13/06/2026
Es geht nie wirklich um die leere Klorolle.
Nie.
Es geht um das, was sie in diesem Moment berührt hat. Die alte Wunde, die plötzlich aufreisst. Das Gefühl, das sich schon viel länger angesammelt hat, als du zugeben möchtest.
Ich bin nicht wichtig.
Alle scheissen auf mich.
Egal was ich tue— es wird nie gut genug sein.
Ich bin die Einzige, die irgendetwas tut.
Diese Stimmen kommen nicht aus der Klorolle. Die kommen von viel weiter her.
Und genau da liegt der Unterschied:
Wenn wir anfangen, in Beziehungen über das zu reden, was wirklich passiert ist. Nicht über die Klorolle, sondern über die Angst dahinter, die Sorge, das Lebensgefühl. Dann wird plötzlich das gehört, worum es wirklich geht.
Dann wird gesehen, was du fühlst.
Dann verändern sich Gespräche und ihr findet wieder Verbindung.
Über eine Klorolle kann man sich übrigens immer noch ärgern. Das ist legitim. 😉
Aber wenn du lernst, deine Grenzen dort anzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden. Viel früher, viel echter. Dann arbeitest du dich nicht mehr müde daran, geliebt zu werden.
Sondern du sagst vorher: Nein. Danke.
Und dann ist noch Spielraum, wenn doch mal was passiert.
Was ärgert dich wirklich?
LIEBE
STREIT
BEZIEHUNG