Im Querschnitt betrachtet by Claudia Miler

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Claudia Miler Praxisquadrat
www.verhaltenstherapie-miler.com

23/09/2026

Die Prüfung ist vorbei. Mein Nervensystem hat offenbar noch keinen Bescheid bekommen. 😄Fast zwei Wochen ist es jetzt her...
20/09/2026

Die Prüfung ist vorbei. Mein Nervensystem hat offenbar noch keinen Bescheid bekommen. 😄

Fast zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich meine Abschlussprüfung zur Psychotherapeutin geschafft habe.

5,5 Jahre Ausbildung sind beendet.
Ich muss nichts mehr für diese Prüfung lernen.
Ich weiß das.

Und trotzdem erwische ich mich immer wieder bei diesem Gefühl:

„Du solltest eigentlich lernen …“

Und wenn ich es nicht tue, meldet sich kurz dieses unangenehme schlechte Gewissen, als hätte ich gerade etwas Wichtiges vergessen.

Rational ist die Sache völlig klar:
Die Prüfung ist vorbei.

Aber unser Nervensystem funktioniert eben nicht ausschließlich über rationale Information.

Nach Wochen intensiver Vorbereitung, Lernen, Anspannung und diesem ständig präsenten „Ich muss noch …“ kann es ein bisschen dauern, bis auch innerlich ankommt:

„Es ist vorbei. Ich darf aufhören.“

Und so erwische ich mich momentan immer wieder dabei, ganz bewusst ins Hier und Jetzt zurückzukommen und mir klarzumachen:

Ich muss gerade nichts lernen.
Ich muss mich auf keine Prüfung vorbereiten.
Ich darf einfach hier sitzen, die Sonne spüren und diesen Moment genießen.

Eigentlich ganz interessant: Wir erwarten oft von uns, dass Entspannung automatisch einsetzt, sobald eine Belastung vorbei ist.

Aber manchmal braucht auch Entspannung ein bisschen Zeit.

Der Kopf hat längst verstanden, dass die Gefahr, Herausforderung oder Anforderung vorbei ist – während der Rest von uns noch ein wenig im alten Rhythmus weiterläuft.

Mein Gehirn hat die Prüfung bestanden.
Mein Nervensystem macht offenbar noch ein paar Nachprüfungen. 😂

Also übe ich mich gerade weniger im Lernen und mehr im Nicht-Lernen-Müssen.

Auch eine Erfahrung. 😉

Im Querschnitt betrachtet.

Heute war meine Abschlussprüfung zur Psychotherapeutin.Und ich habe sie geschafft. ❤️5,5 Jahre Ausbildung.Unzählige Ausb...
08/09/2026

Heute war meine Abschlussprüfung zur Psychotherapeutin.

Und ich habe sie geschafft. ❤️

5,5 Jahre Ausbildung.
Unzählige Ausbildungsstunden.
Praktika. Supervisionen. Lehrtherapie. Fälle. Falldokumentationen.
Eine Menge Zeit, Engagement und – nennen wir es beim Namen – auch eine beachtliche Menge Geld. 😂

Und dann die letzten Wochen: lernen, lernen, lernen.
Prüfungsfragen, ICD-Codes, Modelle, noch ein Modell, noch eine Diagnose und irgendwann vermutlich Verhaltenstherapie im Schlaf. 🧠

Heute dann: Abschlussprüfung.

Natürlich inklusive Nervosität.

Also durfte ich ausnahmsweise einmal mein eigenes therapeutisches Werkzeugköfferchen auspacken: Atemübungen, hilfreiche Gedanken, Nervosität nicht bekämpfen, sondern mitnehmen – und irgendwie dafür sorgen, dass mein Gehirn trotz Adrenalin weiterhin Zugriff auf die vergangenen 5,5 Jahre hat. 😄

Hat funktioniert.

Ausbildung beendet. Prüfung bestanden. FERTIG.

Das „in Ausbildung unter Supervision“ darf jetzt also gehen. 👋

Ganz offiziell dauert es noch ein kleines bisschen, bis das Ministerium meine Eintragung bzw. Psychotherapeut:innen-Nummer erledigt hat – aber meine Ausbildung ist abgeschlossen.

Und als hätte das Universum heute noch eine kleine Pointe gebraucht:

Ausgerechnet an meinem allerletzten Ausbildungstag hat der Türöffner funktioniert. ♿🚪😂

5,5 Jahre Ausbildung – und wir waren offenbar ungefähr gleichzeitig fertig.

Ich bin gerade vor allem eines:

unglaublich erleichtert, stolz und glücklich. ❤️

Und jetzt muss ich mich vermutlich erst daran gewöhnen, dass ich abends nichts mehr für die Abschlussprüfung lernen muss.

Was machen Menschen eigentlich mit so viel Freizeit? 😂

Auf das, was jetzt kommt. 🥂

Psychotherapeutin.

Verdammt, das fühlt sich gut an.

30/08/2026
Wenn die Psychotherapeutin ins Museum geht … 🧠🎨… schaut sie sich natürlich nicht einfach nur Bilder an. Wäre ja auch zu ...
22/08/2026

Wenn die Psychotherapeutin ins Museum geht … 🧠🎨

… schaut sie sich natürlich nicht einfach nur Bilder an. Wäre ja auch zu unkompliziert. 😄

Gestern war ich im museum gugging – einem Ort, an dem Kunst und Psychiatriegeschichte auf besondere Weise miteinander verbunden sind.

Ab den 1950er-Jahren begann der Psychiater Leo Navratil dort mit Patient:innen zu zeichnen. Einige entwickelten eine außergewöhnliche künstlerische Ausdrucksform und wurden später als die „Gugginger Künstler“ international bekannt.

Und während ich durch die Ausstellung gefahren bin, kam bei mir eine Frage auf:

Was sehen wir eigentlich zuerst, wenn wir einem Menschen begegnen?

Die Diagnose?
Die Behinderung?
Das ungewöhnliche Verhalten?
Das, was jemand nicht kann?

Oder bleiben wir lange genug neugierig, um zu entdecken, was da sonst noch ist?

Als Psychotherapeutin arbeite ich natürlich mit Diagnosen. Sie können wichtig sein, um Beschwerden zu verstehen und einzuordnen.

Aber eine Diagnose beschreibt bestimmte Symptome – niemals einen ganzen Menschen.

Dahinter stecken Persönlichkeit, Lebensgeschichte, Humor, Begabungen, Eigenheiten, Wünsche und Beziehungen.

Und manchmal eben auch ein Künstler, dessen Werke irgendwann in Museen hängen. 🎨

Und hinter einem Rollstuhl sitzt übrigens auch nicht permanent eine Frau, die über Inklusion und die großen Fragen des Lebens nachdenkt. 😉

Manchmal sitzt da einfach eine Claudia, die Kunst anschaut, ziemlich viel lacht und dabei von ihrer Assistenzhündin aufmerksam beobachtet wird. 😂🐕‍🦺

Vielleicht lohnt es sich also, bei Menschen nicht beim ersten Eindruck stehenzubleiben.

Denn wir sind alle sehr viel mehr als die Eigenschaft, die gerade am sichtbarsten ist.

Oder eben: im Querschnitt betrachtet. ♿🧠

08/08/2026

10 Sekunden Dankbarkeit ☀️

Ich könnte mich darüber ärgern, dass es hier nicht barrierefrei ist.
Dass mein Rollstuhl und das Meer heute eine eher komplizierte Fernbeziehung führen. ♿🌊
Und dass ich mir Urlaub manchmal tatsächlich ein bisschen einfacher wünschen würde.

Und wisst ihr was? Das darf ich auch.

Aber ich könnte gleichzeitig für 10 Sekunden meinen Blick woanders hinlenken:

Auf diesen wunderschönen Sonnenuntergang.
Auf das Rauschen des Meeres.
Auf die warme Luft.
Darauf, dass ich genau jetzt hier sitze und diesen Moment erleben darf.

Denn Dankbarkeit bedeutet für mich nicht:

❌ „Alles ist super!“
❌ „Denk einfach positiv!“
❌ „Andere haben es noch schlimmer!“

Nein danke. 😉

Dankbarkeit bedeutet, dass beides gleichzeitig da sein darf:

Ich kann etwas richtig beschissen finden – und trotzdem etwas Schönes wahrnehmen.

Das Problem verschwindet dadurch nicht.
Die Stufen zum Meer übrigens auch nicht. 😏

Aber für einen kurzen Moment entscheide ich, wohin ich meine Aufmerksamkeit richte.

Und manchmal reichen dafür schon 10 Sekunden.

Genau deshalb möchte ich daraus hier eine kleine Serie machen:

„10 Sekunden Dankbarkeit“

Immer wieder dieselbe Situation. Zwei mögliche Blickrichtungen. Nicht um Schwieriges schönzureden – sondern um auch das Schöne nicht zu übersehen.

💭 Und jetzt du:
Wofür könntest du dir heute 10 Sekunden Dankbarkeit nehmen?

🚗☀️ Der Urlaub ist offiziell vorbei… und während im Hintergrund fleißig das Auto eingeräumt wird, macht sich die Fahreri...
30/07/2026

🚗☀️ Der Urlaub ist offiziell vorbei… und während im Hintergrund fleißig das Auto eingeräumt wird, macht sich die Fahrerin (also ich 😁) noch ein letztes Mal so richtig wichtig. 😎♿️🧘‍♀️

Schließlich stehen ja nur läppische sieben Stunden Autofahrt bevor. Da muss man seine Kräfte gut einteilen! 😂🙈

Ich nehme unglaublich viel mit aus diesem Urlaub: 🌊💙
✨ Erholung.
✨ Abstand.
✨ Abschalten.

Und das Beste? Ich habe tatsächlich fast ausschließlich Thriller und Horrorbücher mit ordentlich Mystery-Faktor verschlungen. 📚👻🔪 Mein Gehirn dachte zwischendurch wahrscheinlich: “Stress? Den holen wir uns einfach aus den Büchern!” 🤣

Der größte Urlaubserfolg? 🏆
Ich habe am Ende tatsächlich Langeweile gespürt. 😱 Ja, richtig gelesen! Und wisst ihr was? Genau das war das Ziel. Kein Termin, kein To-do, kein “Ich muss noch schnell…” – einfach mal nichts. Herrlich. ❤️

Jetzt geht’s zurück nach Wien. 🏡
Noch nicht direkt arbeiten, aber erst einmal den kleinen Berg aufarbeiten, der sich in den letzten Wochen heimlich angeschlichen hat. 📧📋🙈 Und dann… pünktlich zur nächsten Hitzewelle 🌡️🔥 startet die neue Arbeitswoche. Perfektes Timing, oder? 😅

Heute war’s das. Das letzte Mal in der Uni. 🥹🎓Fünf Jahre Ausbildung. Unzählige Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten, Fall...
27/06/2026

Heute war’s das. Das letzte Mal in der Uni. 🥹🎓

Fünf Jahre Ausbildung. Unzählige Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten, Fallarbeiten, Prüfungen, Selbstreflexionen, literweise Kaffee und vermutlich ein paar graue Haare später ist die Präsenzzeit tatsächlich vorbei.

Und das ausgerechnet bei 37 Grad. 🥵 Wobei… wer in unserer Uni war, weiß: Man konnte gleichzeitig schwitzen und frieren. Die Kolleg*innen wissen genau, wovon ich spreche. 😄

Ich kann es ehrlich gesagt noch gar nicht richtig glauben. Nach den intensiven letzten Wochen, in denen ich fast ausschließlich meine Fallarbeit geschrieben habe, beginnt jetzt die letzte Etappe: die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im September.

Und dann… darf ich endlich den Zusatz „in Ausbildung unter Supervision“ weglassen. ❤️

Ein Traum, für den ich viele Jahre gearbeitet habe. Ich freue mich riesig auf alles, was kommt – auf viele Begegnungen, auf meine Patient*innen und auf den Moment, in dem ich mich einfach voller Stolz Psychotherapeutin nennen darf.

Jetzt heißt es: noch einmal alles geben! 💪🍀

Manchmal sind es die kleinen Momente, die den Ton für den ganzen Tag setzen.Heute Morgen war es ein Spaziergang in der S...
02/06/2026

Manchmal sind es die kleinen Momente, die den Ton für den ganzen Tag setzen.

Heute Morgen war es ein Spaziergang in der Sonne. Frische Luft, ein Lächeln im Gesicht und ein paar ruhige Minuten, bevor ein langer Arbeitstag beginnt.

Als Frau, Rollstuhlfahrerin und Psychotherapeutin weiß ich, dass das Leben nicht immer leicht ist. Es gibt Tage voller Herausforderungen, Unsicherheiten und Hindernisse. Aber es gibt auch diese Momente, in denen wir bewusst wahrnehmen können, was gerade gut ist.

Freude bedeutet nicht, dass alles perfekt sein muss. Freude entsteht oft genau dann, wenn wir lernen, trotz schwieriger Erfahrungen das Schöne nicht aus den Augen zu verlieren.

Heute sammle ich Sonnenstrahlen, Energie und gute Gedanken – und nehme sie mit in meinen Tag.

Ich wünsche euch einen Tag mit einem kleinen Moment der Leichtigkeit. ☀️.

Adresse

Matzingerstraße 11
Vienna
1140

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