16/02/2014
Was wir immer schon übers Schnarchen wissen wollten:
In vielen heimischen Schlafzimmern herrschen nachts kriegsähnliche Zustände. Herbeigeführt durch lärmendes Luftholen. Hier die wichtigsten Fakten übers Schnarchen:
Ohrenbetäubender Lärm für den Bettnachbarn
Ein/Eine SchnarcherIn erreichen im Durchschnitt einen Geräuschpegel von 90 Dezibel. Das entspricht einem vorbeifahrenden Lastwagen. In manchen Fällen schraubt sich der nächtliche Geräuschterror auf bis zu 100 Dezibel hoch - vergleichbar ein Presslufthammer.
Wer schnarcht lebt kürzer
Studien haben ergeben, dass Schnarcher eine kürzere Lebenserwartung haben, wenn sie unter einer Schlafapnoe leiden. Bei dieser Erkrankung kommt es zu Atemstillständen. In schweren Fällen setzt die Atmung zu 75 Prozent der gesamten Schlafdauer aus. Die gestörte Nachtruhe zeigt sich in Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen, Depressionen, nachlassende sexuelle Lust, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen.
Schlafapnoe ist wie hundertmaliges Abtauchen
Die Atemstillstände bei einer Schlafapnoe lassen sich vergleichen mit dem Zustand, nach hundertmaligem Abtauchen im Wasser, bei dem immer für jeweils 40 Sekunden die Luft angehalten wird. Eine Tortur für den Körper.
Kaffeejunkies aufgepasst
Menschen, die mehr als vier Heferl Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke am Tag zu sich nehmen, steigern ihr Risiko für die lebensgefährliche Schlafapnoe. Eine Studie hat ergeben, dass 33 Prozent der Menschen, die ihren Körper auf diese Weise aufputschen unter der Schnarcher-Krankheit leiden.
S*x und Schnarchen
Schnarcher leiden oft unter erholsamem Schlaf. Sie werden manchmal durch das eigene Nebengeräusch wach, werden vom Partner geweckt oder schlafen unruhig. Das hat seine Folgen: Tagesmüdigkeit macht sich breit und auf Dauer ein fettes Schlafdefizit. Das wiederum kann zu Unlust auf S*x führen. Männer bezahlen das Schnarchen manchmal sogar mit einer Unfähigkeit zur Erektion.
Schlafapnoe und Krebs hängen zusammen
Wer unter der krankhaften Atemstörung leidet, ist außerdem einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt. Forscher entdeckten den Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen.
Schnarch-Promis
Napoleon soll geschnarcht haben und der amerikanische Präsident Georges W. Roosevelt sogar so sehr, dass bei einem Krankenhausaufenthalt noch in der gleichen Nacht die Station, auf der er lag, komplett geräumt werden musste. Laut Überlieferungen soll man sein Sägen selbst in der darüber liegenden Etage deutlich gehört haben.
Auch Tom Cruise wird des Schnarchens bezichtigt. In seiner Ehe mit Katie Holmes soll er deshalb ein eigenes schallisoliertes Zimmer gehabt haben.
Rihanna wurde auf einem First Class Linienflug beim Sägen erwischt. Sie soll nach durchfeierter Nacht im Flieger ein Schläfchen gemacht haben. Der Alkohol wurde ihr zum Verhängnis.
Ebenfalls nach einem Glas über den Durst sollen auch Harald Schmidt, Theodor zu Guttenberg und Steffen Seibert durch eine geräuschvolle Schlafepisode aufgefallen sein.
Mobile Schlaflabore
Wer nicht gleich ins professionelle Schlaflabor gehen möchte, sondern erst mal ein Gefühl für sein Schlafverhalten bekommen will, der kann es mit einem Schlaflabor als App versuchen. Diese ersetzt im Falle einer Schlafapnoe aber in keinem Fall die ärztliche Untersuchung.
http://hno-arzt.at/?art=26