25/09/2026
„Für eine Pause habe ich heute keine Zeit.“
Diesen Gedanken kenne ich selbst nur zu gut. Gerade wenn viel zu tun ist, erscheint die Pause oft als Erstes verzichtbar. Erst noch die eine Aufgabe fertig machen, die E-Mail beantworten und dann ist ohnehin schon der nächste Termin.
Dabei beobachte ich in meinen Trainings immer wieder, dass gerade Führungskräfte hier noch eine zusätzliche Rolle haben.
Denn wenn eine Führungskraft den ganzen Tag von Termin zu Termin läuft, mittags nebenbei am Schreibtisch isst und ständig erreichbar ist, bleibt das nicht unbemerkt. Auch wenn sie ihrem Team gleichzeitig sagt: „Schaut auf euch und macht eure Pausen.“
Das eigene Verhalten sagt mehr als tausend Worte.
Eine gesunde Pausenkultur entsteht deshalb für mich nicht durch den Obstkorb oder die Erinnerung in der Teamsitzung. Sie entsteht auch dadurch, was im Arbeitsalltag tatsächlich von Führungskräften vorgelebt wird.
Und natürlich kenne ich die andere Seite genauso. Es gibt Tage, an denen eine Pause einfach schwierig unterzubringen ist. Entscheidend wird es für mich dann, wenn aus der Ausnahme langsam die Regel wird.
Deshalb nehme ich mir das heute selbst zu Herzen. Die nächsten Tage sind mit einem Workshop und zwei Vorträgen ziemlich gut gefüllt. Heute gibt es deshalb noch einmal etwas weniger Tempo. Und ein Kaffetscherl darf natürlich auch nicht fehlen.
Wie wird das bei euch gelebt? Sind Pausen selbstverständlich oder muss man manchmal fast ein schlechtes Gewissen haben, wenn man eine macht?