Marc Pichler - Praxis für psychosoziale Beratung

Marc Pichler - Praxis für psychosoziale Beratung Finden wir zu uns selbst und unseren wahren Gefühlen, geschieht Veränderung

Gefühle regulieren bedeutet nicht, sie einfach wegzudrücken. Es gehört dazu, Gefühle wahrzunehmen, sie wirklich zu fühle...
17/07/2026

Gefühle regulieren bedeutet nicht, sie einfach wegzudrücken. Es gehört dazu, Gefühle wahrzunehmen, sie wirklich zu fühlen und benennen zu können.

Manchmal hilft es auch zu verstehen, woher ein Gefühl kommt und worauf es hinweisen möchte. Genauso wichtig ist aber die andere Seite: Einen emotionalen Zustand wieder unterbrechen oder beenden zu können.

Ein Spaziergang, Musik, Bewegung, ein Gespräch, bewusstes Atmen oder eine hilfreiche Ablenkung können dabei unterstützen, den inneren Zustand zu verändern.

Gesunde Emotionsregulierung heißt also nicht nur: „Ich halte jedes Gefühl möglichst lange aus.“

Sie heißt auch: Ich kann flexibel entscheiden, ob ich gerade mehr hinspüren oder mich wieder beruhigen und neu ausrichten sollte. Beides gehört dazu.

LG
Euer Marc

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Eine Entschuldigung zeigt sich nicht nur in Worten – sondern auch darin, wie jemand mit den Folgen des eigenen Verhalten...
11/07/2026

Eine Entschuldigung zeigt sich nicht nur in Worten – sondern auch darin, wie jemand mit den Folgen des eigenen Verhaltens umgeht.

Wer sich überschwänglich entschuldigt, aber wütend wird, sobald Grenzen gesetzt werden oder Konsequenzen bestehen bleiben, übernimmt möglicherweise noch keine echte Verantwortung.

Dann ging es vielleicht weniger darum, den entstandenen Schaden anzuerkennen – sondern vielmehr darum, die unangenehmen Folgen möglichst schnell abzuwenden.

Echte Reue bedeutet nicht: „Ich habe mich doch entschuldigt, also musst du jetzt wieder alles gut sein lassen.“

Echte Reue bedeutet: Ich halte aus, dass mein Verhalten etwas ausgelöst hat. Ich respektiere deine Grenzen. Und ich versuche, Vertrauen durch mein weiteres Verhalten wieder aufzubauen.

LG
Euer Marc

Wenn Kinder sich vom Vater im Stich gelassen fühlen, bleibt oft mehr zurück als seine Abwesenheit.Zum Beispiel das Gefüh...
07/07/2026

Wenn Kinder sich vom Vater im Stich gelassen fühlen, bleibt oft mehr zurück als seine Abwesenheit.

Zum Beispiel das Gefühl:
„Ich bin nicht wichtig.“
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
„Ich darf nicht zu viel brauchen.“

Das kann sich später in Beziehungen, Vertrauen oder der Angst vor Ablehnung zeigen.

Aber: Die Vergangenheit prägt – sie muss nicht alles bestimmen.

Heilung beginnt oft dort, wo Schmerz benannt werden darf und sichere Beziehungen möglich werden.

Kritik kann treffen.Manche Männer reagieren dann feindselig, werden sehr still, gehen auf Abstand oder sind lange gekrän...
03/07/2026

Kritik kann treffen.

Manche Männer reagieren dann feindselig, werden sehr still, gehen auf Abstand oder sind lange gekränkt. Von außen wirkt das manchmal übertrieben. Dahinter steckt aber nicht zwingend „Empfindlichkeit“.

Kritik kann Scham auslösen.
Sie kann sich anfühlen wie: „Ich genüge nicht.“
Oder sie berührt alte Erfahrungen von Leistungsdruck, Abwertung oder dem Gefühl, nie richtig zu sein.

Dann wird Ärger manchmal leichter zugänglich als Verletzung.

Das heißt nicht, dass verletzendes Verhalten in Ordnung ist. Aber es kann helfen, die eigene Reaktion besser zu verstehen:

• Erst kurz innehalten und atmen.
• Nachfragen: „Was genau meinst du?“
• Bemerken: „Das kränkt mich gerade.“
• Prüfen: Was davon ist hilfreich – und was nicht?
• Ruhiger antworten, statt sofort zurückzuschießen.

Kritik annehmen heißt nicht, alles über sich ergehen zu lassen. Es heißt, unterscheiden zu lernen: Was kann ich daraus mitnehmen – und was darf ich bei der anderen Person lassen?

Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen ist nicht egoistisch.Oft merken wir erst spät, dass etwas fehlt:Ruhe. Nähe. Unterstützun...
02/07/2026

Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen ist nicht egoistisch.

Oft merken wir erst spät, dass etwas fehlt:
Ruhe. Nähe. Unterstützung. Bewegung. Eine Grenze. Zeit für uns selbst.

Wenn wir Bedürfnisse dauerhaft übergehen, zeigt sich das manchmal durch Erschöpfung, Gereiztheit, Rückzug oder das Gefühl, innerlich ständig unter Druck zu sein.

Ein wichtiger erster Schritt kann sein, kurz innezuhalten und sich zu fragen:

„Was brauche ich gerade eigentlich?“

Und dann vielleicht auch den Mut zu haben, es auszusprechen.

Gerade Männer haben oft gelernt, stark zu sein, nichts zu brauchen und alles allein schaffen zu müssen. Aber etwas zu brauchen ist nicht schwach. Es ist menschlich.

Meistens gehen wir unseren Gefühlen gar nicht bewusst aus dem Weg.Irgendwann hast du vielleicht gelernt unangenehme Gefü...
28/06/2026

Meistens gehen wir unseren Gefühlen gar nicht bewusst aus dem Weg.

Irgendwann hast du vielleicht gelernt unangenehme Gefühle schnell wegzuschieben, zu erklären oder zu überdecken.

Diese fünf Hinweise können darauf hindeuten:

1. Du lenkst dich sofort ab.
2. Du erklärst viel – aber fühlst wenig.
3. Dein Körper spricht zuerst.
4. Du suchst schnelle Betäubung.
5. Du zeigst eher Reizbarkeit oder Distanz.

Wichtig:
Keiner dieser Punkte ist für sich allein ein Beweis dafür, dass etwas „nicht stimmt“. Ablenkung, Rückzug oder Beschäftigung können kurzfristig auch hilfreich sein.

Es wird eher dann schwierig, wenn du auf Dauer kaum noch Zugang dazu hast, was eigentlich in dir los ist.

Vielleicht ist die Frage nicht:
„Was stimmt nicht mit mir?“

Sondern:
„Was versuche ich gerade vielleicht nicht fühlen zu müssen?“

Eine belastete Beziehung zum Vater kann für Burschen und junge Männer schwierig sein. Oft übernehmen andere Männer die R...
23/06/2026

Eine belastete Beziehung zum Vater kann für Burschen und junge Männer schwierig sein. Oft übernehmen andere Männer die Rolle des Vorbilds.

Verlässliche Beziehungen machen einen Unterschied: jemand, der Zeit hat, Interesse zeigt, Grenzen setzt, zuhört und Gefühle nicht kleinredet.

Das kann ein Vater sein. Vielleicht aber auch ein großer Bruder, Onkel, Trainer, Lehrer oder ein anderer Mann, der präsent und respektvoll da ist.

Es wird Zeit, dass auch Burschen immer mehr dazu animiert werden ihre Gegühle wahr zu nehmen und als Orientierung zu nutzen. Dafür brauchen sie Menschen, bei denen sie lernen können, Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und auszudrücken. Angst, Trauer, Wut oder Unsicherheit machen niemanden weniger männlich.

Die wissenschaftlichen Quellen findest du in den Bildern.

LG
Euer Marc

Sucht- und Abhängigkeitsprobleme beginnen nicht immer dramatisch.Manchmal beginnt es ganz alltäglich:ein bisschen mehr t...
17/06/2026

Sucht- und Abhängigkeitsprobleme beginnen nicht immer dramatisch.

Manchmal beginnt es ganz alltäglich:
ein bisschen mehr trinken, um runterzukommen.
immer länger scrollen, um nichts spüren zu müssen.
Gaming, Kaufen, Essen, Glücksspiel oder Pornografie als kurze Pause vom Druck.

Das Problem ist oft nicht nur die Menge.
Sondern: Welche Funktion bekommt es?
Wird es zur Beruhigung? Zur Flucht? Zum Wegdrücken?
Und was leidet mit der Zeit darunter?

Alltag. Beziehungen. Arbeit. Selbstachtung. Freiheit.

Wichtig ist: Du musst nicht erst „ganz unten“ sein, um hinzuschauen.
Manchmal ist genau das der entscheidende Schritt: ehrlich wahrnehmen, was sich verändert hat.

Und darüber sprechen.

Was würdest du sagen:
Woran merkt man deiner Meinung nach, dass aus einer Gewohnheit langsam ein Problem wird?

Mut wird oft mit großen Dingen verbunden.Ein Fallschirmsprung.Ein Jobwechsel.Eine große Entscheidung.Aber manchmal begin...
16/06/2026

Mut wird oft mit großen Dingen verbunden.

Ein Fallschirmsprung.
Ein Jobwechsel.
Eine große Entscheidung.

Aber manchmal beginnt Mut viel kleiner.

Vielleicht war es heute das Gespräch, das du schon lange führen wolltest.
Vielleicht war es, um Hilfe zu bitten.
Vielleicht war es, Nein zu sagen.
Vielleicht war es einfach nur aufzustehen und weiterzumachen, obwohl der Tag schwierig war.

Mut muss nicht spektakulär sein.

Oft zeigt er sich in den kleinen Schritten, die niemand sieht.

Hast du dich heute schon etwas getraut?
Erzähl's mir gerne in den Kommentaren. 👇

LG Marc

Kennst du diesen Moment? 👀Du hörst gebannt zu, bist voll im Gespräch – und plötzlich denkst du: „Mist, das muss ich mir ...
16/06/2026

Kennst du diesen Moment? 👀
Du hörst gebannt zu, bist voll im Gespräch – und plötzlich denkst du: „Mist, das muss ich mir merken!“

Gute Dokumentation beginnt nicht erst nach dem Gespräch, sondern schon währenddessen: mit Stichworten, klaren Beobachtungen und kleinen Details, die später den Unterschied machen. 📝

Denn wer gut zuhört und strukturiert festhält, vergisst weniger – und arbeitet professioneller.

Adresse

Villacherstraße 19
Klagenfurt
9020

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Montag 09:00 - 17:00
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