22/08/2026
Ich frage meine Kundinnen beim ersten Termin fast immer:
„Und was machst du beruflich?“
Nicht nur aus Neugier. 😉
Denn der Beruf verrät mir oft schon einiges darüber, wo ich beim Rücken ein bisschen genauer hinschauen sollte.
Wer viele Stunden am Schreibtisch sitzt, bringt häufig andere Verspannungsmuster mit als jemand, der den ganzen Tag steht, hebt, trägt oder sich ständig herunterbeugt – wie zum Beispiel Erzieherinnen, die einen beträchtlichen Teil ihres Arbeitstages irgendwo zwischen Kinderhöhe und Fußboden verbringen. 😄
Dann gibt es Menschen, die sehr viel Auto fahren. Und ja, bei mir lag auch schon eine Rettungswagenfahrerin auf der Massageliege. Wieder ein ganz anderer Arbeitsalltag, wieder andere Belastungen.
Jeder Alltag hinterlässt ein bisschen seine eigene Handschrift im Körper.
Und dann gibt es natürlich noch den Klassiker, der inzwischen fast alle Berufsgruppen verbindet:
📱 das Handy.
Kopf nach vorne, Schultern ein bisschen rund, Blick nach unten.
Wobei das gar keine so moderne Körperhaltung ist, wie man denken könnte. Menschen, die früher viele Stunden nähend, stickend oder mit anderer feiner Handarbeit verbracht haben, kannten ganz ähnliche Belastungen.
Der Unterschied ist eigentlich nur:
Heute tragen wir unsere „Handarbeit“ ständig in der Hosentasche mit uns herum. 😉
Deshalb interessiert mich bei einer Massage nicht nur, wo es gerade zieht oder spannt, sondern auch, wie dein ganz normaler Alltag aussieht.
Denn ein Rücken kommt schließlich nicht allein zur Massage.
Da hängt immer noch ein ganzer Mensch mit Alltag dran. 💜