11/06/2026
Rotes und Nahinfrarotes Licht sehen Àhnlich aus. Aber sie tun etwas fundamental anderes und der Grund liegt in der Physik.
Rotes Licht (630â660nm) dringt etwa 1â5mm in das Gewebe ein. Es wirkt primĂ€r auf Epidermis und oberflĂ€chliche Dermis, genau dort wo Fibroblasten sitzen, Kollagen gebildet wird und Hautzellregeneration stattfindet.
Nah-Infrarotes Licht (810â850nm) dringt tiefer ein. Es erreicht subkutanes Gewebe, Muskel, Gelenke und in manchen Anwendungen sogar Hirngewebe.
Der Unterschied entsteht, weil lÀngere WellenlÀngen weniger stark von Melanin, HÀmoglobin und Wasser im Gewebe absorbiert werden. Sie streuen weniger. Sie kommen weiter.
Cytochrom-c-Oxidase - das Enzym das die Lichtenergie in ATP umwandelt - ist in jedem Gewebe vorhanden. Die Tiefe der WellenlÀnge entscheidet also nicht ob eine Reaktion ausgelöst wird, sondern wo im Körper.
Das ist der Grund warum Protokollwahl wichtiger ist als GerÀtekauf.