10/07/2026
‼️‼️Achtung Jakobskreuzkraut ‼️‼️
Aktuell häuft sich das Auftreten von Jakobskreuzkraut auf Pferdeweiden.
Die Pflanze enthält leberschädigende Pyrrolizidin-Alkaloide (PA). Diese Giftstoffe schädigen vor allem die Leber und können zu einer chronischen, oft lebensbedrohlichen Vergiftung führen.
Zu den typischen Anzeichen gehören Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, wiederkehrende Koliken sowie neurologische Auffälligkeiten wie Unsicherheit, Desorientierung oder ungewöhnliches Verhalten. In fortgeschrittenen Fällen können Gelbsucht, Lichtempfindlichkeit der unpigmentierten Haut und schließlich Leberversagen auftreten.
Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte, einer klinischen Untersuchung, Blutuntersuchungen und gegebenenfalls einer Leberbiopsie.
Das Tückische daran: Die Toxine werden beim Trocknen oder in der Silage nicht abgebaut. Während Pferde die frische Pflanze auf der Weide meist wegen ihres bitteren Geschmacks meiden, schmeckt das getrocknete Kraut im Heu neutral.
⚠️Sofortmaßnahme: Nehmen Sie betroffene Pferde sofort von der Weide und entsorgen Sie verdächtiges Heu.
⚠️Stechen Sie die Pflanze (idealerweise vor der Blüte) großzügig mit der Wurzel aus. Tragen Sie dabei stets Handschuhe.
⚠️Geben Sie die Pflanzen niemals auf den Kompost, sondern ausschließlich in den Restmüll, damit die Samen sich nicht weiter verbreiten.
⛔️Unterschied Johanniskraut und Jakobskreuzkraut ⛔️ACHTUNG VERWECHSLUNGSGEFAHR
Der Hauptunterschied liegt in der Blüte: Johanniskraut-Blüten sind sternförmig und haben genau fünf Blütenblätter. Die Blüten des Jakobskreuzkrauts ähneln eher kleinen Margeriten mit 13 gelben Zungenblättern. Beide Pflanzen sind gelb, bergen jedoch ein unterschiedliches Giftigkeitsrisiko für Tiere.
Johanniskraut enthält den Wirkstoff Hypericin, der bei Pferden zu schwerer Photosensibilisierung (Sonnenempfindlichkeit) führt. Betroffene Pferde entwickeln an unpigmentierten Hautstellen schwere, verbrennungsartige Entzündungen, Rötungen und Geschwüre. Die Pflanze ist ebenfalls sowohl frisch auf der Weide als auch getrocknet im Heu giftig.