sein, aber sie darf auch laut sein, wütend, suchend und voller Leben.

Ein großes Danke an das gesamte Ensemble für diese kraftvollen Bilder, die noch lange in mir nachwirken werden. Solche Kulturarbeit ist unendlich wertvoll für uns alle hier.

Wenn auch du gerade auf deinem ganz eigenen, chaotischen Trauerweg bist und dir jemanden wünschst, der diesen Raum mit dir hält, in deiner Zeit: Ich bin da. Auf meiner Website www.begleitung-sinnlicht.de findest du alle Infos zu meiner Arbeit. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.

Trauer ist nicht nur still.Sie kann laut sein.Wütend.Ängstlich.Verzweifelt.Auch Freude kann sein und ist ein Teil davon....
15/03/2026

Trauer ist nicht nur still.
Sie kann laut sein.
Wütend.
Ängstlich.
Verzweifelt.

Auch Freude kann sein und ist ein Teil davon.

Alles davon gehört dazu.

Du musst dich nicht auf eine „angemessene“ Form begrenzen.

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Freiberg
09599

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