03/12/2022
Kartoffelwickel – Großmutters Hausmittel
Kartoffelwickel sind ein alterprobtes Hausmittel, die schon von unseren Großmüttern angewendet wurden. Die volksheilkundliche Anwendung erfolgt bei Halsschmerzen und Halsentzündungen, Schmerzen und Verspannungen von Schultern, Nacken, der Wirbelsäule oder Gelenke, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden oder Harnwegsinfektionen.
Durch die anhaltende Wärme entfalten die Kartoffelwickel eine angenehme, schmerzstillende Wirkung, vor allem, wenn sie über Nacht angewendet werden. Sie wirken durchblutungsfördernd und krampflösend. Praktischerweise kann man auch Kartoffeln verwenden, die schon etwas schrumpelig sind, oder beginnen auszuwachsen, da diese ja nicht mehr gegessen werden, sondern hier nur als Wärmespeicher dienen. Allerdings sollte man die auswachsenden Triebe dann trotzdem entfernen.
Und so wird’s gemacht: Je nach Anwendungsfläche benötigt man 2 bis 3 mittelgroße Kartoffeln. Diese werden gekocht und noch heiß zu einem Brei zerstampft. Mein Tipp: Bei Beschwerden des Bewegungsapparates gebe ich auch gern noch einen kleinen Schuss Beinwellöl hinzu, welches zusätzlich auf die schmerzende Stelle wirkt. Dieser Kartoffelbrei wird nun so warm wie möglich in ein Leinentuch gewickelt und auf die betroffene Stelle aufgelegt. Darüber wickelt man nochmal ein trockenes Leinen- oder Baumwolltuch.
Mit diesem Wickel sollte man am besten entspannt liegen bleiben und die Wärme genießen. Die Anwendung erfolgt daher bestenfalls über Nacht, oder zumindest so lange, bis der Wickel abgekühlt ist. Nach der Anwendung sollte man noch ca. eine halbe Stunde entspannt liegen bleiben. Die Anwendung kann auch mehrmals wiederholt werden. Dafür sollte man aber den Kartoffelbrei erneuern.
Bei diesem Hausmittel sind keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten. Jedoch ersetzen Hausmittel niemals die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers. Bei anhaltenden Beschwerden sollte man immer mit seinem behandelnden Arzt sprechen.