06/06/2026
Vor vielen Jahren, mit Anfang 20, durfte ich eines der eindrucksvollsten Taucherlebnisse meines Lebens machen.
In der Bucht von Coron auf den Philippinen tauchte ich zu den Wracks der japanischen Schiffe Okikawa Maru, Kogyo Maru und der Akitsushima.
Damals faszinierte mich vor allem die Schönheit dieser Unterwasserwelt. Heute sehe ich diese Erfahrung noch einmal mit anderen Augen.
Diese Schiffe sind nicht nur spektakuläre Tauchplätze. Sie sind Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Orte, an denen Geschichte sichtbar und spürbar wird. Wo Natur und Vergangenheit auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen.
Zwischen Korallen, Fischschwärmen und lichtdurchfluteten Laderäumen wurde mir bewusst, wie vergänglich menschliche Konflikte sind und wie beeindruckend die Fähigkeit der Natur ist, selbst aus den Narben der Geschichte neues Leben entstehen zu lassen.
Reisen und Tauchen haben mir immer wieder gezeigt, dass Lernen nicht nur in Hörsälen, Büchern oder Konferenzen stattfindet. Manchmal findet es 30 Meter unter der Wasseroberfläche statt.
Welche Reise oder welcher Ort hat Ihre Sicht auf die Welt nachhaltig verändert?