07/08/2026
Warum ein Faultier in unserer Praxis sitzt 👀
In der psychoanalytischen Selbstpsychologie geht es im Kern um Empathie, Resonanz und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Für Kinder ist das oft leichter zu erleben als zu erzählen – deshalb hat bei mir ein kleines Faultier seinen festen Platz.
Die Handpuppe wird zum Selbstobjekt auf Zeit: Über sie können Kinder Gefühle zeigen, die noch keine Worte haben – Angst, Wut, Einsamkeit, Sehnsucht nach Nähe. Was das Kind der Puppe erzählt, erzählt es in Wahrheit sich selbst – und mir. Ich kann spiegeln, mitfühlen, Verständnis zeigen, ohne dass es sich bedrohlich anfühlt.
Und dass es gerade ein Faultier ist, passt gut: Es steht für Langsamkeit, für das Recht, sich Zeit zu nehmen, nicht zu funktionieren, sondern einfach zu sein. Genau das, was viele Kinder in der Therapie am meisten brauchen – einen Raum, in dem sie ankommen dürfen, ohne Druck.