Dr. Florian Hoffer

Dr. Florian Hoffer Arzt für Allgemeinmedizin | Fachärztin für Neurologie | Fachärztin für Dermatologie | Ärztliche Hausapotheke

12/08/2026

S.g. VertretungspatientInnen!

In unserer Ordination gibt es NIE einen Krankenstand nur am Schalter - einzige Ausnahme ist eine Krankenhausambulanzkarte oder ein Krankenhausbefund - ALLE anderen Fälle benötigen einen Termin. Zahnbehandlungen benötigen eine Bestätigung des Zahnarztes.

Weiters gelten seit 2026 folgende Regeln der ÖGK:
- Rückdatierung nur noch 1 Tag
- Keine offenen Krankenstände

07/08/2026
Es gibt noch einige wenige Restplätze für den nächsten Grundkurs des Hospizverein Scheibbs, der im September startet!Es ...
30/07/2026

Es gibt noch einige wenige Restplätze für den nächsten Grundkurs des Hospizverein Scheibbs, der im September startet!

Es ist eine wunderbare Gelegenheit für Alle, die sich näher mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen möchten.

https://www.hospiz-scheibbs.at/aktuelles/grundkurs/

19/07/2026

Ein langer aber lesenswerter Text von Cornelia Christiane, den man leider so nicht teilen kann. Fehlgeleitete Gesundheitspolitik- und ein neuer Versorgungsposten: der PVZ Manager. Geld für Verwaltung statt Versorgung.

Gesundheitsreform - ein paar Gedanken

Im Zuge der beschlossenen Gesundheitsreform wurde reißerisch in den Schlagzeilen präsentiert: „der Einzelvertrag kommt weg, 600 neue PVE werden errichtet“

Aha. So einfach ist das also. Ich bin Hausärztin mit einem sogenannten Kassen-Einzelvertrag. Ich hab noch knappe 20 Jährchen - nach derzeitigem Stand des Irrtums - bis zur Pension. Und komme - wenn man den Schlagzeilen glaubt - weg.

Das Gefühl, dass man uns Hausärzte weghaben will, hatte ich - so wie zahlreiche meiner Mit-Leider - eh schon länger, aber man hat uns stets versichert, dass man uns eh schätze und nein, wir sollen nicht weg. Alles Blödsinn.

Nun gut. Diese populistische Ankündigung hat einmal mehr gezeigt, dass man sich auf das Versprechen von gestern nicht verlassen kann. Da aber morgen heute auch schon wieder gestern ist, wagen wir einen hypothetischen Ritt in die angekündigte Zukunft, und stellen der Politik ein paar Fragen, die für jeden und jede in Österreich genauso von Belang sind, wie für jene, die das planen (??? tun sie das wirklich) und zahlen (???ja wer soll das bezahlen).

600 PVE sollen es also werden. Einzelvertrag kommt weg. Gehen wir zum leichteren Teil der Umsetzung: den Einzelvertrag zu eliminieren ist einfacher. Das kostet nicht viel, außer ein paar weitere bürokratische Lasten, noch 2-3 Runden Honorarerhöhungen unter der Inflation bei gleichzeitiger Erhöhung der Gehälter für die Ordinationsangestellten weit darüber (dieses Mal über 8 Prozent), ein bisschen bashen, ein bisschen warten - und weg sind sie. Die, die bald den pensionsantritt in Reichweite haben, ziehen diesen vor. Und nachkommen wird kaum wer unter dieser Prämisse.

600 PVE errichten ist dann schon schwieriger. Und die Ärzte dafür zu finden vermutlich auch. Ernest Pichelbauer, seines Zeichens Gesundheitsökonom, befasst sich mit so lästigen Dingen wie Zahlen, und Planung im Bezug auf die Gesundheitsversorgung, und versucht das in seinem unten angefügten Artikel (aus 2024!!!! - wo nur 300 PVE propagiert wurden) auch so zu erklären, dass das vielleicht Leute verstehen können, die‘s mit Zahlen nicht so haben.

Gehen wir also mal von jenen Zahlen weg, die hierzulande wahnsinnig beliebt sind für des Österreichers Lieblings-Hobby - den Neid-Laierkasten, und das sind die Einkommenszahlen (brutto, vor Steuer und vor Kreditraten, wird gern unter den Tisch gekehrt) - hin zu - wieviele Ärzte brauch ma denn, wieviele Patienten soll der dann jeden Tag „behandeln“, und wieviel Zeit glaubt man denn, dass der Arzt braucht um das zu tun, oder wieviele Patienten er sehen MUSS, um das überleben (und die Patienten bitte auch).

Wenn also 600 PVE die Versorgung der Zukunft sein werden, dann heißt das, dass die für etwa 15.000 Einwohner zuständig sind.

Wieviele Ärzte sollen denn da drin sitzen? 5? 10? 15? Und wieviele davon Hausärzte, und Fachärzte? Ah, die bekommen eigene Zentren.

Warum ist das so wichtig?

Weil sich daraus die Zahl der Patienten ergibt, die ein einzelner Arzt pro Tag sehen muss. Und aus dieser Zahl der Patienten ergibt sich die Zeit, die für den einzelnen Patienten bleibt.

Als Dinosaurus Hausärztin mit Einzelvertrag weiß ich - es sind viele. Die Zahl der Kontakte pro Tag überschreitet fast immer die 200, im Winter erheblich mehr und da waren es auch schon an die 300, die Zahl der gesehenen geht immer weit über 70.

Selbst wenn ich 10 Stunden durcharbeiten würde was ich kaum schaffe bei dieser Intensität und dem gewaltigen workload- wären das noch immer 7 Patienten pro Stunde und damit weniger als 10 Minuten.

Es sind mehr als 70, und es sind weniger als 10 Stunden, und es sind viel weniger als 10 Minuten pro Patient.

Und wenn wir es ehrlich betrachten - mehr wird ja auch nicht bezahlt.

Nach viel mehr als einem Jahrzehnt als Selbständige Hausärztin komme ich in meiner Erfahrung tatsächlich dort hin, wo Pichelbauer die Grenze des gesunden Gleichgewichts sieht: 10-15 Minzen pro Patient Minimum, maximal 25 Stunden der gesamten Arbeitszeit direkt am Patienten, das ergäbe - sagen wir mal 25 Patienten pro Tag. Da müsste ich in Österreich aber die Spendenbox aufstellen, davon könnte man schlicht und ergreifend nicht mal würdevoll verhungern in Österreich. Und wer jetzt hyperventilieren muss bei „25 Stunden am Patienten“ - die anderen 25 Stunden Arbeit fressen Bürokratie, administrative Arbeit, Fortbildung, Erhalt der Infrastruktur die ich ja geschaffen und bezahlt hab.

Aaahhh! Infrastruktur! Bis jetzt hat der Einzelvertrags-Inhaber, also der Kassenarzt- lediglich den Vertrag, also die nackte Berechtigung, mit den Kassen direkt zu verrechnen, bekommen. Die Ordination samt Ausstattung und Personal stellt er selbst - auf eigene Kosten - zur Verfügung. Förderung? Null. Nada. Gar nichts.

Deswegen braucht man bei Gründung einer Ordination einen Kredit. Und der fällt in der Regel nicht zu schmal aus.

Und dort liegen jetzt 2 Punkte die einmal gesagt werden müssen. Die bloße Veröffentlichung von Einkommenszahlen von niedergelassenen Ärzten sorgt regelmäßig für hypertensive Entgleisungen bei selbigen.

Weil das Bruttozahlen sind. Die suggerieren, dass dem Arzt über 100.000 Euro Einkommen zur Verfügung stehen. Tun sie aber nicht. Weil in Österreich der Arzt in der Regel Einzelunternehmer ist, und weil in Österreich eine KREDITRATE im Gegensatz zum Zins den Gewinn nicht mindert. Und wenn du bei Gründung der Ordination schon ein paar Tage alt bist, deckt die Abschreibung die Rate nicht. Und somit darf man dann vom brutto die Hälfte abziehen für die Steuer, und danach nochmal 30.000, 40, oder gar mehr für die Raten. Dann noch eventuell getätigte Investitionen des betreffenden Geschäftsjahres, und dann erst sehen wir das, was an Einkommen tatsächlich da ist, nicht das, was das Finanzamt sieht zur Besteuerung. Das sollte all jenen Neidhammeln eine gewisse Erleichterung bringen, die glauben, wir ersaufen im Geld.

Denen sei auch ins Stammbuch geschrieben - die Kosten für die Schaffung dieser Infrastruktur, nämlich der Ordination mit modernen technischen Ausstattungen - wer die Forthin bezahlt in den gigantischen Zentren, bleibt unbeantwortet.

Auch nicht besprochen wird, dass man jetzt schon weiß, dass ein Patient im Zentrum etwa 30 Prozent mehr kostet als beim Einzelvertrags-Arzt.

Und nachdem in Österreich die Versorgungswirksamkeit eines Arztes, einer Einrichtung, in ZAHLEN an Patienten gemessen wird, darf man mal davon ausgehen, dass auch hier das Ziel sein wird, möglichst viele durchzuschleusen.

Zeit? Qualität? Wurscht. Wird scho gehen.

Im Lichte der enorm hohen Zahlen an Konsultationen in Österreich im internationalen Vergleich sei mir die Anmerkung erlaubt, dass ich den Eindruck habe, die Überweisung ist das Notwehrinstrument des Arztes „gegen“ begehrliche Patienten, denn die Zeit, zu diskutieren, ja gar zu streiten, dass man jetzt nicht noch eine 3. MRT und ein 5. Labor braucht, hat man nicht, und wenn man gar zu viel nein sagt, hagelt es schlechte Rezensionen, Beschimpfungen, Beschwerden. Es ist also erheblich komfortabler, den Zettel zu schreiben und den Patienten weiterzuschicken.

Insofern sind diese Zentren in der Tat wahnsinnig praktisch, weil der Patient erkennt: ha, da gibt’s alles, also will ich alles, und da der Arzt vermutlich auch im schönen Zentrum nur verdammt wenig Zeit an seinem Patient zugestanden bekommt, wird das ein Überweisungs-Exzess mit bloß kürzeren Wegen für den Patienten, und die Frage was das kosten wird stelle ich hier lieber nicht.

Eine qualitative Primärversorgung benötigt Zeit. Zeit um zu evaluieren, was benötigt dieser Mensch. Zeit, um zu erklären, warum er was benötigt und was nicht. Zeit, einen gemeinsamen „Schlachtplan“ zu entwickeln, Zeit, um zusammenzuwachsen und Vertrauen ineinander aufzubauen. Dann, und nur dann, fühlt der Patient sich verstanden, sicher und gut betreut.

Sich verstanden und angenommen fühlen: damit wären wir dann letztlich auch beim bösen Wahlarzt.

Was wird gewettert über die hohen Kosten die Herr und Frau Österreicher sich selbst leisten (müssen???) bei Wahlärzten. Und diese schlingel verlangen Geld.

Nun, einerseits suchen Patienten - berechtigterweise- Zeit. Sie wollen, dass ihr Arzt ZEIT hat. Andererseits, und das ärgert mich am allermeisten- hier wird gar nicht unterschieden, welche Alternativen medizinischen Leistungen hier in Anspruch genommen, die die Kassen GAR NICHT bezahlen! Und Alternativmedizin heißt nicht immer gleich „Hokuspokus“. Nein.

Aber es steht im Gesamtvertrag „das Maß des Notwendigen nicht überschreitend“. Sprich - das Gesundheitssystem bezahlt den Menschen eine zielführende, ausreichende, aber das Maß des notwendigen nicht überschreitende Behandlung.

Was und wieviel denn das genau ist - das sucht man in der Diskussion völlig vergeblich! Wenn ich also gar nicht weiß und darüber nachdenke, was das genau sein soll, werd ich schwerlich Zahlen an privaten Leistungen einordnen können. Und der Bevölkerung ein klares, definiertes Bild vermitteln können, was sie denn genau erwarten darf, und was nicht.

Das Recht, das Bedürfnis des Einzelnen nach alternativen Zugängen, nach mehr Zuwendung, ist ebenfalls ein Grundrecht das nicht in Frage zu stellen ist. Wir werden aber ein ein realistisches Bild zeichnen müssen von Bedarf und Bedürfnis.

Das ist ein unterschied! Der Bedarf muss gedeckt sein in einem solidarischen Gesundheitssystem. Ob das jedem Bedürfnis gerecht werden kann ist zu klären!

Und ehrlich zu kommunizieren.

Und das wird mit Zentren, und Hotlines, und anderen guten Ideen, so nicht zu lösen sein.

Als offenbar museumsreifes Eradikationsziel Hausärztin, das ich bin, mache ich mir Sorgen. Nein. Nicht um mich. Ich mache eine Medizin mit der ich mich morgens in den Spiegel schauen kann. Und wenn nicht als Kassenärztin, dann halt anders. Ich habe meine Erfahrung, ich setze mich mit den Anliegen meiner Patienten auseinander, so gut, wie dieser verrückte Rahmen es mir eben gestattet. Ich finde meinen Platz.

Aber ich mache mir Sorgen darüber, ob man sich all das und noch erheblich mehr (was den Rahmen eines einzelnen Posts restlos sprengen würde) - wirklich gut überlegt hat.

I guess: No.

Ich sehe seit Jahren was versprochen wird. Was verlangt wird. Was draufgepfropft wird. Was uns aufgebürdet wird. Und was dann übrig bleibt.

Emotional reaktionäre Echauffismus Tiraden. Feindbilder. Schuldige. Böse Wahlärzte. Böse Kassenärzte. Böse Ärztekammern. Böse Länder. Böser Bund. Böse Kassen. Aus der jeweiligen Sicht des entsprechenden wählerklientels findet man bei den Verstrickungen im Gesundheitswesen immer wen, der böse ist.

Um das eigentliche Problem macht man einen Eiertanz. Wer braucht bitte Zahlen für die Planung. Oder Zeit. Wurscht. Stricken wir uns des Kaisers neue Kleider. Und wird scho gehen.

Ich wünsche Österreich viel Glück, wirklich. Und hoffe nur, dass dann nicht doch ein kalter Winter kommt, in dem des Kaisers neue Kleider der Gesundheitsreform nicht reichen.

15/07/2026

Wer anderen helfen will, fängt bei sich selbst an. 🙏

Eva Katharina Masel bringt es auf den Punkt: Wer sich Gedanken über das Lebensende macht, beginnt mit den eigenen Wünschen, Werten und Zielen. Eine Einladung zur Ehrlichkeit – mit sich selbst und mit den Menschen, die einem nahestehen.

Genau das ist die Haltung, die Letzte Hilfe Kurse vermitteln. 💛

Der Arbeitsurlaub im   neigt sich dem Ende zu…
11/07/2026

Der Arbeitsurlaub im neigt sich dem Ende zu…

Wir haben's lange angekündigt - jetzt machen wir ernst: Morgen letzter Ordinationstag vor den Ferien. Bitte noch alle be...
02/07/2026

Wir haben's lange angekündigt - jetzt machen wir ernst: Morgen letzter Ordinationstag vor den Ferien. Bitte noch alle bestellten Medikamente abholen! Schöne Sommertage!

Wir sind am 27.7. ab 8:00 Uhr wieder für Sie da!

Einzelordinationen bewältigen übrigens derzeit >80% des täglichen Patientenaufkommens, nicht die PVZ (die auch ein vielf...
01/07/2026

Einzelordinationen bewältigen übrigens derzeit >80% des täglichen Patientenaufkommens, nicht die PVZ (die auch ein vielfaches kosten). Aber Experten wissen es immer besser...

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