16/03/2026
Was mache ich bei Stress?
Ich atme
Eine der einfachsten, durchzuführenden Pranayama-Übungen, die immer und überall möglich ist, ist die sogenannte 4-8-4 Atmung:
🌬️auf 4x einatmen
🌬️auf 8x ausatmen
🌬️insgesamt 4 Runden
Warum ist diese Atemweise so effektiv?
Während wir atmen, bewegen sich unsere Lungen. Beim Einatmen können sich unsere Lungen etwas ausdehnen, da sich unser Zwerchfell nach unten bewegt. Unser Herzmuskel hat dadurch etwas mehr Volumen.
Beim Ausatmen werden die Lungen etwas kleiner, unser Zwerchfell zieht nach oben, und der Herzmuskel wird etwas kontrahiert.
In dem Moment, wo das Volumen des Herzmuskels sinkt, steigt die Blutflussgeschwindigkeit in unserem Herzmuskel.
Das wird von Neuronen in Echtzeit erkannt, und sie schicken ein Signal ans Gehirn. Unser Gehirn realisiert, dass die Blutflussgeschwindigkeit etwas zu hoch ist und reagiert sofort, in dem der Puls verlangsamt und das autonome Erregungslevel gesenkt wird.
D.h. Ausatmen führt immer zu einem Absenken des autonomen Erregungslevels.
Jedoch reicht natürlich nicht einmaliges Ein- und Ausatmen. Wenn wir jedoch betont länger und deutlich ausatmen, ist das ein sehr klares Signal zum Runterfahren.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass ein langes, ruhiges Atmen in Aufregung nicht möglich ist?
Übrigens: man hat herausgefunden, dass am Tag wiederholte (auch kleine) Atemübungen sich auf den ganzen Tag auswirken.
Was ist deine körperliche Strategie, um Stressmomente gut in den Griff zu bekommen?