Plastische Chirurgie Özdemir Wien

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Rauchfrei durch Hypnose?Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – vi...
28/09/2026

Rauchfrei durch Hypnose?

Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – viele Raucher haben schon viele Methoden ausprobiert. Ist Hypnose vielleicht ein alternativer Weg, der zum rauchfreien Leben führt?

Morgens zum Kaffee, beim Warten auf den Bus und immer dann, wenn Stress, Ärger oder Langeweile aufkommen – für viele Raucher ist die Zigarette weit mehr als nur ein Nikotinlieferant. Sie ist ein Ritual, eine kleine Auszeit, ein vermeintlicher Trost.

Genau deshalb fällt das Aufhören oft so schwer. Der Kopf weiß längst: Rauchen schadet der Gesundheit, lässt die Haut schneller altern und kostet viel Geld. Doch die Hand greift trotzdem zur Schachtel – fast wie von selbst.

Leicht ist es nicht, diese alten Gewohnheiten zu durchbrechen. Die Hypnosetherapie will dabei helfen. Sie kann innere Verknüpfungen lösen und das Verlangen nach der Zigarette schwächen.

Eine Reise nach innen

Hypnose – das hat nichts mit Bühnenshows oder pendelnden Uhren zu tun. In einer Hypnosesitzung bleiben Sie wach und ansprechbar. Der Körper soll entspannen, der Geist sich nach innen richten – ein Zustand zwischen wacher Aufmerksamkeit und tiefer Ruhe.

Der Hypnosetherapeut begleitet diesen Zustand mit ruhiger Stimme. Oft wird mit inneren Bildern gearbeitet: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen morgens mit einer Tasse Kaffee am Tisch – aber diesmal ohne Zigarette. Sie riechen den Kaffee, atmen frei und spüren den Stolz in Ihnen aufsteigen. Oder Sie erleben gedanklich einen Stressmoment und üben, anders zu reagieren: Atmen Sie tief durch, trinken Sie ein Glas Wasser, gehen Sie ein paar Schritte umher. So werden alte „Rauch-Situationen“ mit neuen Bildern verknüpft. Die Zigarette wird nicht verboten, sondern sie verliert langsam ihren festen Platz.

Ein sanfter Anschub

Hypnose ist jedoch kein Wundermittel. Vielmehr will sie eine innere Veränderung anstoßen. Bei starker Nikotinabhängigkeit reicht Hypnose allein oft nicht aus. Sie lässt sich aber gut mit anderen Maßnahmen kombinieren. Dazu gehören vor allem Nikotinersatzpräparate wie Pflaster, Kaugummi oder Lutschtabletten sowie ein Verhaltenstraining. Im Alltag können kleine Änderungen viel bewirken: Trinken Sie mehr Wasser, atmen Sie bewusster, gehen Sie öfter spazieren und versuchen Sie, Ihre Hände anders zu beschäftigen. Wie wäre es mit Malen, Handwerken oder Stricken?

Ein Termin – oder mehrere?

Manchmal wird eine intensive Einzelsitzung angeboten. Andere empfehlen drei bis fünf Termine. Das kann sinnvoll sein, weil sich Gewohnheiten meistens nicht auf Knopfdruck ändern lassen.

Wichtig ist ein seriöser Anbieter. Beachten Sie, dass eine klinische Hypnose nur von ausgebildeten ärztlichen oder psychologischen Hypnotherapeuten angeboten werden darf.

Was kostet Hypnose?

Die Kosten sind unterschiedlich. Eine psychotherapeutische Hypnosebehandlung kostet etwa 80 bis 120 Euro pro 50 Minuten. Meist müssen Raucher die Behandlung selbst bezahlen. Ob eine Zusatzversicherung etwas übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.

Nutzen nicht belegt

Wissenschaftlich lässt sich der Nutzen von Hypnose nicht eindeutig belegen. Einige Übersichtsarbeiten deuten auf eine positive Wirkung der Hypnose bei der Raucherentwöhnung hin – auch wenn die Aussagekraft teilweise durch subjektive Patientenangaben eingeschränkt wird.

Mehr als Rauchstopp

Hypnose wird nicht nur zur Raucherentwöhnung eingesetzt, sondern auch bei Schlafproblemen, Angststörungen, chronischen Schmerzen, dem Reizdarmsyndrom oder zur Vorbereitung auf medizinische Eingriffe. Auch in der Geburtshilfe – als Hypnobirthing – und in der onkologischen Schmerztherapie findet sie Anwendung. Einen Versuch ist sie sicherlich wert …

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Wenn eine Stelle im Mund einfach nicht abheiltEinmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer sc...
25/09/2026

Wenn eine Stelle im Mund einfach nicht abheilt

Einmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer scharfen Zahnkante gerieben: Kleine wunde Stellen im Mund sind schnell passiert. Meist verschwinden sie von selbst wieder. Bleibt eine Veränderung jedoch bestehen, sollte man genauer hinschauen.

Denn auch die Mundschleimhaut kann Veränderungen zeigen, die zahnärztlich abgeklärt werden sollten. Das bedeutet nicht gleich etwas Ernstes. Entscheidend ist vor allem, wie lange eine Stelle besteht, auch dann, wenn sie gar nicht schmerzt.

Rot, weiß oder einfach wund?

Veränderungen der Mundschleimhaut können ganz unterschiedlich aussehen. Manche Stellen sind gerötet oder weißlich, andere fühlen sich rau an, brennen oder schmerzen. Auch kleine Geschwüre und Schwellungen kommen vor.

Häufig stecken harmlose Ursachen dahinter: eine Bissverletzung, eine schlecht sitzende Prothese, eine scharfe Zahnkante oder eine Aphte. Ist der Auslöser beseitigt, heilt die Schleimhaut normalerweise wieder ab.

Zwei Wochen sind eine gute Grenze

Bleibt eine auffällige Stelle länger als zwei Wochen bestehen, sollte sie zahnärztlich oder ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch für weiße oder rote Flecken, die sich nicht abwischen lassen, sowie für Wunden, die immer wieder bluten oder nicht verheilen.

In seltenen Fällen können länger bestehende Veränderungen Vorstufen oder Anzeichen von Mundhöhlenkrebs sein. Je früher eine ernsthafte Veränderung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten.

Hinschauen gehört zur Vorsorge

Bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung geht es deshalb nicht nur um Zähne und Zahnfleisch. Auch Zunge, Mundboden, Wangen und andere Bereiche der Mundschleimhaut werden betrachtet.

Sie selbst können ebenfalls aufmerksam bleiben. Wer beim Zähneputzen oder vor dem Spiegel eine ungewöhnliche Veränderung entdeckt, sollte beobachten, ob sie wieder verschwindet.

Warnzeichen ernst nehmen

• Eine wunde Stelle heilt länger als zwei Wochen nicht ab.

• Weiße oder rote Flecken bleiben bestehen.

• Eine Stelle blutet wiederholt ohne erkennbaren Grund.

• Eine Schwellung oder Verhärtung bleibt bestehen.

• Kauen, Schlucken oder Sprechen bereiten zunehmend Probleme.

• Taubheitsgefühle an Zunge, Lippe oder im Mund treten neu auf.

Auch schmerzlose Veränderungen sollten kontrolliert werden, wenn sie länger bestehen bleiben. Solche Auffälligkeiten bedeuten nicht automatisch etwas Ernstes. Im Zweifel gilt aber: lieber einmal mehr zeigen als über Wochen ignorieren.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Nächtlicher Harndrang: Nachts ständig zur ToiletteGerade eingeschlafen und schon meldet sich die Blase. Wer nachts regel...
22/09/2026

Nächtlicher Harndrang: Nachts ständig zur Toilette

Gerade eingeschlafen und schon meldet sich die Blase. Wer nachts regelmäßig zur Toilette muss, kennt nicht nur den Weg ins Bad im Dunkeln, sondern oft auch die Müdigkeit am nächsten Morgen. Nächtlicher Harndrang, medizinisch Nykturie genannt, kann viele Ursachen haben und betrifft Frauen wie Männer.

Nur zu viel getrunken?

Nicht jeder nächtliche Toilettengang ist gleich ein Grund zur Sorge. Wer abends viel trinkt, muss möglicherweise auch nachts häufiger raus. Auch Alkohol und koffeinhaltige Getränke am Abend können nächtlichen Harndrang begünstigen.

Müssen Sie jedoch regelmäßig mehrmals pro Nacht zur Toilette, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn nicht immer liegt es allein an den Trinkgewohnheiten.

Wenn die Blase keine Ruhe gibt

Eine überaktive Blase kann dafür sorgen, dass sich schon bei geringer Füllung starker Harndrang bemerkbar macht. Auch Harnwegsinfektionen können häufiges Wasserlassen verursachen – meist kommen dann Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen hinzu.

Bei Frauen können hormonelle Veränderungen nach den Wechseljahren eine Rolle spielen. Bei Männern kann eine gutartige Vergrößerung der Prostata mit nächtlichem Harndrang einhergehen. Ein schwächerer Harnstrahl oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, können zusätzliche Hinweise sein.

Nicht immer ist die Blase schuld

Manchmal produziert der Körper nachts einfach mehr Urin. Dahinter können zum Beispiel Diabetes, Schlafstörungen oder Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Wassereinlagerungen in den Beinen stecken. Auch bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.

Deshalb ist nächtlicher Harndrang nicht automatisch ein reines Blasen- oder Prostataproblem.

Ein kleines Tagebuch kann helfen

Für die ärztliche Abklärung kann es hilfreich sein, etwa drei Tage lang ein Trink- und Toilettenprotokoll zu führen. Notieren Sie, wann und wie viel Sie trinken, wann Sie zur Toilette gehen und möglichst auch die Urinmenge.

So lässt sich oft besser erkennen, ob nachts besonders viel Urin gebildet wird oder andere Ursachen wahrscheinlicher sind.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie regelmäßig mehrmals nachts aufstehen müssen, der Harndrang neu auftritt oder Ihren Schlaf deutlich beeinträchtigt, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.

Warnzeichen ernst nehmen

• Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen,

• Blut im Urin,

• Fieber oder starkes Krankheitsgefühl,

• Schmerzen im Unterbauch, Rücken oder in der Seite,

• Probleme, die Blase vollständig zu entleeren.

Nächtlicher Harndrang ist häufig, aber nicht etwas, das Sie einfach hinnehmen müssen. Ist die Ursache bekannt, lässt sich oft gezielt etwas gegen die nächtlichen Störungen unternehmen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Grauer Star: Wann wird eine Operation sinnvoll?Die Zeitung braucht plötzlich mehr Licht, entgegenkommende Autos blenden ...
19/09/2026

Grauer Star: Wann wird eine Operation sinnvoll?

Die Zeitung braucht plötzlich mehr Licht, entgegenkommende Autos blenden stärker und alles wirkt ein wenig wie durch einen Schleier? Dahinter kann ein Grauer Star stecken. Wann eine Operation sinnvoll ist, hängt dabei vor allem davon ab, wie sehr das schlechtere Sehen Ihren Alltag beeinträchtigt.

Der Graue Star, medizinisch Katarakt genannt, entwickelt sich meist langsam. Dabei trübt sich die natürliche Augenlinse zunehmend ein.

Wenn die Welt an Kontrast verliert

Konturen werden unschärfer, Farben wirken blasser und helles Licht blendet stärker. Besonders beim Autofahren in der Dämmerung oder Dunkelheit können Scheinwerfer zunehmend stören.

Auch die Brillenstärke kann sich verändern. Eine neue Brille hilft anfangs manchmal noch. Die Linsentrübung selbst lässt sich damit jedoch nicht aufhalten.

Abwarten oder operieren?

Ein Grauer Star muss nicht sofort operiert werden. Solange Sie im Alltag gut zurechtkommen und sich kaum eingeschränkt fühlen, kann häufig zunächst abgewartet werden.

Die einzige wirksame Behandlung des Grauen Stars ist allerdings eine Operation. Einen festen Zeitpunkt dafür gibt es nicht.

Fällt Ihnen das Lesen zunehmend schwer? Erkennen Sie Straßenschilder schlechter? Werden Sie beim Autofahren stark geblendet oder fühlen Sie sich beim Treppensteigen unsicher? Dann sollten Sie mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt über eine Operation sprechen.

Erst genau hinschauen

Nicht jede Sehverschlechterung wird durch einen Grauen Star verursacht. Deshalb gehört vor einer Operation eine gründliche augenärztliche Untersuchung dazu.

Dabei wird auch geprüft, ob andere Veränderungen am Auge das Sehvermögen beeinträchtigen. Vor dem Eingriff wird das Auge außerdem genau vermessen, damit die passende Stärke der künstlichen Linse bestimmt werden kann.

Was passiert bei der Operation?

Bei der Kataraktoperation wird die eingetrübte natürliche Augenlinse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt.

Welche Kunstlinse geeignet ist und ob Sie anschließend noch eine Brille benötigen, hängt von Ihren Augen und Ihren persönlichen Sehgewohnheiten ab.

Warnzeichen ernst nehmen

Nach der Operation sind Kontrolltermine wichtig. Bei starken Schmerzen, deutlicher Rötung oder einer plötzlichen Verschlechterung des Sehens sollten Sie umgehend augenärztliche Hilfe suchen.

Wann über eine Operation sprechen?

• Sie sehen trotz passender Brille zunehmend unscharf.

• Licht und Scheinwerfer blenden deutlich stärker.

• Lesen, Fernsehen oder Autofahren werden schwieriger.

• Sie fühlen sich im Alltag zunehmend unsicher.

• Das schlechtere Sehen schränkt Ihre Lebensqualität ein.

Der richtige Zeitpunkt ist individuell. Entscheidend ist nicht allein ein Messwert, sondern vor allem, wie gut Sie mit Ihrem Sehvermögen im Alltag zurechtkommen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Bewegung: Muskeln halten jungKraft im Alltag ist keine Frage des Alters allein. Schon wenige gezielte Übungen helfen, ­M...
16/09/2026

Bewegung: Muskeln halten jung

Kraft im Alltag ist keine Frage des Alters allein. Schon wenige gezielte Übungen helfen, ­Muskeln zu erhalten und wieder aufzubauen. Wer langsam ­startet, regelmäßig übt und auf Warnzeichen achtet, gewinnt mehr Sicherheit beim Aufstehen, Tragen und Treppensteigen.

Das Aufstehen aus dem Sessel war früher einfacher und die Einkaufstasche leichter? Wenn alltägliche Bewegungen mühsamer wer­den, steckt nicht immer nur »das Alter« dahinter. Oft fehlt den Muskeln nur der regelmäßige Anreiz. Das lässt sich ändern, auch ohne Fitnessstudio.

Etwa ab der Lebensmitte schwinden ohne Training Muskelmasse und Kraft. In der Medizin heißt dieser Rückgang Sarkopenie. Treppen verlangen mehr An­strengung, längeres Stehen fällt schwerer, beim Stolpern fühlen wir uns unsicher. Wer Kraftreserven hat, kommt bes­ser durch den Alltag.

Mehr Kraft, mehr Alltag

Muskeln halten uns aufrecht, stabilisieren Gelenke, helfen beim Gleichgewicht und setzen kleinen Stolperern etwas ent­gegen. Auch im Alter reagieren sie auf regelmäßige Reize. Es braucht keine Höchstleistungen, sondern Bewegungen, die fordern, ohne zu überfordern.

Trainingsgerät Stuhl

Ein stabiler Stuhl reicht für den Anfang. Setzen Sie die Füße hüftbreit auf den Bo­den, stehen Sie langsam auf und setzen Sie sich kontrolliert wieder hin. Wer unsi­cher ist, nutzt die Armlehnen oder stellt den Stuhl nahe an eine Wand. Fünf Wiederholungen sind ein guter Start. Die Übung trainiert, was im Alltag zählt: si­cher aufstehen und sich wieder hinsetzen.

Wand statt Boden

Auch A**e, Schultern und Brust profitie­ren von Kräftigung. Stellen Sie sich eine Armlänge vor eine Wand, legen Sie beide Hände auf Schulterhöhe auf und beugen Sie langsam die Ellenbogen. Da­nach drü­cken Sie sich kontrolliert wieder weg. Acht bis zehn Wiederholungen genügen.

Kleines Band, großer Nutzen

Ein Theraband braucht wenig Platz und kann viele Übungen unterstützen. Für den Rücken setzen Sie sich aufrecht hin, halten das Band mit beiden Händen straff und ziehen die Ellenbogen langsam nach hinten. Dann lösen Sie die Spannung kontrolliert wieder. Wer unsicher ist, lässt sich die Bewegung in der Physiotherapie, im Sportverein oder in einem Einsteigerkurs zeigen. Kranken­kas­sen und Seniorensportgruppen sind gute Anlaufstellen.

Zweimal pro Woche reicht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen muskelkräftigen­de Übungen an mindestens zwei Tagen pro Woche. Zwei bis drei Einheiten von 15 bis 20 Minuten sind ein gutes Ziel. Dazwischen darf ein Pausentag liegen. Star­ten Sie so leicht, dass Sie sich am nächsten Tag gut fühlen. Stechende Schmerzen sind kein Trainingsziel. Wird eine Übung leichter, steigern Sie langsam: eine Wiederholung mehr, eine zwei­­te Runde oder etwas mehr Bandspannung.

Eiweiß: Baustoff auf dem Teller

Damit Muskeln stärker werden können, brauchen sie neben Training ausreichend Eiweiß. Die Deutsche Gesellschaft für Er­nährung (DGE) nennt ab 65 Jahren einen Schätzwert von 1,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Gute Quellen sind Quark, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Tofu oder mageres Fleisch.

Wer wenig Appetit hat, stark abnimmt, vegan lebt, eine Nierenerkrankung hat oder viele Medikamente nimmt, sollte sich beraten lassen. Ihre Apotheke kann bei Trinknahrung, Nahrungsergänzung und Wechselwirkungen helfen.

Tipp

Sprechen Sie vor Trainingsstart mit Ihrem Arzt, wenn Sie Herzbeschwerden, starke Atemnot, Schwindel, schwere Osteoporose oder ein erhöhtes Sturzrisiko haben. Ansonsten gilt: klein anfangen, regelmäßig wiederholen und lieber heute fünf saubere Bewegungen schaffen, als morgen das perfekte Programm planen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Demenz - neues aus der PräventionWeltweit leiden rund 50 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wahrscheinlich doppelt s...
13/09/2026

Demenz - neues aus der Prävention

Weltweit leiden rund 50 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wahrscheinlich doppelt so viele. Forscher arbeiten daher fieberhaft an Früherkennung und Prävention. Über neue Hoffnungen und medizinische Grenzen.

Schlüssel verlegt, PIN schon wieder vergessen? So manch einer fragt sich dann besorgt, ob dies schon ein Zeichen von Demenz ist. Tatsächlich steigt mit 65-plus das Risiko. Gewissheit kann ein Check in einer Gedäch­t­nis­ambulanz bringen. Rund 200 dieser Institute gibt es in Deutschland und der Hausarzt kann Patienten dort­hin überweisen. Hier werden persönliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Schlag­­anfall und Diabetes geklärt, eine körperliche Untersuchung und ein Test, etwa der Mini-Mental-Status-Test (MMST), gemacht. Er dauert zehn bis 15 Minuten und prüft anhand von ­Fragen die Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Sprache. Je nach Resultat gibt es Entwarnung oder es muss weiter geforscht werden.

Neue Bluttests erkennen Alzheimer

Sind weitere Maßnahmen erforderlich, mussten Patienten bisher für aufwendige (und teure!) Hirn-Scans in die »Röhre« oder unangenehme Untersuchungen des Nervenwassers in der Wirbelsäule über sich ergehen lassen. Nun können zwei einfache Bluttests zumindest die für Alzheimer verantwortlichen Protein-Ablagerungen (Plaques) im Gehirn und Schäden in den Nervenzellen erkennen. Sie weisen Biomarker wie Beta-Amyloide und Tau-Proteine nach – lange bevor Veränderungen im Gehirn in bildgebenden Verfahren sichtbar werden.

Frühe Diagnose

Die Alzheimer-Bluttests sind für Europa zugelassen, werden in Deutschland bislang aber nur von Fachärzten und in Spezialkliniken durchgeführt. Ob sie künftig zu den allgemeinen Standard-Untersuchungen gehören werden, ist fraglich. Denn so wichtig eine frühe Diagnose ist, so belastend kann sie auch sein – schließlich handelt es sich bei Demenz um eine unheilbare Erkrankung. Daher ist und bleibt wichtig, dass Pa­tienten mit positivem Ergebnis gleich kom­petente Beratung erhalten und erste Behandlungsschritte erfolgen können.

Medikamente mit Grenzen

Auch wenn kürzlich neue Medikamente gegen Alzheimer zugelassen wurden, so wirken sie nur im Frühstadium und können den Verlauf der Erkrankung lediglich verzögern. Dabei handelt es sich um Antikörper, die als Infusion verabreicht werden. Sie bauen die schädlichen Proteinablagerungen im Gehirn ab. Zusätzlich gibt es sogenannte Memantine, die den Zerfall der Nervenzellen bremsen können. Da bislang kein Medikament zur Heilung führt, kommt es nicht nur auf die medizinische, sondern auch auf eine psychosoziale Betreuung der Patienten an.

Gesunder Lebensstil beugt vor

Angesichts der hoffnungsvollen, aber noch nicht optimalen, medizinischen Fortschritte sollte jeder versuchen, seine Risikofaktoren zu reduzieren. Dabei spielt ein gesunder Lebensstil eine entscheidende Rolle. Er kann – so lassen Studien es vermuten – das Demenzrisiko um bis zu 45 Prozent senken!

Auch das Hörvermögen spielt bei der Demenzprävention eine wichtige Rolle. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann soziale Isolation fördern und die geistige Leistungsfähigkeit zusätzlich belasten. Regelmäßige Hörtests beim HNO-Arzt und eine frühzeitige Versorgung bei Hörverlust können deshalb ein wichtiger Baustein sein, um beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren.

Risikofaktoren für Demenz

Bluthochdruck
erhöhte Cholesterinwerte
Diabetes Typ 2
Bewegungsmangel
Übergewicht
Depressionen
soziale Isolation
Rauchen
hoher Alkoholkonsum
unbehandelte Schwerhörigkeit
unbehandelte Sehverluste
Luftverschmutzung

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Licht aus, Tablet an?Blaues Licht gilt als Schlaf-Killer. Eine ­Bochumer Studie mit ­Kleinkindern zeigt nun: Bei ­einer ...
10/09/2026

Licht aus, Tablet an?

Blaues Licht gilt als Schlaf-Killer. Eine ­Bochumer Studie mit ­Kleinkindern zeigt nun: Bei ­einer kurzen, ruhigen Tablet-­Geschichte ist der ­Effekt auf ­das Schlafhormon nicht so eindeutig wie ­erwartet. Entscheidend bleibt, was läuft, wie lange es läuft und ob daraus ein Ritual wird.

Abends leuchtet noch das Tablet, das Kind kuschelt sich ein, eine Geschichte läuft. Viele Eltern denken sofort: lieber nicht. Blaues Licht, Melatonin, schlechter Schlaf – da war doch was. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum bringt jetzt Bewegung in diese Gewissheit. Bei Kleinkindern bestätigte sich die Erwartung nicht, dass eine kurze Tablet-Geschichte die Melatoninausschüttung stärker bremst als ein Bilderbuch. Das heißt nicht: Bildschirm an bis Mitternacht. Es heißt nur: Ganz so einfach ist die Sache nicht.

Was wurde gemessen?

Die Entwicklungspsychologinnen Sabine Seehagen, Neele Hermesch und Carolin Konrad wollten wissen, was abends mit und ohne Tablet wirklich passiert. Denn viele Studien zeigen zwar: Kinder mit viel Medienzeit schlafen oft schlechter. Sie sagen aber nicht sicher, was Ursache und was Folge ist. Stört der Bildschirm den Schlaf – oder kommt er gerade deshalb zum Einsatz, weil ein Kind schwer zur Ruhe kommt?

Darum wurden 32 Familien mit Kindern von 15 bis 24 Monaten begleitet: einmal mit Tablet-Geschichte, einmal mit Bilderbuch. Speichelproben zeigten, wie das Schlafhormon Melatonin anstieg. Eine Schlafuhr am Fußgelenk zeichnete Bewegungen in der Nacht auf. Erwartet wurde: Das Tablet bremst den Melatoninanstieg. Doch die Daten bestätigten diese Annahme nicht.

Warum das überrascht

Unser Körper nutzt Licht als Taktgeber; leuchtende Displays können den Schlafrhythmus verschieben. Deshalb klingt die Warnung vor Blaulicht logisch. Auch bei Kindern und Jugendlichen sieht die Gesamtforschung eher kritisch aus. Bildschirmmedien am Abend hängen oft mit späteren Bettzeiten und kürzerem Schlaf zusammen. Nur liegt das nicht immer allein am Licht. Oft geht es auch um Zeit, Spannung und Gewohnheit.

Eine ruhige Gute-Nacht-Geschichte ist eben nicht dasselbe wie ein wildes Video, ein Spiel mit Belohnungsreiz oder Nachrichten, die im Kopf weiterarbeiten. Je älter Kinder werden, desto stärker zählt genau dieser Sog: noch eine Folge, noch eine Runde, noch eine Antwort.

Der Inhalt schläft mit

Die Bochumer Ergebnisse sind spannend, wenn auch begrenzt. Untersucht wurde eine kleine Gruppe von Kleinkindern in einer bestimmten Situation: kurz, ruhig, begleitet und zu Hause. Daraus kann man nicht ableiten, dass jedes Kind mit jedem Bildschirm gut einschläft. Man kann aber sagen: Nicht jeder Bildschirmmoment ist automatisch ein Schlafräuber.

Was heißt das für Familien?

Für Kleinkinder bleibt Bildschirmzeit etwas, das Eltern bewusst dosieren sollten. Die Weltgesundheitsorganisa­tion empfiehlt für Kinder unter zwei Jahren möglichst keine Bildschirmzeit; für Kinder von zwei bis vier Jahren höchstens eine Stunde am Tag.

Wenn abends trotzdem mal ein Tablet im Einsatz ist, zählt der Rahmen: ruhig statt grell, gemeinsam statt allein, kurz statt endlos. Helligkeit runter, Autoplay aus, keine schnellen Clips, keine Spiele, kein »noch ein Video«. Das Gerät sollte nicht zur Einschlafhilfe werden, ohne die es abends nicht mehr geht.

Bilderbuch bleibt stark

Das gute alte Bilderbuch nimmt Tempo raus. Seiten blättern nicht von allein weiter, gezeichnete Figuren schicken keine Push-Nachrichten und Schluss ist leichter Schluss. Die Studie nimmt also nicht dem Bilderbuch den Glanz, sondern dem Tablet etwas von seinem Schrecken. Schwierig wird es, wie so oft, wenn aus der Ausnahme eine Gewohnheit wird.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Warum haben kleine Zahnprobleme oft große Folgen?Ein leichtes Ziehen beim Trinken, etwas Zahnfleischbluten oder eine rau...
07/09/2026

Warum haben kleine Zahnprobleme oft große Folgen?

Ein leichtes Ziehen beim Trinken, etwas Zahnfleischbluten oder eine raue Stelle am Zahn: Solche Veränderungen wirken zunächst oft harmlos. Manche Beschwerden verschwinden zeitweise sogar wieder. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch die Ursache behoben ist. Viele Erkrankungen im Mund entwickeln sich schleichend und bleiben lange unbemerkt.

Wer Veränderungen frühzeitig zahnärztlich abklären lässt, kann häufig verhindern, dass daraus Schmerzen, Entzündungen oder aufwendigere Behandlungen entstehen.

Karies kann sich unbemerkt ausbreiten

Karies beginnt oft ohne Schmerzen. Bakterien im Zahnbelag verarbeiten Zucker aus der Nahrung und bilden dabei Säuren. Diese greifen den Zahnschmelz an und entziehen ihm Mineralien. In einem sehr frühen Stadium kann die Zahnoberfläche unter Umständen noch stabilisiert werden.

Schreitet die Karies weiter fort, entsteht ein Defekt im Zahn. Erreicht dieser das weichere Dentin unter dem Zahnschmelz, kann der Zahn empfindlich auf Kaltes, Heißes oder Süßes reagieren. Gelangen Bakterien bis zum Zahnmark, umgangssprachlich häufig als Zahnnerv bezeichnet, kann sich das Gewebe im Zahninneren entzünden.

Mögliche Folgen sind stärkere Schmerzen, eine Wurzelkanalbehandlung oder im ungünstigen Fall der Verlust des Zahns.

Zahnfleischbluten ist ein Warnzeichen

Blutet das Zahnfleisch beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide, steckt häufig eine Zahnfleischentzündung dahinter. In einem frühen Stadium lässt sie sich meist gut behandeln und kann vollständig abheilen.

Bleibt die Entzündung bestehen, kann sie sich jedoch auf den Zahnhalteapparat ausweiten. Dann spricht man von einer Parodontitis. Dabei können sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen nach und nach zurückbilden. Die Zähne verlieren an Halt, können sich verschieben oder langfristig verloren gehen.

Da eine Parodontitis anfangs häufig kaum Schmerzen verursacht, sind regelmäßige Kontrollen bei Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt besonders wichtig. Faktoren wie Rauchen, Diabetes oder eine unzureichende Mundhygiene können das Risiko und den Verlauf zusätzlich beeinflussen.

Auch kleine Schäden sollten untersucht werden

Nicht nur Karies oder Zahnfleischentzündungen können Folgen haben. Auch eine beschädigte Füllung, ein feiner Riss oder ein abgebrochenes Stück Zahn bleibt manchmal zunächst schmerzfrei.

In kleinen Spalten und an rauen Rändern können sich jedoch leichter bakterielle Beläge und Speisereste sammeln. Außerdem kann sich die Belastung beim Kauen verändern. Dadurch kann der Defekt größer werden oder ein weiterer Teil des Zahns abbrechen.

Mögliche Warnzeichen sind:

- Empfindlichkeit oder Schmerzen beim Essen und Trinken,
- wiederholtes Zahnfleischbluten,
- Schwellungen oder Druckgefühl,
- anhaltender Mundgeruch,
- raue, scharfe oder verfärbte Stellen,
- eine lockere Füllung, Krone oder Brücke,
- Schmerzen beim Zubeißen.

Frühes Handeln erhält mehr Zahnsubstanz

Ein kleiner Defekt lässt sich häufig mit vergleichsweise geringem Aufwand versorgen. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, können dagegen umfangreichere Maßnahmen wie eine Wurzelkanalbehandlung, eine Krone oder Zahnersatz notwendig werden.

Damit nehmen meist auch die Zahl der Behandlungstermine, der Zeitaufwand und mögliche Eigenkosten zu. Welche Behandlung erforderlich ist, hängt jedoch immer vom individuellen Befund ab.

Deshalb sollten anhaltende Beschwerden oder sichtbare Veränderungen zeitnah zahnärztlich untersucht werden. Regelmäßige Vorsorgetermine helfen zudem dabei, Probleme zu erkennen, bevor Schmerzen entstehen. So lässt sich möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten und der Behandlungsaufwand häufig reduzieren.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Haut & HeilenKleine Wunden sehen oft harmlos aus. Doch ob ein Schnitt oder eine Schürfwunde gut abheilt, entscheidet sic...
04/09/2026

Haut & Heilen

Kleine Wunden sehen oft harmlos aus. Doch ob ein Schnitt oder eine Schürfwunde gut abheilt, entscheidet sich oft in den ersten Minuten. Was Sie selbst tun können, wann Pflaster reichen und wann lieber Arztpraxis oder Apotheke ins Spiel kommen, erfahren Sie hier.

Beim Kochen geschnitten, beim Aufräumen geschrammt, das Knie aufgeschlagen: Kleine Verletzungen können Sie selbst versorgen, wenn Sie sauber arbeiten und die Warnzeichen kennen.

Erst schauen, dann handeln

Bevor Sie eine Wunde anfassen: Hände waschen. Blutet es, drücken Sie mit einer sterilen Kompresse oder einem sauberen Tuch einige Minuten auf die Stelle. Sitzen Glas, Holz oder andere Fremdkörper tief in der Wunde, bitte nicht herausziehen. Dann steril abdecken und ab zum Arzt.

Ist die Blutung gestoppt, kommt die Reinigung. Schmutzpartikel lassen sich oft mit sauberem fließendem Wasser ausspülen. Seife gehört eher auf die Haut rundherum, nicht direkt in die Wunde. Lockere Erde oder Sand dürfen Sie mit einer sauberen Pinzette entfernen.

Desinfizieren, aber gezielt

Bei Schürfwunden, Schnitten mit Schmutzkontakt oder aufgegangenen Blasen kann ein Wunddesinfektionsmittel sinnvoll sein. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, was wann am besten passt. Mehl, Puder, Salbenreste oder Speichel haben auf offenen Wunden nichts verloren.

Pflaster oder Luft?

Ein Pflaster oder eine sterile Wundauflage schützt vor Reibung, Schmutz und neugierigen Fingern. Wechseln Sie Verband oder Pflaster, wenn sie feucht oder verschmutzt sind. Klebt die Auflage fest, nicht rupfen, sondern anfeuchten. Kruste oder Schorf bitte in Ruhe lassen.

Was muss zum Arzt?

Ein kleiner Schnitt mit glatten Rändern ist schnell erledigt: reinigen, eventuell desinfizieren, Pflaster drauf. Klafft der Schnitt, ist er tief, blutet stark oder sitzt er im Gesicht, an der Handfläche oder über einem Gelenk, sollte er von einer Ärztin oder einem Arzt angeschaut werden. Schürfwunden brauchen gründliches Spülen und eine nicht verklebende Auflage.

Blasen lassen Sie am besten geschlossen; die Haut darüber wirkt wie ein natürliches Pflaster. Geht eine Blase auf, behandeln Sie sie wie eine kleine Wunde. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder schlecht heilenden Wunden, Verletzungen bitte immer ärztlich abklären lassen.

Bisswunden sind besonders tückisch. Wenn Hund, Katze, Mensch oder ein unbekanntes Tier die Haut verletzt hat, sollte die Wunde sofort in ärztliche Hände. Das gilt besonders an Hand, Fuß, Gesicht oder Kopf.

Warnzeichen ernst nehmen

Sofort Hilfe holen sollten Sie, wenn die Blutung nicht stoppt, Blut stoßweise austritt, die Wunde sehr tief oder groß ist, Sie Taubheit spüren oder Finger und Zehen nicht normal bewegen können. Auch Wunden mit Erde, Eiter oder hartnäckigem Schmutz gehören ärztlich abgeklärt. Gleiches gilt bei Wärme, Schwellung, pochendem Schmerz, Fieber, roten Streifen oder üblem Geruch.

Und Tetanus?

Wundstarrkrampf-Erreger können über verunreinigte Wunden in den Körper gelangen. Erwachsene sollten ihren Schutz in der Regel alle zehn Jahre auffrischen lassen. Nach tiefen, schmutzigen Verletzungen oder Bisswunden kann das früher nötig sein. Wenn Sie Ihren Impfstatus nicht kennen, unbedingt nachfragen.

Gut gepackt

In Ihre Hausapotheke gehören sterile Kompressen, Pflaster in mehreren Größen, Verbandpäckchen, Schere, Einmalhandschuhe, Wunddesinfektionsmittel, Blasenpflaster und Pinzette. Was abgelaufen oder verklebt ist, hilft im Ernstfall nicht.

Wund-Erstversorgung

• Hände waschen.

• Blutung mit sauberem Tuch oder steriler Kompresse stoppen.

• Wunde mit sauberem Wasser spülen.

• Bei Bedarf desinfizieren und steril abdecken.

• Warnzeichen ernst nehmen: Bei zunehmendem Schmerz, Eiter, Fieber oder starker Rötung lieber zum Arzt.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

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