Praxis für Ganzheitliche Medizin und Palliativmedizin

Praxis für Ganzheitliche Medizin und Palliativmedizin kassenärztliche Praxis für Psychosomatische Medizin und Palliativmedizin; Naturheilkunde; Akupunktur;
zertifizierte Ethikberaterin im Gesundheitswesen

24/08/2026
09/08/2026
Habe Mut Dich mit Deinem Verlust und Deiner Trauer auseinander zu setzen🦋
07/08/2026

Habe Mut Dich mit Deinem Verlust und Deiner Trauer auseinander zu setzen🦋

What is pancake grief? Let me explain…

When my brother died, the grief was so deep it brought every other loss to the surface. It felt like he was the top pancake added to an already tall stack, fragile, heavy, and ready to fall. Grief already feels that way, but pancake grief is messy!

I look at it like this, when we are young, our first experience with death places the first pancake on the plate. We see it. We know it’s there. Maybe we even talk about it, briefly, and then we tuck it away.

As life goes on the stack grows, because grief starts showing up in many different ways; relationships change, life changes, jobs change, and our pets and people we love die. And as we get older, the pancakes get heavier, not necessarily because the losses are bigger, but because we were never taught how to work through any of them. So we cover it with syrup, hoping that it looks or feels differently. So we don’t actually have to see it. Or feel it.

And then you have a loss (in this case it was my sister Laura), which is so big you cannot work through it, you cannot even look at it because it feels as though it has ripped you open, so you tuck it in further. You hide from it. Which is what I did.

And then someone else dies (my brother Ben), and the reality of all the loss you have experienced, and the grief you never really worked through, faces you, it looks you right in the eye and says, "do you see me now?" And your answer is, "yes, I see all of you." And you find yourself in such deep pain that you don't know what to do. But you know you need help.

Pancake Grief is something I made up because that is what it felt like for me, a stack of pancakes, piled one on top of the other, messy with syrup, sticky, and falling over.

When my brother died, I realized I had never truly worked through the death of my my parents, my sister, my sons father, dear friends, my dogs, or even the grief I had witnessed as a hospice nurse. It had all been quietly stacking.

We have to work through our grief.
We have to talk about it.
Feel it.
Sit with it.
Acknowledge it.

We shouldn’t have to feel like we have to “move on” from it. We won’t ever forget, and shouldn’t ever have to stop saying their names.

We can learn to face our grief and carry it differently. Healing means slowly lifting the pancakes from the bottom of the stack, gently and intentionally, one at a time, so it doesn’t all come crashing down at once.

If you are grieving multiple losses, please reach out for help. Many hospices offer free grief support to members of the community, whether they were using the hospice services or not. There are counselors, support groups, books, and hotlines. Grief doesn’t disappear, but it becomes a little easier to navigate when it is shared.

And if you know someone who is grieving, don’t let them do it alone. Give them space. Don’t smother. But don’t stop extending your hand.

xo,
Gabby

You can find this blog here:
https://www.thehospiceheart.net/post/pancake-grief

30/07/2026

Wenn Sprache Patienten Angst macht, dann haben wir ein Problem.

Gestern habe ich erneut erlebt, dass ein Patient unsere spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) zunächst abgelehnt hat – aus Angst, wir seien „Sterbebegleiter“.

Und ehrlich gesagt: Das beschäftigt mich inzwischen nicht mehr nur fachlich, sondern auch ethisch.

Palliativmedizin ist keine Sterbebegleitung.

Palliativmedizin bedeutet, Schmerzen zu lindern, Luftnot zu behandeln, Ängste zu nehmen, Angehörige zu unterstützen und Lebensqualität zu erhalten. Oft über Monate, manchmal über Jahre. Gestorben wird an einem einzigen Tag. An allen anderen Tagen geht es um Leben. Um Lebensqualität. Um Würde. Um Selbstbestimmung. Genau darum geht es in der Palliativmedizin.

Dennoch habe ich den Eindruck, dass der Begriff „Sterbebegleitung“ in den vergangenen Jahren wieder deutlich häufiger verwendet wird. Über die Beweggründe möchte ich nicht spekulieren. Ob es Tradition ist, Ausdruck einer bestimmten Haltung oder andere Gründe hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Mir geht es auch gar nicht um die Motivation einzelner Personen oder Institutionen.

Mir geht es ausschließlich um eine Frage:

Was macht diese Sprache mit unseren Patienten?

Denn genau daran sollten wir unser Handeln messen.

Ich erlebe immer wieder, dass Patienten aufgrund dieser Begrifflichkeit Angst entwickeln und eine palliativmedizinische Mitbetreuung zunächst ablehnen. Sie verbinden Begriffe wie „Sterbebegleitung“ oder „Hospiz“ mit dem unmittelbar bevorstehenden Tod. Sie denken: „Jetzt kommen die, weil ich sterben muss.“

Dabei ist genau das falsch.

Palliativmedizin beginnt nicht erst in den letzten Tagen des Lebens. Sie begleitet Menschen oft über einen langen Zeitraum mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, Angehörige zu entlasten und vor allem eines zu erhalten: Lebensqualität.

Ein weiteres Problem sehe ich in der öffentlichen Wahrnehmung.

Hospizbegleitung, Hospizarbeit, Palliativversorgung und Sterbebegleitung werden immer häufiger in einen Topf geworfen. Für viele Patienten ist kaum noch erkennbar, worin die Unterschiede bestehen. Wir werden regelmäßig gefragt, ob wir „zum Hospiz gehören“. Die Antwort lautet: Nein.

Ich bin Palliativmediziner. Ich arbeite in einer Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung. Das ist ein medizinisches Versorgungsangebot mit einem klar definierten ärztlichen und pflegerischen Auftrag. Wir diagnostizieren, behandeln, lindern Symptome, treffen medizinische Entscheidungen und übernehmen Verantwortung.

Hospizbegleitung ist etwas anderes. Sie ist eine unverzichtbare und wertvolle ehrenamtliche Begleitung schwer kranker Menschen. Aber sie ist keine Palliativmedizin. Beides ergänzt sich. Beides ist wichtig. Aber beides ist nicht dasselbe.

Gerade deshalb halte ich es für problematisch, wenn diese Bereiche sprachlich immer weiter miteinander verschmelzen. Denn der Patient kann diese Unterschiede nicht kennen. Er orientiert sich an den Begriffen, die wir verwenden. Und wenn diese Begriffe Angst auslösen, dann wird Sprache zu einem Versorgungsproblem.

Ich habe diese Problematik bereits mehrfach angesprochen und den Dialog gesucht. Bislang habe ich jedoch den Eindruck gewonnen, dass die Wirkung dieser Begrifflichkeiten auf Patienten nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dabei sollte sie eigentlich unser wichtigster Maßstab sein.

Denn Sprache ist kein Selbstzweck. Sprache muss den Menschen dienen. Sie darf niemals dazu führen, dass ein Patient notwendige Hilfe aus Angst ablehnt.

Vielleicht müssen wir deshalb den Mut haben, unbequeme Fragen zu stellen.

Nicht nur, ob ein Begriff historisch richtig ist.

Sondern ob er den Menschen heute noch hilft.

Und wenn er das nicht mehr tut, sollten wir bereit sein, ihn zu überdenken.

Oder müssen wir die Palliativmedizin künftig sprachlich noch klarer von der Hospizbegleitung abgrenzen, damit Patienten keine Angst mehr vor einer Versorgung haben, die eigentlich dazu da ist, ihr Leben lebenswerter zu machen?

Ich kenne die Antwort nicht.

Aber ich bin überzeugt, dass wir diese Diskussion führen müssen – offen, ehrlich und mit einem einzigen Maßstab:

Dient das, was wir tun und wie wir darüber sprechen, wirklich dem Patienten?

Danke fürs Lesen und Teilen.

Mit den besten Grüßen
Mario Steffens
Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer
Palliativnetz Lörrach gGmbH












̈rrach


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13/05/2026

📢 Weit mehr als 600.000 Betroffene und trotzdem eine katastrophale Versorgung – das ist Realität für Menschen, die an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) leiden. 😢🩺

👉 ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die dazu führt, dass bei Betroffenen schon leichte körperliche oder geistige Anstrengungen zu einer massiven und langanhaltenden Verschlechterung der Gesundheit führen. 😲 Oft können sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen und müssen in abgedunkelten Räumen liegen. 🛌

😡 Und trotzdem wird an vielen Stellen die notwendige Unterstützung verwehrt!

🏥 Es gibt zwar spezialisierte Ambulanzen – zum Beispiel an der Medizinischen Hochschule in Hannover oder an der Uniklinik in Göttingen –, die sind aber hoffnungslos überlaufen.

👩‍⚕️ Außerdem kennen sich viele Ärzte*Ärztinnen und Behörden mit der Erkrankung überhaupt nicht aus, was dazu führt, dass Symptome nicht ernstgenommen und Leistungen wie eine Erwerbsminderungsrente oder ein Pflegegrad abgelehnt werden. ❌

📢 Das muss sich ändern! Zum heutigen „Internationalen ME/CFS-Tag“ fordern wir deshalb

📌mehr Geld für die weitere Erforschung von ME/CFS
📌eine bessere Versorgungsstrategie
📌dass Ärzte*Ärztinnen stärker für die Krankheit sensibilisiert werden

👉 Betroffenen dürfen nicht noch länger unsichtbar bleiben!

🎧 Für mehr über ME/CFS hört auch gerne in unsere Podcast-Folge zum Thema rein, in der eine Erkrankte von ihrem Kampf um einen Grad der Behinderung erzählt: t.ly/bN4rx.

Deutsche Gesellschaft für ME/CFS MECFS Portal

📸 Sergej Preis und Deutsche Gesellschaft für ME/CFS

09/05/2026

Myositis: selten, komplex, oft spät erkannt
Nur etwa 3 von 100.000 Menschen sind betroffen – und doch stellt Myositis die Rheumatologie vor große Herausforderungen.

Dr. Dana Lemmer, Internistin und Rheumatologin am Immanuel Krankenhaus Berlin erklärt:

„Die Erkrankung kann Muskeln, Lunge oder Haut betreffen und erfordert oft eine echte „Detektivarbeit“ in der Diagnostik.
Neue Ultraschallverfahren und moderne Immuntherapien verbessern die Behandlung – dennoch bleibt Myositis eine Erkrankung, die meist langfristig begleitet werden muss.“

👉 Mehr dazu im Interview mit Dr. Lemmer: https://berlin.immanuel.de/abteilungen/fachabteilungen/rheumatologie-und-klinische-immunologie/aktuelles/nachricht/myositis-seltene-erkrankung-im-fokus-der-rheumatologie/

Adresse

Eutiner Str. 37a
Schönwalde Am Bungsberg
23744

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