08/07/2026
Und wieder liegen sieben Tage Rufbereitschaft hinter uns. Wir hatten zwei Einsätze. Bei beiden Einsätzen haben wir die Polizei bei der Überbringung einer Todesnachricht begleitet und unterstützt. Unsere Kollegin Steffi hat mir dazu ihre Gedanken geschickt, die sie gerne mit euch teilen möchte:
Heute Nacht waren wir gemeinsam mit der Polizei im Einsatz, um eine Todesnachricht zu überbringen.
Es gibt Momente, in denen die Zeit für einen Menschen einfach stehen bleibt.
Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr, wie es vorher war. Das Gefühl, als würde ein riesiger Fels auf den Schultern liegen. Die Gedanken funktionieren nicht mehr. Das Leben, wie man es kannte, ist vorbei.
Und gleichzeitig dreht sich die Welt weiter.
Autos fahren vorbei. Menschen stehen auf, trinken ihren Kaffee, gehen zur Arbeit. Für Millionen Menschen ist es ein ganz normaler Tag.
Für die Betroffenen nicht.
Jetzt sitze ich im Kino. Auch hier läuft das Leben ganz normal weiter. Das fühlt sich nach so einer Nacht manchmal seltsam an.
Was mir solche Einsätze immer wieder zeigen: Egal, wie aussichtslos sich ein Moment anfühlt – das Leben bleibt nicht stehen. Der Schmerz wird nicht einfach verschwinden. Aber Schritt für Schritt entsteht irgendwann ein Weg, auf dem man wieder weitergehen kann. Nicht zurück ins alte Leben, sondern hinein in ein neues.
Herzlichen Dank für deine Worte liebe Steffi ♥️