17/06/2026
Dass die Geschäftsführer aller großen Dortmunder Krankenhausträger mit einer Stimme sprechen und den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Jens Peick sowie die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau zu einem Gespräch einluden, ist als ein deutliches und dringliches Signal an die Politik zu werten: Die geplanten Sparmaßnahmen im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungskurses bedrohen die wirtschaftliche Grundlage der Krankenhäuser und gefährden damit die Umsetzung der Krankenhausreform sowie die Versorgung der Menschen in der Region.
Auf Einladung der Kath. St. Paulus Gesellschaft, des Klinikums Dortmund und der Knappschaft Kliniken Dortmund trafen sich die Krankenhausgeschäftsführer im St. Johannes Hospital Dortmund, um die dramatischen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen zu diskutieren. An dem Gespräch nahmen Henning Eichhorst, CEO der Kath. St. Paulus Gesellschaft, Christoph Rzisnik, CFO der Kath. St. Paulus Gesellschaft, Peter Hutmacher, Geschäftsführer Klinikum Dortmund, Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Klinikum Dortmund und Michael Kötzing, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Klinikum Dortmund sowie Matthias Suelmann, Kaufmännischer Direktor Knappschaft Kliniken Dortmund teil.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen nur im engen Austausch zwischen Politik und Gesundheitswesen bewältigt werden können, denn die konkreten Ausmaße für die Krankenhäuser, deren Mitarbeitende und letztendlich die Bevölkerung scheinen in der letzten Konsequenz nicht bewusst zu sein. Die Dortmunder Krankenhäuser appellierten daher an die Bundespolitik, auf weitere Belastungen zulasten der stationären Versorgung zu verzichten: Die Krankenhäuser brauchen jetzt Entlastung statt weiterer Einschnitte. Die Tarifrefinanzierung und eine Entbürokratisierung sind klare Forderungen. Ein weiterer Aufbau von administrativen Mitarbeitenden, die beispielsweise unsinnige Datenmeldungen vornehmen, muss ebenfalls dringend verhindert werden. Nur wirtschaftlich stabile Kliniken können die Versorgung von morgen nachhaltig sichern. Dieses Fazit zog sich als gemeinsamer Tenor durch die Diskussion.