22/09/2026
Legasthenie und LRS werden ständig in einen Topf geworfen. Dabei ist der Unterschied wichtig, weil er darüber entscheidet, was einem Kind hilft. Die beiden Begriffe bedeuten nämlich nicht das gleiche.
Bei einer Legasthenie liegt die Ursache in der Verarbeitung von Buchstaben und Zeichen selbst. Sie ist anlagebedingt, zeigt sich meist von Anfang an und ist unabhängig von der Intelligenz und davon, wie viel geübt wurde.
Eine Lese-Rechtschreibschwäche entsteht dagegen durch äußere Umstände: längere Krankheit, viel Unterrichtsausfall, ein Schulwechsel, eine belastende Familiensituation oder eine Zweitsprache, die erst aufgebaut werden muss.
Der praktische Unterschied:
Eine LRS lässt sich mit gezielter Förderung meist gut aufholen, weil der Grundstein da ist und nur etwas dazwischengekommen ist.
Bei einer Legasthenie geht es weniger ums Aufholen, sondern um Strategien und darum, Hürden abzubauen, die mit dem eigentlichen Können nichts zu tun haben.
Deshalb reicht es nicht, nur zu wissen, dass ein Kind Schwierigkeiten hat. Es hilft zu wissen, warum.
Genau dafür ist eine Abklärung da 😊. Danach kann dein Kind die richtige Förderung erhalten.