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kinderleibundseele Ich bin Kinderärztin und Kinderpsychotherapeutin i.A. Mit Wissen, Ruhe und Selbstbewusstsein durch den wirbeligen Mama Alltag!

Ich möchte euch alle Themen rund um Kindergesundheit, Kindererziehung, Schwangerschaft und Kinderpsychologie näher bringen.

Muttermale bei Kindern – wann besteht wirklich ein Risiko?Kaum ein Thema sorgt bei Eltern für so viel Unsicherheit wie n...
04/08/2026

Muttermale bei Kindern – wann besteht wirklich ein Risiko?

Kaum ein Thema sorgt bei Eltern für so viel Unsicherheit wie neue Muttermale. Dabei ist die gute Nachricht: Die überwiegende Mehrzahl der Muttermale, die sich im Kindesalter neu entwickelt, ist gutartig.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen angeborenen (kongenitalen) und erworbenen (melanozytären) Nävi.

Während neu entstandene Muttermale bei Kindern in aller Regel Teil der normalen Hautentwicklung sind, tragen vor allem größere angeborene melanozytäre Nävi ein – insgesamt zwar geringes, aber messbares – Risiko, im Laufe des Lebens ein Melanom zu entwickeln. Dieses Risiko steigt vor allem mit der Größe des angeborenen Nävus. Kleine und mittelgroße kongenitale Nävi weisen hingegen nur ein sehr geringes Risiko auf.

Erworbene Muttermale, die sich im Kindes- und Jugendalter neu bilden, gehören dagegen meist zur normalen Entwicklung. Kinder entwickeln mit zunehmendem Alter ganz natürlich weitere Nävi – beeinflusst unter anderem durch genetische Faktoren und UV-Exposition. Das ist also ist kein Grund zur Sorge. Auch nicht an Kopfhaut, Händen oder Füßen .

War dir das klar ?

Kinder haben keine Lobby. Und genau deshalb sprechen wir zu wenig über das, was gerade mit der Kindermedizin passiert.Al...
30/07/2026

Kinder haben keine Lobby. Und genau deshalb sprechen wir zu wenig über das, was gerade mit der Kindermedizin passiert.

Als Kinderärztin erlebe ich jeden Tag Kolleginnen und Kollegen, die Außergewöhnliches leisten. Deshalb richtet sich dieser Beitrag ausdrücklich nicht gegen die Menschen, die Kinder versorgen – sondern gegen die Strukturen, unter denen sie arbeiten müssen.

Wie konnte es so weit kommen?

Über viele Jahre wurde unser Gesundheitssystem immer stärker nach wirtschaftlichen Kriterien organisiert. Krankenhäuser wurden über Fallpauschalen finanziert, ambulante Leistungen budgetiert und gleichzeitig erwartet, dass Kliniken und Praxen wirtschaftlich arbeiten.

Das Problem: Kindermedizin funktioniert nicht wie Erwachsenenmedizin.

Kinder brauchen mehr Zeit.
Kinder brauchen speziell ausgebildete Teams.
Kinder brauchen Strukturen, die rund um die Uhr vorgehalten werden müssen – auch wenn gerade kein Bett belegt ist.

Genau diese Vorhaltekosten wurden lange Zeit nicht ausreichend abgebildet. Viele Kinderkliniken und spezialisierte Abteilungen arbeiteten deshalb über Jahre mit Defiziten. Gleichzeitig gingen viele Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand, während zu wenig Nachwuchs nachkam. Spezialisierte Bereiche wie Kinder- und Jugendpsychiatrie, Sozialpädiatrie oder Kinderchirurgie wurden dadurch immer schwerer verfügbar.

Die Folge spüren heute Familien:
• längere Wartezeiten
• weitere Anfahrtswege
• überfüllte Notaufnahmen
• monatelanges Warten auf spezialisierte Hilfe

Und das trifft ausgerechnet die Patientengruppe, die am wenigsten für sich selbst sprechen kann.

Deshalb ist dieser Beitrag kein Appell gegen Ärztinnen und Ärzte.
Er ist ein Appell für eine bessere Kindermedizin.

Denn wenn wir die Versorgung von Kindern weiter ausdünnen, zahlen am Ende nicht die Kliniken den Preis – sondern unsere Kinder.

💬 Mich interessiert eure Erfahrung:
Habt ihr schon einmal lange auf einen Facharzttermin, einen Therapieplatz oder eine spezialisierte Behandlung für euer Kind warten müssen?

Ich kann die Mental-Load-Diskussion zu 100 % nachvollziehen.Mit drei Kindern, Familie und Beruf gibt es Tage, an denen m...
29/07/2026

Ich kann die Mental-Load-Diskussion zu 100 % nachvollziehen.

Mit drei Kindern, Familie und Beruf gibt es Tage, an denen mein Kopf einfach voll ist. Termine, Wäsche, Brotdosen, berufliche Weiterbildung, Nachrichten beantworten, Einkäufe – und zwischendurch möchte auch noch jemand wissen, wo die Lieblingssocken sind.

Aber ich merke auch: Ich würde vieles davon gar nicht missen wollen.

Ich liebe es, mich fachlich weiterzuentwickeln. Ich liebe meinen Beruf. Und ich liebe es, nach Hause zu kommen und Mama zu sein.

Ja, manchmal ist es ganz schön viel. Aber gleichzeitig macht genau diese Mischung mein Leben so unglaublich bunt und erfüllend.

Die STIKO gibt Empfehlungen für die gesamte Bevölkerung. Als Ärztin bespreche ich mit Eltern aber oft auch individuelle ...
22/07/2026

Die STIKO gibt Empfehlungen für die gesamte Bevölkerung. Als Ärztin bespreche ich mit Eltern aber oft auch individuelle Entscheidungen.

Für mein eigenes Baby habe ich mich heute für die ACWY-Impfung entschieden. Nicht, weil ich denke, dass sie jedes Kind braucht. Sondern weil ich nach meiner persönlichen Nutzen-Risiko-Abwägung den zusätzlichen Schutz wollte.

Mich würde interessieren: Wusstet ihr, dass die ACWY-Impfung bereits ab sechs Wochen zugelassen ist, obwohl sie nicht zur Standardimpfung im Säuglingsalter gehört?

In den vergangenen Wochen habe ich in einer dermatologischen Praxis hospitiert. Dabei ist mir etwas bewusst geworden, da...
14/07/2026

In den vergangenen Wochen habe ich in einer dermatologischen Praxis hospitiert. Dabei ist mir etwas bewusst geworden, das mich ehrlich erschüttert hat.

Natürlich warten auch Erwachsene oft monatelang auf einen Hautarzttermin. Das ist ein bekanntes Problem unseres Gesundheitssystems. Besonders bedrückend wird es aber, wenn Kinder betroffen sind – und zwar von Erkrankungen, die mit einem hohen Leidensdruck einhergehen oder bei denen eine frühe, konsequente Behandlung entscheidend ist.

Ich habe Kinder gesehen, die seit Monaten unter einer ausgeprägten Neurodermitis leiden. Kinder, die nachts kaum schlafen, sich blutig kratzen und deren gesamte Familie unter der Erkrankung leidet. Und Jugendliche mit Akne, deren Entzündungen längst so ausgeprägt sind, dass erste Narben entstehen – Narben, die sich später oft nicht mehr rückgängig machen lassen.

Was mich dabei besonders bewegt hat: Der Leidensdruck von Kindern bekommt oft nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient. Kinder können häufig nicht selbst formulieren, wie sehr sie unter Juckreiz, Schmerzen oder dem Blick in den Spiegel leiden. Sie halten vieles aus. Eltern kämpfen sich durch Cremes, Salben und lange Wartelisten – während die Erkrankung weiter fortschreitet.

Mir war vorher nicht bewusst, wie groß diese Versorgungslücke ist. Zwischen der ersten Behandlung und einer spezialisierten dermatologischen Versorgung vergehen häufig Monate. Gerade bei Erkrankungen wie Neurodermitis oder Akne kann diese Zeit entscheidend sein.

Dabei gibt es heute sehr wirksame Therapien. Entscheidend ist, dass sie rechtzeitig erkannt, konsequent eingesetzt und – wenn nötig – früh genug angepasst werden. Kein Kind sollte unnötig unter einer behandelbaren Hauterkrankung leiden oder vermeidbare Narben davontragen, nur weil der Weg zur passenden Behandlung zu lange dauert.

Ich wünsche mir, dass wir dem Leidensdruck von Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn Hauterkrankungen sind nicht nur ein kosmetisches Problem – sie beeinflussen Schlaf, Lebensqualität, Selbstwertgefühl und das gesamte Familienleben. Und genau deshalb verdienen sie unsere volle Aufmerksamkeit.

Mallorca dump. Das Leben ist schön
12/07/2026

Mallorca dump. Das Leben ist schön

Die sogenannte Cortisonphobie – also die Angst vor kortisonhaltigen Cremes – gehört zu den häufigsten Gründen, warum Neu...
08/07/2026

Die sogenannte Cortisonphobie – also die Angst vor kortisonhaltigen Cremes – gehört zu den häufigsten Gründen, warum Neurodermitis bei Kindern nicht ausreichend behandelt wird. Dabei zeigt die wissenschaftliche Evidenz seit Jahren ein anderes Bild.

Viele Sorgen stammen aus einer Zeit, in der Kortisonpräparate anders eingesetzt wurden: häufig in höheren Wirkstärken, über längere Zeiträume und ohne die heutigen Behandlungskonzepte. Moderne topische Kortikosteroide werden dagegen individuell nach Alter, Körperregion und Schweregrad ausgewählt und nur so lange angewendet, wie sie benötigt werden.

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass Cortisoncremes in relevanter Menge in den Körper gelangen. Tatsächlich ist die systemische Aufnahme bei leitliniengerechter Anwendung in der Regel sehr gering. Studien konnten zeigen, dass dabei keine klinisch relevanten Auswirkungen auf Wachstum oder die körpereigene Cortisolproduktion zu erwarten sind. Deshalb empfehlen nationale und internationale Leitlinien topische Kortikosteroide weiterhin als Therapie der ersten Wahl bei akuten Neurodermitisschüben.

Oft wird dabei vergessen, dass nicht die Behandlung, sondern die unbehandelte Entzündung das eigentliche Risiko darstellt. Ein aktives Ekzem bedeutet eine dauerhaft gestörte Hautbarriere. Allergene und Krankheitserreger können leichter eindringen, Kinder leiden unter Juckreiz, Schlafstörungen und wiederkehrenden Infektionen. Zudem gibt es Hinweise, dass eine anhaltende Hautentzündung die Entwicklung des sogenannten atopischen Marsches – also von Nahrungsmittelallergien, Asthma und Heuschnupfen – begünstigen kann.

Natürlich sollten Cortisoncremes nicht leichtfertig eingesetzt werden. Aber richtig angewendet gehören sie zu den am besten untersuchten und sichersten Medikamenten der Kinderdermatologie. Evidenzbasierte Medizin bedeutet, Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen – und bei einer aktiven Neurodermitis spricht diese Abwägung in den allermeisten Fällen für eine konsequente Behandlung.

Nicht die Cortisoncreme ist der Feind. Der Feind ist die chronische Entzündung.

You do you. 🤍Egal, wie du dich als Mutter entscheidest – irgendjemand wird dir erklären, warum es falsch ist.Du bleibst ...
03/07/2026

You do you. 🤍

Egal, wie du dich als Mutter entscheidest – irgendjemand wird dir erklären, warum es falsch ist.

Du bleibst mehrere Jahre zu Hause? Dann heißt es, du würdest dein Potenzial verschenken.

Du gehst wieder arbeiten? Dann wirst du gefragt, wie du dein Kind so früh „abgeben“ kannst.

Du nimmst Unterstützung an? Dann kümmerst du dich angeblich nicht genug selbst.

Als Kinderärztin und dreifache Mama sehe ich jeden Tag, wie unterschiedlich Familien sind. Und genau deshalb glaube ich nicht an den einen richtigen Weg.

Manche Mütter möchten viele Jahre zu Hause bleiben und sich ganz ihrer Familie widmen. Das verdient genauso viel Respekt wie die Entscheidung, wieder in den Beruf zurückzukehren. Beides ist Arbeit. Beides kann Kindern ein liebevolles Zuhause schenken.

Was mich beschäftigt, ist das ständige Bewerten von Müttern. Gerade auf Instagram schreiben Menschen oft Dinge, die sie einer Mutter wahrscheinlich nie ins Gesicht sagen würden. Und genau daran merkt man, wie tief manche Rollenbilder noch verankert sind.

Ich glaube nicht, dass Mütter „alles gleichzeitig haben“ müssen – das schafft niemand. Aber ich glaube, jede Familie darf ihren eigenen Weg finden. Einen Weg, auf dem Familie, Beruf, Partnerschaft und auch die eigenen Bedürfnisse ihren Platz haben dürfen.

Deshalb wünsche ich mir vor allem eins: weniger Urteile und mehr Vertrauen. Denn die allermeisten Eltern treffen ihre Entscheidungen nicht leichtfertig, sondern aus Liebe zu ihren Kindern.

You do you. Und lass andere ihren Weg gehen. 🤍

Seit sechs Monaten sind wir jetzt zu fünft. ❤️Vor der Entscheidung für ein drittes Kind haben wir viele Sätze gehört: „Ü...
02/07/2026

Seit sechs Monaten sind wir jetzt zu fünft. ❤️

Vor der Entscheidung für ein drittes Kind haben wir viele Sätze gehört: „Überlegt euch das gut.“ „Drei Kinder sind nochmal eine ganz andere Nummer.“ „Dann seid ihr in der Unterzahl.“

Natürlich ist unser Alltag voller Leben. Es ist lauter, chaotischer und manchmal auch anstrengend. Aber gleichzeitig ist etwas Wunderschönes passiert: Dieses kleine Mädchen ist nicht nur mein Baby geworden – sie ist unser Familienbaby.

Jeder sucht morgens als Erstes nach ihr, jeder möchte sie auf dem Arm haben, jeder bringt sie zum Lachen. Es fühlt sich an, als hätte sie schon immer zu uns gehört.

Heute können wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Im Gegenteil – sie hat unsere Familie auf eine Weise komplett gemacht, die sich kaum in Worte fassen lässt. Ein drittes Kind war für uns eine der schönsten Entscheidungen unseres Lebens. ❤️

10 Dinge, die mich auch nach Jahren als Kinderärztin noch überraschen – heute teile ich nur die ersten fünf mit euch 💛1....
26/06/2026

10 Dinge, die mich auch nach Jahren als Kinderärztin noch überraschen – heute teile ich nur die ersten fünf mit euch 💛

1. Ein Kind, das selten krank ist, ist nicht automatisch das gesündeste – Infekte gehören zur normalen Entwicklung dazu.
2. Entwicklung verläuft nicht geradlinig – viele Unterschiede gleichen sich ganz von selbst aus.
3. Ich schaue oft genauer beim stillen Kind hin – Rückzug kann genauso wichtig sein wie auffälliges Verhalten.
4. Kinder essen langfristig meist ausgewogener, als wir denken – einzelne Tage sagen wenig aus.
5. Angst vor dem Kinderarzt ist völlig normal – wichtig ist, dass sich Kinder trotzdem sicher fühlen dürfen.

Manchmal hilft es, einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze zu sehen ✨

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