22/07/2026
Es gibt Tage, da frage ich mich, ob ich meinen spirituellen Weg überhaupt noch öffentlich teilen möchte.
Nicht, weil ich die Natur oder meinen Weg verloren hätte. Sondern weil der Lärm darum immer lauter wird.
Überall liest man, was angeblich die einzige Wahrheit ist. Jeder weiß es besser. Jeder hat noch spektakulärere Geschichten, noch größere Geheimnisse, noch mehr Gewissheiten.
Und irgendwann sitzt man da und denkt:
Wann haben wir eigentlich aufgehört, einfach nur zu staunen?
Heute habe ich einen wunderschönen Stein gefunden. Einfach so. Kein Orakel, keine Botschaft, kein kosmischer Auftrag.
Einfach ein Stein, der mich zum Lächeln gebracht hat.
Vielleicht ist genau das der Kern meiner Spiritualität.
Die Freude über eine unscheinbare Pflanze am Wegesrand.
Das Staunen über einen besonderen Stein.
Ein stiller Wald.
Ein Hund, der glücklich durchs Gras läuft.
Der Wind in den Bäumen.
Ich muss nicht alles erklären.
Ich muss nicht alles deuten.
Und ich muss niemanden von meiner Sicht überzeugen.
Manchmal reicht es völlig, die Welt mit offenen Augen zu betrachten.
Vielleicht beginnt Spiritualität genau dort, wo wir aufhören, nach der einen großen Wahrheit zu suchen – und wieder lernen, die kleinen Wunder zu sehen.🌿✨
Keltenkraft & Krautmagie 🌿
Pamela Sterner