05/09/2026
🌿 ADHS, Medikamente und die große Scheinheiligkeit 🌿
Wer ADHS hat, kennt das Dilemma.
Stimulanzien wie M**hylphenidat oder Amphetamine werden fast selbstverständlich verschrieben.
Cannabispräparate dagegen gelten bis heute als Tabu.
Doch warum ist es für Ärztinnen und Ärzte völlig normal, Kinder über Jahre hinweg auf „Speed“ zu setzen – während THC oder CBD trotz teils milderem Nebenwirkungsprofil verteufelt bleiben?
🔥 Schauen wir genauer hin.
💊 Stimulanzien (M**hylphenidat, Amphetamin)
Sie wirken bei vielen Kindern zuverlässig. Konzentration steigt, Impulsivität sinkt.
Aber: Je länger die Einnahme, desto höher die Risiken.
Appetitverlust und Schlafstörungen gehören fast zum Alltag.
Nicht selten entwickeln Kinder Essstörungen oder Magersucht.
Auch Tics und nervöse Bewegungen sind dokumentierte Nebenwirkungen.
Dazu kommen depressive Verstimmungen, Gereiztheit und sozialer Rückzug.
Langfristig sind sogar sexuelle Funktionsstörungen und Libidoverlust beschrieben.
Und obwohl es oft heruntergespielt wird: das Abhängigkeitspotenzial existiert.
Der Körper gewöhnt sich, Dosierungen müssen gesteigert werden.
Das alles bei einer Substanz, die chemisch eng verwandt ist mit
Crystal M**h.
🌱 Cannabispräparate (THC/CBD)
Hier fehlt es an groß angelegten Studien, gerade bei Kindern.
Aber die bekannten Nebenwirkungen sehen anders aus.
Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder kurzfristige Angstgefühle können auftreten.
THC birgt bei Jugendlichen ein Risiko für Psychosen und kognitive Einbußen.
CBD dagegen wirkt dämpfend, kann Ängste reduzieren und macht nicht abhängig.
Wichtig: Ein „High“ ist nicht ausgeschlossen – aber genau das passiert auch bei der Einstellung mit Stimulanzien, wenn Dosierungen nicht passen.
Das Problem ist also nicht, dass Kinder „high“ sein könnten.
Das Problem ist, dass wir bei Cannabis sofort von „Droge“ sprechen, während wir bei Speed von „Medikament“ reden.
⚖️ Doppelmoral
Gesellschaftlich akzeptiert ist die Dauertherapie mit Amphetaminen, obwohl Nebenwirkungen schwer und langfristig sein können.
Gesellschaftlich abgelehnt ist Cannabis, obwohl einzelne Komponenten wie CBD ein günstigeres Risiko-Nutzen-Verhältnis haben könnten.
Eltern werden oft nicht ehrlich aufgeklärt, welche Belastungen Stimulanzien nach Jahren auslösen können.
💡 Fazit
Natürlich helfen Stimulanzien vielen Kindern mit ADHS.
Aber sie sind kein harmloses Wundermittel.
Wer die Nebenwirkungen kleinredet, handelt unverantwortlich.
Es ist höchste Zeit, dass Ärzte offener über Langzeitrisiken sprechen – und dass alternative Therapien wie Cannabis endlich ohne ideologische Scheuklappen erforscht und bewertet werden.
👉 Frage an euch:
Warum akzeptieren wir als Gesellschaft eher „Speed“ für Kinder als den möglichen Einsatz von Cannabinoiden?