26/04/2026
Es ist Sonntag…
und irgendwie fühlt es sich oft trotzdem nicht wirklich nach Ruhe an.
Eigentlich wolltest du heute einfach nur eine Pause…
und vielleicht hast du sogar kurz daran geglaubt, dass es heute anders wird. Ein bisschen ruhiger, ein bisschen weniger Druck.
Doch die Realität sieht oft anders aus, denn Muttersein interessiert es herzlich wenig, ob Sonntag ist.
Vielleicht kennst du das…
Du wachst auf und bist müde. Nicht dieses „ich hab schlecht geschlafen“-müde – wobei das mit Teenie im Haus ja auch gern mal dazukommt, wenn nachts wieder Leben statt Schlaf stattfindet und du wach liegst und dich fragst, ob alles in Ordnung ist.
Ich meine diese andere Müdigkeit.
Die, die tiefer sitzt und nicht einfach verschwindet, nur weil du ein paar Stunden geschlafen hast.
Weil sie aus all dem entsteht, was du jeden Tag trägst.
Du bist da für deine Kinder, fängst ihre Stimmungen auf, versuchst geduldig zu bleiben, auch wenn dir selbst längst die Kraft fehlt.
Und während du das alles hältst, läuft dein Kopf parallel weiter – Termine, Einkäufe, Gespräche, alles, was organisiert werden muss.
Du hältst so vieles zusammen, oft gleichzeitig, meist ohne Pause.
Und irgendwo dazwischen funktionierst du auch noch auf der Arbeit.
Du gibst so viel – und oft sieht es niemand.
Manchmal, wenn du ehrlich bist, siehst du es selbst nicht mehr, weil es so normal geworden ist.
Immer häufiger kommen diese leisen Momente, in denen du plötzlich spürst: Ich kann gerade nicht mehr.
Aber fast im gleichen Augenblick schiebst du genau dieses Gefühl wieder weg, weil da sofort diese Stimme anspringt:
„Reiß dich zusammen.“
„Andere schaffen das doch auch.“
„Es ist doch nur ein Tag.“
Jetzt ist Sonntag… und trotzdem hört es nicht auf.
Also läufst du weiter. Du machst weiter, wie so oft, und während du funktionierst, merkst du vielleicht gar nicht mehr, wie weit du dich selbst dabei nach hinten geschoben hast.
Für alle da – nur für dich selbst schon lange nicht mehr.
Und vielleicht kennst du genau diesen Gedanken, auch wenn du ihn selten aussprichst:
„So habe ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.“
Und direkt danach kommt das schlechte Gewissen, weil du deine Kinder liebst, weil du das alles wolltest, weil du weißt, dass sie dich brauchen.
Ja. Tust du.
Und trotzdem darf es sich manchmal einfach zu viel anfühlen.
Weil dieses Mama-Leben sich phasenweise wirklich wie ein Hamsterrad anfühlt, das einfach nicht langsamer wird – egal, wie sehr du dich anstrengst.
Und vielleicht liegt genau da ein wichtiger Punkt.
Nicht noch mehr schaffen.
Nicht noch mehr optimieren.
Sondern einmal kurz stehen bleiben und ehrlich hinschauen:
Du bist erschöpft.
Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist eher ein ehrliches Zeichen dafür, wie viel du jeden Tag gibst.
Du musst heute nicht alles schaffen!!!
💜Die Kunst ist es, Dinge manchmal bewusst liegen zu lassen, um sich selbst kleine Momente zu schenken:
Ein Kaffee, den du wirklich trinkst, statt ihn nebenbei kalt werden zu lassen.
Füße hoch, auch wenn noch etwas liegen bleibt.
Die Sonne im Gesicht, für ein paar Minuten.
Oder ein kurzer Spaziergang, bei dem nicht alles im Kopf gleichzeitig läuft.
Vielleicht sogar ein Buch – und wenn es am Anfang nur ein paar Seiten sind.
Denn der Wäscheberg…
der läuft dir sowieso nicht weg😆
Wann hast du dir zuletzt erlaubt, es einfach mal gut sein zu lassen…
auch wenn noch nicht alles erledigt ist?