19/08/2026
Q&A: Schienenwechsel & Taping 6 Tage nach funktionell-ästhetischer Nasenkorrektur 👃
ℹ️ Infos zur OP: Die Patientin wünschte sich eine angehobene, aber natürlich wirkende Nasenspitze – mit nur wenig Schwung und ohne einen „operierten“ Look.
Bei der OP wurde das Nasengerüst bei einer Höcker-Langnase reduziert, die hängende Nasenspitze verfeinert und angehoben. Zusätzlich erfolgte eine sog. prämaxilläre Augmentation mit körpereigenem Knorpel, um den Übergang zwischen Nase und Oberlippe und den oberen Anteil der Oberlippe neu zu formen.
Nun muss sich der Weichteilmantel schrittweise a die neue Nasenform anpassen, was nach einer Woche bereits in vollem Gange ist.
❓ Warum wird die Nase getaped?
Während der OP wird der Weichteilmantel vom Nasengerüst abgehoben. Das Tape übt anschließend einen sanften Druck aus, gibt der Haut Elastizität und kann insbesondere bei einem zu Schwellung neigenden Weichteilmantel den Heilungsverlauf positiv unterstützen.
❓ Wie lange wird getaped?
Routinemäßig innerhalb der ersten 10–14 Tage, häufig zusammen mit der äußeren Nasenschiene, die hier gewechselt wird. Je nach Hautbeschaffenheit und Heilungsverlauf kann anschließend ein verlängertes Taping sinnvoll sein – beispielsweise nachts oder beim Sport.
❓ Tut das Abziehen weh?
Normalerweise nicht. Leichtes Anfeuchten erleichtert das Ablösen und schont die Haut.
❓ Kann man selbst tapen?
In den ersten zwei Wochen wird der Verband von mir persönlich gewechselt. Bei Bedarf zeige ich anschließend das selbstständige Taping.
❓ Welche Technik wird verwendet?
Das Taping wird individuell an Nase, Haut und OP angepasst. Im Video sieht man eine Standardtechnik mit “dachziegelartig“ angeordneten Tapestreifen. Selten wird das noch durch zusätzliche Auflagen unterstützt, um punktuell mehr Druck auszuüben.
📌 Gerade bei einem eher schweren, schwellungsneigenden Weichteilmantel kann sich die endgültige Nasenform erst über mehrere Monate entwickeln. Das Taping ist dabei eine zusätzliche Maßnahme zur Unterstützung des Heilungsverlaufs.
Vielen Dank an