19/07/2026
Viele der Pflanzen, die wir den ganzen Sommer über herausziehen, wurden seit Generationen als Nahrung genutzt. Richtig bestimmt und von sauberen, unbehandelten Flächen geerntet, sind diese Wildkräuter eine nahrhafte Ergänzung für die Küche.
Portulak (Portulaca oleracea) — knackig, leicht säuerlich und eine der reichhaltigsten pflanzlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Junge Blätter frisch im Salat oder leicht gegart.
Löwenzahn (Taraxacum officinale) — von den Blättern über die Blüten bis zur Wurzel hat fast jeder Teil eine lange kulinarische Tradition. Junge Blätter roh oder gegart, Blüten in Tees und Rezepten.
Breitwegerich (Plantago major) — junge Blätter sind zart genug, um sie wie Spinat oder anderes Blattgemüse zu kochen.
Weiß- und Rotklee (Trifolium spp.) — Blüten und junge Blätter vieler Kleearten sind essbar. In Tees oder als milde Zugabe in Salaten.
Vogelmiere (Stellaria media) — zart, mild und frisch im Geschmack. Hervorragend frisch in Salaten, Sandwiches oder als Basis für ein Wildkräuterpesto.
Brennnessel (Urtica dioica) — trotz der Brennhaare vollständig genießbar, sobald sie gekocht, gedämpft oder getrocknet ist. Nährstoffreich. Ideal für Suppen, Pasta-Füllungen und gebratenes Blattgemüse.
Gemeine Malve (Malva sylvestris) — die Blätter haben einen milden Geschmack und geben beim Kochen einen natürlichen Verdicker ab. Schöne Zugabe zu Suppen und Eintöpfen.
Sauerklee (Oxalis acetosella) — zitronig-frischer Geschmack, belebt Salate und eignet sich als essbares Dekorationselement. Enthält Oxalsäure — in kleinen Mengen unbedenklich, bei erhöhtem Nierensteinrisiko zurückhaltend verwenden.
Weißer Gänsefuß (Chenopodium album) — oft "Wilder Spinat" genannt. Die jungen Blätter sind zart und aromatisch — gedämpft, gebraten oder in Suppen.
Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) — junge Blätter haben einen pfeffrigen Geschmack, der gut in Salaten oder als Garnitur zu gekochtem Gemüse passt. Ältere Blätter werden kräftiger und bitterer.
Sammelregel: Nur bestimmte Pflanzen sammeln, nur von sauberen, nicht gespritzten Flächen — fernab von Straßen, gedüngten Wiesen und kontaminiertem Boden. Im Zweifel lieber stehen lassen.