12/10/2026
Mein erstes Schweige-Retreat verlief alles andere als „reibungslos“.🌿
In der ersten Nacht habe ich kaum geschlafen und mich gefragt, ob ich das wirklich schaffe. Und obwohl ich schon nach den ersten Tagen gespürt habe, wie wertvoll diese Erfahrung für mich sei, gab es auch einen Moment, an dem es mir zu viel wurde.
Am dritten Tag habe ich das Schweigen kurzzeitig gebrochen und das Gespräch mit einem Mitarbeiter der Unterkunft gesucht. Obwohl es während des Retreats auch Einzel- und Gruppengespräche mit den Leitenden gab, brauchte ich in diesem Moment zusätzliche Unterstützung. Ich habe mir zudem erlaubt, etwas zu lesen.
Und vielleicht war genau das eine meiner wichtigen Erfahrungen: Es ging nicht darum, etwas perfekt durchzuziehen.
Es ging darum, wahrzunehmen, was gerade da ist. Meine eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Und danach wieder zurückzukehren.
Was mich an diesen Tagen besonders berührt hat, war, wie sich meine Wahrnehmung verändert hat: Die Farben der Natur wurden intensiver, Essen schmeckte plötzlich intensiv lecker und kleine Begegnungen und Entdeckungen bekamen eine Bedeutung, die im Alltag so leicht untergehen.
Und ich habe noch einmal auf einer ganz anderen Ebene verstanden, wie sehr unsere Gedanken, Bewertungen und Erwartungen unseren Blick auf die Welt prägen.
Die Suche nach dem Glück kann uns blind machen für das Glück, das längst da ist. Und unsere Gedanken und Bewertungen für das, was uns miteinander verbindet. 🤍
Mittlerweile war ich auf meinem zweiten Schweige-Retreat – und es wird höchstwahrscheinlich nicht mein letztes gewesen sein.;)
Könntest du dir vorstellen, mehrere Tage zu schweigen? Oder eher ne Horrorvorstellung? 😄
durchdieblumemitdir