21/06/2017
Vergiftungen bei Kleintieren
Vergiftungen treten relativ häufig auf, sowohl durch Substanzen, die das Tier aufnimmt, aber auch durch Substanzen, die auf die Haut gelangen und so vom Organismus aufgenommen werden. Toxine von Tieren, Pflanzen, Pestiziden, Dünger, Schneckengift, aber auch Rattengift, Medikamente oder Nahrungsmittel verursachen verschiedenste Reaktionen:
Das Spektrum an Symptomen ist sehr breit gestreut und reicht von Reaktionen des Magen-Darm-Traktes mit Erbrechen und Durchfall bis hin zu Neurologischen Symptomen (Speicheln, Zittern, Krämpfe, Anfälle…); auch Reaktionen des Herz-/Kreislaufsystems sind möglich. Wenn Sie die Giftaufnahme beobachtet haben, ist es ratsam, das Tier umgehend zum Tierarzt zu bringen; es ist auch hilfreich, etwas von dem vermeintlichen Gift mitzubringen; Sie helfen damit dem Tierarzt bei der Erkennung der Art des Giftes.
Wenn Ihr Tier unbeobachtet war und o.g. oder andere zusätzliche Symptome zeigt, ist eine sofortige Kontrolle in der Tierarztpraxis erforderlich.
Bei Veränderungen der Blutwerte, Zerfall der Blutkörperchen, Multiorganversagen bzw. stark beeinträchtigten Tieren ist ein stationärer Aufenthalt, Infusionstherapien, Magenspülungen und intensivmedizinische Betreuung unumgänglich. Die Prognose hängt vom jeweiligen Gift, von der Menge im Verhältnis zum Körpergewicht und von der verstrichenen Zeit seit der Aufnahme ab.