05/06/2026
„Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Gene allein.“
Diesen Satz hätte der Schweizer Neurowissenschaftler Lutz Jäncke vermutlich unterschrieben – auch wenn er selbst kein Epigenetiker ist.
Seine Forschungen zur Neuroplastizität gehören zu den wichtigsten wissenschaftlichen Fundamenten eines Menschenbildes, das heute zunehmend auch durch die Epigenetik bestätigt wird: Das Gehirn ist kein starres Organ. Es verändert sich ein Leben lang.
Erfahrungen hinterlassen Spuren.
Nicht nur in Erinnerungen.
Nicht nur im Verhalten.
Sondern in der biologischen Struktur des Organismus.
Das Gehirn als lebenslanges Anpassungsorgan
Über viele Jahrzehnte galt das Gehirn als weitgehend unveränderlich.
Nach der Kindheit, so dachte man, seien die grundlegenden Strukturen festgelegt. Lernen bedeute lediglich das Auffüllen eines bereits bestehenden Systems.
Lutz Jäncke trug wesentlich dazu bei, dieses Bild zu verändern.
Seine Arbeiten zeigten:
- Musiker entwickeln veränderte Hirnareale.
„Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Gene allein.“ Diesen Satz hätte der Schweizer Neurowissenschaftler Lutz Jäncke vermutlich unterschrieben – auc