Geburtshaus Juno

Geburtshaus Juno Raum für natürliche Geburt. Hebammengeleitetes Geburtshaus in Eisenstadt (Österreich) seit April 2024.

Hebamme Eva Schranz erzählt:Schon ihr 1. Kind wollte R. 2024 bei uns im damals ganz neuen Geburtshaus gebären - aber dur...
14/09/2026

Hebamme Eva Schranz erzählt:
Schon ihr 1. Kind wollte R. 2024 bei uns im damals ganz neuen Geburtshaus gebären - aber durch die Verzögerungen bei Bauarbeiten und Bewilligung hat sich unsere Eröffnung leider verschoben. So mussten wir umdisponieren und R. hat mit mir als Wahlhebamme im Krankenhaus geboren - eine unkomplizierte Wassergeburt. Jetzt ist sie wieder schwanger und wir freuen uns alle, dass sie nun ins Geburtshaus kommen kann.
Ihr 2. Kind lässt sich länger Zeit als das erste. Sie überschreitet den Geburtstermin und es wird September, was sie nicht erwartet hätte. Ungeduld macht sich breit, außerdem spürt sie ständig leichte Wehen, die dann doch nicht zur Geburt führen.
Und dann geht es doch los. Um 23:20 informiert sie mich, dass sie seit 50min Wehen im 5min-Takt spürt. Auch wenn sie ein bisschen befürchtet, dass es doch wieder aufhört, vereinbaren wir, uns in einer Stunde im Geburtshaus zu treffen. Um Mitternacht liegen die Abstände nur mehr bei 2-3min, da verschwinden auch die letzten Zweifel.
Um 0:25 nehme ich R. und ihren Mann in Empfang. Sie legt sich erst mal hin, so fühlt sie sich wohl. Blutdruck und Herztöne sind einwandfrei. Hebammenstudentin Julia ist auch schon da und wenig später trifft auch Raphi als 2. Hebamme ein. R. veratmet die Wehen alle 4-5min ruhig in Seitenlage, sie wirkt noch sehr entspannt. Das Baby turnt wild und der ganze Bauch wackelt, dann schläft es wieder.
Um 1:45 schlage ich R. eine aufrechte Position vor und sie stützt sich im Stehen auf ihren Mann. Sofort kommen die Wehen häufiger. Kurze Zeit später ist R. neugierig, wie weit der Muttermund geöffnet ist. Es sind 4cm, das Köpfchen liegt genau richtig im Beckeneingang - wir sind zufrieden. Alle 20min geht R. aufs WC, das Baby drückt so auf die Blase.
Bald wechselt sie in eine kniende Position auf der Matte. Weil das Baby häufiger als üblich zu schlafen scheint, schreiben wir um 3:30 eine halbe Stunde CTG statt der kurzen Dopton-Kontrollen. Dabei möchte sie sich hinlegen und ruht sich aus, während die Wehenpausen wieder etwas länger werden. Nach dem CTG, das uns völlig normale Herztöne und Aktivitätsphasen zeigt, ist R. wieder im Knien auf der Matte. Prompt verkürzen sich die Wehenpausen wieder. Ihr ist anzumerken, dass die Wehen auch intensiver werden und sie mehr fordern. Um 4:40 beginnt sie leise zu tönen und sagt: „Den Teil hab ich irgendwie vergessen.“ Ich begleite sie beim nächsten WC-Besuch, weil nun jede Wehe stärker als die vorige ist - es könnte jetzt schnell gehen. Stehend über dem WC veratmet sie eine heftige Wehe, die schon deutlich nach unten schiebt, und da platzt um 5:01 unüberhörbar und eindrucksvoll die Fruchtblase. R. möchte wieder eine Wassergeburt und die Badewanne ist längst eingelassen. Jetzt wird es aber Zeit, hineinzusteigen! Vorher nur noch schnell eine Herztonkontrolle, weil das Fruchtwasser leicht verfärbt ist, aber alles ist in bester Ordnung. R. kann nicht mehr anders, als in der Wehe kraftvoll mitzuschieben. Sie klettert in die Wanne und kniet sich hin. Jetzt geht es Schlag auf Schlag: In der nächsten Wehe wird bereits das Köpfchen sichtbar. Wenige Minuten später schiebt R. das ganze Köpfchen auf die Welt und wir warten auf die letzte Wehe. Ein bisschen muss ich mithelfen, die Hand des Babys zu lösen, die es eng am Hals hält - genau wie das 1. Kind! -, dann rutscht es schon ins Wasser und R. nimmt es in ihre A**e. 5:08 Uhr, das ging jetzt flott! Die Freude ist riesengroß und der kleine Neuankömmling begrüßt uns mit kräftiger Stimme. Herzlichen Glückwunsch, liebe R.! Du hast die Geburt so toll gemeistert! 💐

13/09/2026

What I notice in the five minutes after a baby is born.

The room gets quiet. Not completely. There's usually a baby crying, someone laughing, someone crying harder than the baby, and a husband saying "oh my gosh" about seventeen times. But the energy shifts. The room that was full of movement suddenly goes still.

I notice mom's hands. Sometimes shaking. Sometimes reaching straight for her baby. Sometimes just falling onto the bed because she has nothing left. Sometimes she looks completely stunned, like she's trying to understand how the tiny person on her chest was inside her body five seconds ago.

I notice dad. The adrenaline wearing off. His shoulders dropping. His eyes going glassy. Staring at the baby, or staring at his wife and their baby like he cannot believe she really just did that.

I notice the baby. Their color, their breathing, their tone, the way they respond to being born. Whether they're crying or quietly taking in their brand new world.

I notice mom's bleeding. Her uterus. The placenta. The cord. All the clinical things that matter deeply, but probably aren't the things she'll remember.

Because while I'm watching all of that, I'm also watching her. Is she comfortable? Is she cold? Is she overwhelmed? Does she want everyone to stop talking? Does she want her husband closer? Does she need a sip of water?

Does she need to be reminded that she's safe? That she's here, in this moment, with HER baby? Because birth can be an intense, almost dissociative experience, and sometimes a mama needs to be gently helped back into her body, back into the room, back to the present. And does she need to be reminded that she just did something incredible?

And I notice the little things. The baby's tiny noises. The first kiss. The way she touches their cheek. The first time dad says their name out loud. The way the room slowly starts to breathe again.

Because birth isn't over when the baby is born. So much is still happening. Physically. Emotionally. But sometimes the most important thing in those first few minutes doesn't show up on a chart at all.

A mother is meeting her baby. A family is becoming something new. And for just a little while, everyone gets to simply be.

That's one of my very favorite places to stand. Right there, in the first five minutes. Watching a family realize:

You're here. We did it.

Welcome home, baby.

Dir ist eine möglichst natürliche und selbstbestimmte Geburt wichtig? Gleichzeitig schätzt du es aber, ein Krankenhaus g...
10/09/2026

Dir ist eine möglichst natürliche und selbstbestimmte Geburt wichtig? Gleichzeitig schätzt du es aber, ein Krankenhaus ganz in der Nähe zu wissen? Du wohnst im Umkreis von ca. einer Stunde rund um Eisenstadt/Burgenland?
Dann bist du richtig bei uns. Wir bieten frauenzentrierte Geburtshilfe, intensive Hebammenbetreuung und außerdem ein buntes Kursangebot rund um Schwangerschaft und Babyzeit (auch wenn du anderswo gebärst).
Möchtest du mehr Infos? Dann stöbere gerne auf unserer Website www.geburtshaus-juno.at
Hast du Fragen? Dann melde dich gerne jederzeit bei uns.
Bist du dir unsicher? Dann lies doch mal die Google-Bewertungen unserer Klientinnen unter „Geburtshaus Juno OG“. So bekommst du eine Eindruck von unserer Arbeitsweise.
Willst du unsere Räume in natura anschauen und uns Hebammen kennenlernen? Dann komm gerne zu einem unserer kostenlosen Infoabende oder vereinbare ein persönliches Erstgespräch.
Wir freuen uns auf dich!
Liebe Grüße von den Hebammen Eva, Lena, Sarah und Raphaela

PS: Wenn du dein Baby bei uns geboren hast, kommentiere doch gerne, wie es für dich im Geburtshaus war! ❤️

Hebamme Sarah Pinetz erzählt:S. ist 3 Tage über dem errechneten Geburtstermin, als sich vermehrt Anzeichen ersichtlich m...
09/09/2026

Hebamme Sarah Pinetz erzählt:
S. ist 3 Tage über dem errechneten Geburtstermin, als sich vermehrt Anzeichen ersichtlich machen, dass die Geburt bald starten könnte. Nach einem kurzen nächtlichen Telefonat beschließen wir nochmals schlafen zu gehen und erstmal abzuwarten. Auch am Morgen und Nachmittag spürt S. ein vermehrtes Ziehen. Dem Baby scheint es im Bauch gut zu gehen, das zeigen seine regelmäßigen Bewegungen. S. wünscht sich dennoch gegen Abend eine Kontrolle um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.
Als Hebammenstudentin Julia und ich sie und ihren Partner C. um 19:30 Uhr im Geburtshaus in Empfang nehmen, berichtet sie direkt von ihrem Zweifel, danach nochmal nach Hause zu fahren.
Nach dem Ankommen dauert es eine Weile, bis die Kontraktionen weiterhin so häufig und intensiv kommen wie bisher, bald stellen sie sich im Abstand von ca. 5 Minuten ein.
S. wünscht sich bald eine vaginale Untersuchung, bei der ich einen deutlich verkürzten Gebärmutterhals feststellen kann, der Muttermund ist 1cm geöffnet.
Die Untersuchungen bei Mama und Baby sind durchwegs unauffällig, darum haben wir Zeit und beobachten, was die weitere Latenzphase so bringt. S. verbringt die Wehen mal in Seitenlage, mal sitzend am Bett oder stehend und geht zwischendurch in die Badewanne, wo sie besonders gut auszuhalten sind.
Schon früh verspürt S. Druck nach unten, das liegt sehr wahrscheinlich an der ungünstigen Lage des Babys, das sich mit dem Rücken nach hinten anstatt vorne zum Bauch der Mama gedreht hat. S. ist motiviert, die Lage mithilfe von Lagerungstechniken zu optimieren. Das Baby scheint sich in seiner Position aber wohl zu fühlen und bleibt in etwa so liegen wie bisher.
Kurz vor 4 Uhr kommt Lena als 2. Hebamme dazu und wir starten noch einen Versuch zur Umpositionierung des Babys, der wiederum ohne Erfolg verläuft. Ich erkläre S., dass die Lage des Babys zu einer längerer Geburtsdauer führen kann. Das irritiert sie erstmal wenig, weil sie weiterhin trotz großem Druckgefühl und zunehmender Schmerzintensität sehr motiviert ist. Sie versucht sich weiterhin in verschiedenen Positionen, isst und trinkt regelmäßig um wieder Energie zu bekommen. Die Wehen sind seit einiger Zeit eher unkoordiniert, mal in sehr kurzen und mal in längeren Abständen, auch die Intensität schwankt zum Teil stark. Weil die Wehen S. dennoch zunehmend fordern, probiert sie das TENS-Gerät aus, was ihr zeitweilig gut hilft.
Nachdem ich um 5:30 Uhr nochmals eine vaginale Untersuchung durchführe und den gleichen Befund wie einige Stunden zuvor feststelle, kommen bei S. erstmals Zweifel auf. Inzwischen kämpft sie sich doch seit einigen Stunden über zumeist sehr intensive und häufige Wehen, die bisher noch keinen großen Fortschritt gebracht haben. Da sie sich weiterhin in der Latenzphase befindet, hier kein stetiger Fortschritt zu erwarten ist und S. und ihr Baby fit sind, gibt es aus medizinischer Sicht derzeit keinen Grund einzugreifen. Die zunehmende Intensität bringt S. allerdings in die Verlegenheit, über einen Ortswechsel ins Krankenhaus nachzudenken, wo sie die Möglichkeit hat, stärkere Schmerzmittel zu erhalten. Nach nochmaligem Gespräch, ausreichend Zeit und guter Überlegung entscheidet sich S. für einen Ortswechsel in ihr Wunschkrankenhaus, das etwas weiter entfernt ist. Dort fühlt sie sich ebenso gut weiterbetreut und bekommt durch Medikamente zur Schmerzlinderung nochmals die Möglichkeit, für den weiteren Verlauf Kraft zu tanken. Knapp 24h nach der Verlegung aus dem Geburtshaus erblickt die kleine C. mit viel Geduld, Ausdauer und Kraft das Licht der Welt.
S. schreibt mir später, dass es ihr besonders wichtig ist, das Positive am Geburtsverlauf hervorzuheben. Sie scheint erstaunt über die Kräfte, die sie selbst nach so langer Zeit und Anstrengung mobilisieren konnte, um ihr Baby spontan zu gebären und ist dankbar für die Betreuung im Geburtshaus und Krankenhaus, die sie als durchwegs unterstützend wahrgenommen hat.
Gratuliere zur Geburt eures Babys! S., du kannst unglaublich stolz auf diese Leistung und deine Ausdauer und Geduld sein!

Das GeburtsplanungsgesprächZwischen SSW 34+0 und 37+0 triffst du eine unsere Hebammen zur Geburtsplanung.Dabei bespreche...
02/09/2026

Das Geburtsplanungsgespräch

Zwischen SSW 34+0 und 37+0 triffst du eine unsere Hebammen zur Geburtsplanung.
Dabei besprechen wir
- deine Wünsche und Vorstellungen für die Geburt
- welche Begleitpersonen du dabeihaben möchtest
-ob es okay ist, wenn eine Hebammenstudentin dabei ist
- was dir besonders wichtig ist
- was dir Sorgen oder Angst macht
- wer dein Baby auffangen soll
- wann und von wem abgenabelt werden soll
- wie lange ihr voraussichtlich nach der Geburt bleiben wollt

Außerdem:
- wen und wann ihr anruft, wenn es losgeht
- wie der Ablauf bei einem Blasensprung ist
- wann es bei Wehen Zeit ist, loszufahren
- wo ihr parken könnt (direkt vor dem Haus)
- wie eine Verlegung ins Krankenhaus ablaufen würde
- wie die Tage nach der Geburt ablaufen

Es ist okay, wenn du sehr viele Wünsche für die Geburt hast. Es ist genauso okay, wenn du fast gar keine Wünsche hast.
Mehrgebärende wissen oft schon, ob sie die Hebamme sehr präsent und nah bei sich haben wollen und gerne Vorschläge und Unterstützungsangebote annehmen, oder ob sie lieber mehr für sich sein und die Hebamme eher im Hintergrund haben möchten.
Beides ist in Ordnung.
Während der Geburt kannst du uns jederzeit sagen wenn du gerne mehr Nähe oder mehr Abstand hättest.

Die Wünsche sind oft sehr unterschiedlich. Es gibt zB Gebärende, die nur selten oder gar nicht vaginal untersucht werden möchten, weil sie es unangenehm finden oder sie befürchten, dass der Muttermundsbefund sie verunsichern oder demotivieren könnte. Das ist okay.
Und dann gibt es Gebärende, die am liebsten alle zwei Stunden Bescheid wissen möchten, ob es einen Fortschritt gibt. Auch das ist okay (wobei wir nach einem Blasensprung von häufigen Untersuchungen abraten, weil sie das Infektionsrisiko erhöhen).

Wir freuen uns auf dich! ❤️

Hebamme Lena erzählt:Es ist Mittwoch Morgen, als S. sich telefonisch meldet und mich darüber informiert, dass sie schon ...
30/08/2026

Hebamme Lena erzählt:
Es ist Mittwoch Morgen, als S. sich telefonisch meldet und mich darüber informiert, dass sie schon die ganze Nacht hindurch Wehen hat, teils alle 6min, dann wieder alle 10min. Wir treffen uns um 7:30 bei ihr und ich mache mir ein Bild von der Situation - die Wehen sind gut da, die Abstände aber noch recht unregelmäßig und mit Unterstützung ihres Partners kommt sie sehr gut zurecht. Somit bleiben wir vorerst in telefonischem Kontakt.
Etwa 12 Stunden später treffen wir uns dann im Geburtshaus - S. sagt, dass die Wehen nach wie vor unregelmäßig sind, sie sich aber daheim nicht mehr ganz so wohl fühlt.
Total spannend zu beobachten ist, dass die Wehen, als S. und ihr Partner ankommen tatsächlich noch recht unregelmäßig sind, aber es dauert etwa nur eine Stunde, bis die Wehen wirklich alle 3-4min kommen und auch zunehmend intensiver werden - S. scheint sich hier wohl zu fühlen und kommt sehr gut in der Situation der Geburt an.
Um 20:00 möchte S. in die Wanne, das warme Wasser hilft ihr trotz intensiver Wehentätigkeit sehr gut. Um 21:04 möchte S. wissen, wie weit sich der Muttermund schon eröffnet hat: 3cm sind schon geschafft und gut im Becken ist das kindliche Köpfchen auch schon.
Sarah als zweite Hebamme stößt bald zu uns und auch Studentin Anna motiviert S. mit uns mit durch die Geburt. S. ist zunehmend gefordert, die Unterstützung ihres Partners tut ihr sehr gut.
Um 22:20 möchte S. die Wanne verlassen und das Tens-Gerät und ein leichtes Schmerzmittel ausprobieren. Die Wehen werden intensiver und intensiver - sie sagt erstmals, dass sie sehr gerne eine PDA hätte. S. weiß aber auch, dass diese im Geburtshaus nicht möglich ist, dazu müssten wir die Geburt ins Krankenhaus verlegen. Ein wenig motivieren können wir sie noch, dann wünscht sie sich erneut eine vaginale Untersuchung. Keine zwei Stunden sind vergangen seit der letzten Untersuchung und dennoch ist der Muttermund bereits 5cm geöffnet. Wir Hebammen sind begeistert von der gut voranschreitenden Geburt. Aber S. ist ganz klar in ihrem Wunsch und sich nun ganz sicher: Sie will eine PDA haben!
Natürlich nehmen wir ihren Wunsch ernst und bringen sie ins nächstgelegene Krankenhaus, wo sie einige Zeit später ihr Baby zur Welt bringen darf.
Herzlichen Glückwunsch, liebe S.! 💐

Hebamme Eva Schranz erzählt:Um 23:57 sitze ich noch an meinem Laptop, als mein Handy klingelt. P. ist der Partner von C....
18/08/2026

Hebamme Eva Schranz erzählt:
Um 23:57 sitze ich noch an meinem Laptop, als mein Handy klingelt. P. ist der Partner von C., die ihr 2. Kind bekommt, und erzählt mir, dass sie seit einer Stunde Wehen hat, die jetzt alle 4-5min kommen. Im Hintergrund höre ich C. intensiv veratmen und rate ihnen, bald loszufahren und sich nicht mehr viel Zeit zu lassen. Das beherzigen sie und geben mir um 0:16 Bescheid, dass sie losgefahren sind. Ich mache mich ebenso auf den Weg, rufe Raphi als 2. Hebamme an, schalte im Geburtshaus schon mal die Klimaanlage ein und lasse Badewasser ein. Um 0:42 ruft mich P. wieder an: Sie sind fast da und die Wehen sind sehr stark - ob ich sie vielleicht gleich unten beim Parkplatz in Empfang nehmen könnte. Schnell schnappe ich mir ein paar Sachen und gehe vom 3. Stock hinunter, als er um 0:43 schon wieder anruft. Er glaubt, das Baby kommt jetzt, während der Fahrt! Ich höre C. sehr laut im Hintergrund, er hat vermutlich Recht. Ich bitte ihn, stehenzubleiben und mir zu sagen, ob er den Kopf schon sieht. Nur wenige Augenblicke später ruft er aufgeregt ins Telefon: „Das Baby ist da!“ Ich rate ihm, das Gesicht abzuwischen, das Kind zuzudecken und frage, ob es atmet oder schreit. Kurze Stille, während er nachschaut - dann höre ich schon ein kräftiges Babyschreien übers Handy und einen freudigen Vater. Sie fahren gleich wieder los und sind nur eine Minute später auf unserem Parkplatz angekommen. P. steigt aus, freudestrahlend, verblüfft und voller Adrenalin. Ich begrüße ihn mit „Was macht ihr denn für Sachen?“, beglückwünsche ihn lachend und rutsche auf den Fahrersitz, um Mama und Baby zu begutachten. Beiden geht es gut - C. kann es nicht fassen, sie lacht und schaut ungläubig auf das Baby in ihren A**en, das schon rosig wird. Ich wickle die Nabelschnur vom Hals, die die aufgeregten Eltern in dem Tohuwabohu übersehen haben, lege noch ein Handtuch um das Baby und eins zwischen C.s Beine. Nach kurzem Beratschlagen meint C., dass sie keinen Rollstuhl braucht, sondern zu Fuß zum Aufzug gehen kann. So marschiert unsere besondere Prozession - eine frisch gebackene Mama mit ihrem Baby noch an der Nabelschnur, eine Hebamme dicht an ihrer Seite und ein Papa hinterdrein - langsam und bedächtig ins Haus und fährt in den 3. Stock. Dort kuschelt sich die kleine Familie erst mal ins Bett und versucht zu verarbeiten, was da gerade passiert ist. Immer wieder erzählen sie einander und mir voller Aufregung und Glück, wie alles abgelaufen ist und über ihre Gedanken und Gefühle dabei. Als unterwegs die Fruchtblase geplatzt ist und C. gedacht hat, wie heftig diese Wehen sind, während P. sich nicht mehr ganz an die Verkehrsregeln gehalten hat, um schneller ans Ziel zu kommen. Doch das Baby war schneller! Rechtzeitig hat C. realisiert, dass der starke Druck nach unten wohl bedeutet, sie sollte rasch ihre Hose ausziehen. Und schwups, war das Baby zwischen Pensionsversicherungsanstalt und Wirtschaftskammer geboren. Was wichtig zu wissen ist, da ich in der Geburtsanzeige für das Standesamt den Geburtsort möglichst genau angeben sollte!
Raphi kommt als 2. Hebamme an und hört sich verblüfft die wilde Geschichte an. So verbringen wir die nächsten Stunden mit Stillen, Bonding, Plazentageburt, dem Nähen einer kleinen Geburtsverletzung, Untersuchung des Babys und Dokumentation, während das Adrenalin bei den Eltern langsam abebbt und Ruhe im kuscheligen Geburtsraum einkehrt. Der neue Erdenbürger ist als Einziger recht unbeeindruckt von seiner rasanten Ankunft und durchläuft gelassen ein paar bedeutungsvolle „erste Male“ wie das erste Kuscheln mit Papa, während Mama duscht, die erste Windel und den ersten Fußabdruck.
Nach einigen Stunden begleiten wir die Familie wieder zu ihrem Auto, legen das Baby in die Babyschale und sein Papa sagt zu ihm: „Das wird jetzt deine erste Autofahrt!“ Dann stutzt er. „Nein, warte. Du bist ja vorher schon kurz mit dem Auto gefahren!“ Und wieder müssen wir alle lachen und verabschieden uns herzlich.
Liebe C., du hast diese überraschende Geburt bemerkenswert souverän gemeistert! Respekt an dich und deinen Mann, ihr seid ein tolles Team! 🥰

Hebamme Eva Schranz erzählt:N. hat eine interventionsreiche erste Geburt hinter sich, mit Saugglocke und Dammschnitt weg...
11/08/2026

Hebamme Eva Schranz erzählt:
N. hat eine interventionsreiche erste Geburt hinter sich, mit Saugglocke und Dammschnitt wegen einer langen Austrittsphase. Sie hofft, dass die zweite Geburt nun unkomplizierter verläuft und wünscht sich eine Geburtshausgeburt.
Ende Juli, in der 39. Woche, geht es los - um 1:00 ruft mich ihr Mann an und berichtet über beginnende Wehen, noch etwas unregelmäßig. Ein bisschen warten wir noch zu, dann folgt der nächste Anruf: Die Wehen sind nun kräftiger und kommen in kürzeren Abständen. Um 2:45 treffen wir uns im Geburtshaus. Unsere neue Hebamme Raphi kommt als 2. Hebamme zu ihrer allerersten Geburtshausgeburt dazu und etwas später kommt auch Hebammenstudentin Anna an. N. legt sich im Bett auf die Seite und veratmet die Wehen konzentriert, während ihr Mann ihr die Füße massiert. Während die Wehen schnell deutlich intensiver werden, kontrolliere ich immer wieder die Herztöne des Babys, die stets normal und stabil sind. Um 2:59 platzt die Fruchtblase, N. möchte noch im Bett liegen bleiben. Doch schon 25min später spürt sie in der Wehe Druck nach unten und beginnt kurz darauf unwillkürlich mitzuschieben. Sie wechselt in eine kniende Position auf der Matte. Dabei ist sie sehr mobil, streckt und bewegt sich ganz intuitiv und schiebt das Baby mit jeder Wehe laut tönend tiefer. Dessen Herztöne bleiben unbeeindruckt vom raschen Geburtsfortschritt. Ich lege warme Kompressen auf den Damm und N. geht in die tiefe Hocke, gestützt von ihrem Mann. Es dauert nicht mehr lange, da kann ich das Köpfchen schon erahnen. N. arbeitet weiter und lässt sich nicht beirren, auch als der Damm mit der alten Dammschnittnarbe zu spannen beginnt. „I can do this!“, ermutigt sie sich selbst, und wir stimmen ihr zu. Sie schafft das! Das straffe Gewebe gibt nicht nach und wir brauchen viel Geduld. Immer wieder wechselt N. ihre Position, kniet sich hin, steht auf oder geht in die Hocke. Ihr Mann ist mit voller Kraft dabei und sie hängt sich an ihn, sodass beide intensiv gefordert sind. Nur das Baby wirkt immer noch unbeeindruckt und kein bisschen angestrengt. Der Hinterkopf ist bereits geboren, während der Damm den Rest des Köpfchens noch unerbittlich zurückhält. Doch mit vielen warmen Kompressen, Schwerkraft und besonders viel Kraft und Ausdauer von N. nähern wir uns schließlich dem Ziel: Das Köpfchen rutscht entscheidende Millimeter tiefer, der Damm dehnt sich doch noch ein Stück und dann hat sie es geschafft - um 4:26 gebärt N. im Stehen ihr Baby in meine Hände. Das Neugeborene lässt sofort seine kräftige Stimme hören und die Eltern lassen ihren Emotionen freien Lauf. Dann setzt N. sich auf die Matte, nimmt ihr Baby liebevoll in die A**e und es wird ganz ruhig und zufrieden.
Herzlichen Glückwunsch, liebe N.! Diese schnelle Geburt mit dem unerwartet langen Endspurt hast du bewundernswert gemeistert! 🥰

Kostenloser INFOABEND für Interessierte am Mi, 1. September 2026 um 17:30 UhrDu interessierst dich für eine Geburt bei u...
31/07/2026

Kostenloser INFOABEND für Interessierte am Mi, 1. September 2026 um 17:30 Uhr
Du interessierst dich für eine Geburt bei uns im Geburtshaus, möchtest dir einfach mal unverbindlich und kostenlos die Räume anschauen, unsere Hebammen und unser Konzept kennenlernen und Fragen stellen? Dann komm zum Infoabend! Egal ob frühschwanger oder hochschwanger. Auch kurzfristig haben wir oft noch ein Plätzchen frei für euch.
Bitte melde dich hier zum Infoabend an:
https://geburtshausjuno.hebamio.at/kursliste/9
Komm gerne mit Begleitung, diese muss nicht extra angemeldet werden. Auch Kinder sind natürlich willkommen.
Wir freuen uns auf euch!
Darf gerne geteilt werden ☺️

Hebamme Sarah erzählt:M. erwartet ihr 2. Kind und ist gerade in der 39. SSW angekommen, als sie sich erstmalig mit dem V...
15/07/2026

Hebamme Sarah erzählt:
M. erwartet ihr 2. Kind und ist gerade in der 39. SSW angekommen, als sie sich erstmalig mit dem Verdacht eines baldigen Geburtsstarts bei mir meldet. Zwei Nächte lang spürt sie jeweils über mehrere Stunden leichte Wehen in längeren Abständen. In der dritten Nacht nehmen die Kräfte und die Geduld langsam ab, bis bald klar wird: Jetzt geht es wirklich los! Kurz nach 6:00 ruft mich M. an, mit dem Wunsch bald ins Geburtshaus zu kommen, weil sie nun alle 2-3min Wehen hat. Wir machen uns auf den Weg und treffen uns 45min später. M. und ihr Partner H. sehen noch relativ entspannt aus, die Wehen sind aber auch während der Fahrt regelmäßig geblieben - nur ein bisschen seltener als zuvor.
Nachdem sie die ersten Wehen alle 3-4min im Geburtszimmer gut bewältigt hat, möchte M. bald in die Badewanne. Bald kommen Eva als Zweithebamme und Hebammenstudentin Anna dazu. In der Badewanne sind die Wehen deutlich seltener und M. nicht begeistert darüber – sie wünscht sich, dass es weitergeht. Drum geht sie nach 30min wieder raus, probiert den Gymnastikball aus und auch das Knien auf der Matte, was beides im Wechsel gut funktioniert. Die Herztöne des Kindes sind einwandfrei, dem Baby geht es gut.
Um 10:20 geht erstmals wenig klares Fruchtwasser ab, scheinbar ist die Fruchtblase im oberen Bereich der Gebärmutter eingerissen. Wenig später wird das Druckgefühl deutlich stärker spürbar, M. kniet auf der Matte und beginnt intuitiv mitzuschieben. M. wünscht sich heiße Kompressen auf dem Damm, die ich auflege, um das Gewebe auf die baldige Geburt vorzubereiten. Nachdem zuvor nur wenig Fruchtwasser abgegangen war und sich das Baby scheinbar noch ein gutes Depot vor dem Köpfchen aufgehoben hat, erleben wir bald noch einen filmreifen Blasensprung und ich eine Fruchtwasserdusche. Der Druck, den M. spürt, wird nur kurz weniger, weil bald der Kopf des Babys nachrutscht und nun statt der Vorblase nach unten drückt. An den Herztönen des Babys erkennt man nun den zunehmenden Druck auf den Kopf und ich taste das Köpfchen bereits sehr tief. Schon wenig später kann man in der Wehe den Kopf erahnen. In der letzten Wehe wird der Kopf Stück für Stück geboren und rasch auch der Rest des Körpers. Ich fange das kleine Baby um 12:04 auf und halte es, bis es direkt von seiner Mama hochgenommen und in die A**e geschlossen wird. Einen Moment sitzen wir alle recht still und lauschen den ersten Verkündigungen der kleinen L., die gleich viel zu erzählen hat, bevor sie beim Kuscheln mit ihrer Mama zur Ruhe kommt.
Willkommen, kleine L.! Herzlichen Glückwunsch an die Eltern – M., du kannst sehr stolz auf deine Leistung sein! ❤️💐

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Esterhazystraße 20/Top 10
Stadt Eisenstadt
7000

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