Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie - ÖBVP

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie - ÖBVP Der ÖBVP ist die freiwillige,unabhängige Interessenvertretung der Psychotherapeut:innen in Österreich

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) ist die freiwillige, vom Bundesministerium für Gesundheit anerkannte, unabhängige Interessenvertretung, die sich mit der psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung in Österreich sowie einem Rahmenvertrag für Psychotherapie befasst. Der ÖBVP setzt sich für die Weiterentwicklung der Psychotherapie in Österreich ein.

ÖBVP als Dachverband von:

- PsychotherapeutInnen,
- PsychotherapeutInnen in Ausbildung,
- anerkannten Einrichtungen des psychotherapeutischen Fachspezifikums,
des psychotherapeutischen Propädeutikums, sowie der Fort-, und Behandlungseinrichtungen

Wesentliche Ziele:

- Vertretung der Interessen der PsychotherapeutInnen
- Information der Öffentlichkeit über Psychotherapie,
- Befassung mit Fragen der Berufsethik,
- Qualitätssicherung und KonsumentInnen-Schutz

Hauptanliegen:
- Förderung und Weiterentwicklung der Psychotherapie als eigenständige Wissenschaft
- Weiterentwicklung von Theorie und Praxis der Psychotherapie

Mitglied bei:

- Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
- Europäischem Verband für Psychotherapie (EAP)
- World Council for Psychotherapy (WCP)

🛡️ Welttag der Patientensicherheit am 17. September: Sichere Versorgung braucht auch psychische GesundheitAm 17. Septemb...
17/09/2026

🛡️ Welttag der Patientensicherheit am 17. September: Sichere Versorgung braucht auch psychische Gesundheit

Am 17. September ist Welttag der Patientensicherheit. Der Aktionstag erinnert daran, wie wichtig eine sichere, qualitätsvolle und verlässliche Gesundheitsversorgung für alle Patient:innen ist.

Das gilt auch für die psychotherapeutische Versorgung. Patient:innensicherheit bedeutet hier unter anderem hohe fachliche Standards, qualitätsgesicherte Psychotherapie und eine gute Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen.

Doch Sicherheit beginnt bereits beim Zugang zur Versorgung. Wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen lange auf einen geeigneten Psychotherapieplatz warten oder notwendige Unterstützung aus finanziellen Gründen nicht in Anspruch nehmen können, kann sich ihre Situation verschärfen.

💬 Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP:
„Patient:innensicherheit bedeutet auch, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen rechtzeitig die professionelle Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Dafür braucht es einen verlässlichen und niederschwelligen Zugang zu qualitätsgesicherter Psychotherapie.“

Der ÖBVP setzt sich deshalb für eine flächendeckende, leistbare und qualitätsvolle psychotherapeutische Versorgung in Österreich ein.

💛 „Man kann sich auch unter Menschen allein fühlen. Reden hilft.“Einsamkeit bedeutet nicht immer, allein zu sein. Manchm...
15/09/2026

💛 „Man kann sich auch unter Menschen allein fühlen. Reden hilft.“

Einsamkeit bedeutet nicht immer, allein zu sein. Manchmal entsteht sie mitten unter Menschen – wenn Nähe fehlt, wir uns nicht verstanden fühlen oder das Gefühl haben, mit unseren Gedanken und Sorgen allein zu bleiben.

Gerade dann kann es schwerfallen, über die eigenen Gefühle zu sprechen. Doch ein Gespräch kann ein erster Schritt sein, um wieder Verbindung zu erleben.

Psychotherapie hilft dabei, Einsamkeit und die dahinterliegenden Gefühle zu verstehen, belastende Beziehungsmuster zu erkennen und neue Wege zu Nähe und Verbundenheit zu entwickeln.

Anlässlich des Yellow September, der in diesem Jahr Einsamkeit in den Mittelpunkt stellt, möchten wir daran erinnern: Psychische Belastungen müssen nicht allein getragen werden.

💬 Man kann sich auch unter Menschen allein fühlen. Reden hilft.

💛 Papageno-Medienpreis 2026: Worte haben WirkungAm Donnerstag, am Welttag der Suizidprävention, wurde im Presseclub Conc...
14/09/2026

💛 Papageno-Medienpreis 2026: Worte haben Wirkung

Am Donnerstag, am Welttag der Suizidprävention, wurde im Presseclub Concordia der Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung 2026 verliehen. Der Preis macht auf ein Thema aufmerksam, das besondere journalistische Verantwortung verlangt: Wie über Suizidalität und psychosoziale Krisen berichtet wird, kann einen Unterschied machen - und zur Prävention beitragen.

Der diesjährige Preis ging an ORF-Journalist Leon Hoffmann-Ostenhof für seinen THEMA-Beitrag „Bauernburnout - Wenn Bauern nicht mehr können“. Die Jury würdigte insbesondere, dass der Beitrag nicht bei der Krise stehen bleibt, sondern die Bewältigung psychosozialer Krisen in den Mittelpunkt rückt und Menschen zeigt, die offen über ihre Erfahrungen und Wege aus der Krise sprechen.

Genau darin liegt die Bedeutung des Papageno-Effekts: Medienberichte, die Wege aus Krisen, Unterstützung und Bewältigung sichtbar machen, können Hoffnung vermitteln und suizidpräventiv wirken. Dieser Preis würdigt Journalist:innen, die sich dieser Verantwortung bewusst sind und damit einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten.

ÖBVP-Präsidentin Barbara Haid und 2. Vize-Präsidentin Ines Gstrein waren dabei. Für den ÖBVP ist klar: Suizidprävention braucht Aufmerksamkeit, Entstigmatisierung, verantwortungsvolle Kommunikation - und professionelle Unterstützung, die Menschen in psychischen Krisen rechtzeitig erreicht.

Für besonders berührende Momente des Abends sorgte die Musikerin Ina Regen mit zwei Songs. Ihr neues Album „Revolution der Liebeslieder“ erzählt von Schmerz, Zuversicht und einem „Ja zum Leben“. Mehr zum Album: https://www.inaregen.at/revolution-der-liebeslieder

💛 Danke an alle, die dazu beitragen, Suizidprävention sichtbar zu machen, Hoffnung zu vermitteln und Wege zu professioneller Hilfe aufzuzeigen.

Personen von links im Bild:
Golli Marboe (VsUM), Ines Gstrein (ÖBVP), Christina Dietscher (BMASGPK), Christian Haring (SUPRA Suizidprävention Austria), Barbara Haid (ÖBVP), Alexander Grabenhofer-Eggerth (GÖG), Ina Regen (Musikerin), Konstantin Ziegler (BMASGPK) und Thomas Kapitany (ÖGS).

🧠 Sind wir jetzt alle Therapeut?„Toxisch“, „Trigger“, „Narzissmus“, „Gaslighting“ oder „Red Flags“ – psychologische und ...
14/09/2026

🧠 Sind wir jetzt alle Therapeut?

„Toxisch“, „Trigger“, „Narzissmus“, „Gaslighting“ oder „Red Flags“ – psychologische und psychotherapeutische Begriffe sind zunehmend Teil unserer Alltagssprache und in sozialen Medien allgegenwärtig.

In einem aktuellen Artikel in Die Presse beschäftigt sich Journalistin Mirjam Epstein mit dieser Entwicklung. Auch Ines Gstrein, 2. Vizepräsidentin des ÖBVP, kommt darin zu Wort: „Psychologische Schlagwörter sind auf dem Vormarsch.“ Gleichzeitig fehle häufig das notwendige Detailwissen. Gerade bei psychischer Gesundheit seien jedoch korrekte Begriffe wichtig, anstatt vorschneller Zuschreibungen und Vereinfachungen.

Ein Beispiel ist „Narzissmus“. Nicht jeder Mensch, der sich egoistisch, selbstbezogen oder wenig empathisch verhält, hat deshalb eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Auch „Trigger“ stammt ursprünglich aus einem konkreten fachlichen Kontext: der Traumatherapie und der posttraumatischen Belastungsstörung.

💬 Gstrein warnt davor, komplexe psychologische Konzepte oder Beziehungsdynamiken vorschnell auf ein Etikett zu reduzieren. Dadurch bestehe die Gefahr, Menschen und ihr Verhalten zu pathologisieren und gleichzeitig den Bereich dessen zu verengen, was wir gesellschaftlich als normal betrachten.

Dass wir heute offener über psychische Gesundheit sprechen, ist wichtig. Ebenso wichtig ist ein differenzierter und informierter Umgang mit der Sprache, die wir dafür verwenden.

👉 Denn nicht jedes schwierige Verhalten braucht eine Diagnose – und komplexe menschliche Erfahrungen lassen sich selten mit einem einzigen Schlagwort erklären.

Den vollständigen Artikel von Mirjam Epstein „Sind wir jetzt alle Therapeuten?“ findest du hier: https://www.diepresse.com/41170880/sind-wir-jetzt-alle-therapeuten

💛 Einsamkeit ernst nehmen - Verbindung schaffenHeute, am 10. September, ist Welttag der Suizidprävention. Gleichzeitig b...
10/09/2026

💛 Einsamkeit ernst nehmen - Verbindung schaffen

Heute, am 10. September, ist Welttag der Suizidprävention. Gleichzeitig beginnt der Yellow September - ein Monat, der auf psychosoziale Gesundheit und Suizidprävention aufmerksam macht. In diesem Jahr steht dabei das Thema Einsamkeit im Mittelpunkt.

Einsamkeit ist mehr als das Alleinsein. Sie kann auch entstehen, wenn soziale Kontakte vorhanden sind, aber Nähe, Zugehörigkeit oder echte Verbindung fehlen. Hält Einsamkeit länger an, kann sie zu einer erheblichen psychischen Belastung werden.

Gerade deshalb ist es wichtig, früh hinzuschauen, zuzuhören und Unterstützung erreichbar zu machen. Psychotherapie hilft dabei, belastende Gefühle und Erfahrungen zu verstehen, neue Perspektiven zu entwickeln und Wege aus sozialem Rückzug und Isolation zu finden.

💬 Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP:
„Suizidprävention ist auch eine Frage der Versorgung. Menschen in psychischen Krisen brauchen rasch erreichbare, niederschwellige und professionelle Unterstützung. Niemand sollte in einer Krise allein bleiben, weil passende Hilfe nicht rechtzeitig verfügbar ist.“

💛 Der Yellow September lädt uns dazu ein, über Einsamkeit zu sprechen, aufeinander zuzugehen und psychische Krisen nicht zu tabuisieren.

Du musst mit einer Krise nicht allein bleiben.

📞 Telefonseelsorge: 142
👧 Rat auf Draht: 147
🚑 Bei akuter Suizidgefahr: 144

💬 „Ich glaube, dass man auf eine gesunde und vernünftige Gesellschaft hoffen kann und muss.“ – Erich FrommPsychische Ges...
08/09/2026

💬 „Ich glaube, dass man auf eine gesunde und vernünftige Gesellschaft hoffen kann und muss.“ – Erich Fromm

Psychische Gesundheit entsteht nicht losgelöst von der Welt, in der wir leben. Beziehungen, soziale Sicherheit, Arbeitsbedingungen, gesellschaftliche Teilhabe und das Gefühl von Zugehörigkeit prägen unser Wohlbefinden und können auch zu Belastungsfaktoren werden.

Der Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Sozialpsychologe Erich Fromm stellte den Menschen und seine Beziehung zur Gesellschaft ins Zentrum seines Denkens. Für ihn gehörten individuelle und gesellschaftliche Entwicklung untrennbar zusammen.

Dabei sind wir nicht nur von gesellschaftlichen Bedingungen geprägt: Wir alle sind Teil dieser Gesellschaft und gestalten sie mit – durch unser Handeln, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen und die Art, wie wir miteinander umgehen. Individuelle Entwicklung kann damit auch gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen.

🧠 Psychotherapie betrachtet Menschen nicht isoliert von ihren Lebensbedingungen. Sie schafft einen geschützten Raum, um persönliche Erfahrungen, Beziehungen und Belastungen zu verstehen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Fromms Gedanke erinnert uns daran: Psychische Gesundheit ist nicht ausschließlich eine individuelle Aufgabe. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen uns – und gleichzeitig tragen wir als Einzelne dazu bei, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt.

🎒 Schulstart: Psychische Gesundheit geht mit in die SchuleAm 7. September beginnt für viele Kinder und Jugendliche wiede...
07/09/2026

🎒 Schulstart: Psychische Gesundheit geht mit in die Schule

Am 7. September beginnt für viele Kinder und Jugendliche wieder die Schule. Neben Vorfreude kann der Schulalltag auch Leistungsdruck, Ängste und andere psychische Belastungen mit sich bringen.

💙 Mit fit4SCHOOL setzt sich der ÖBVP seit Jahren für niederschwellige psychotherapeutische Angebote direkt im Lebensraum Schule ein.

Schüler:innen klopfen an die Türe, es öffnet ein/e Psychotherapeut:in, empathisch, offen, „einfach da“.

🏫 Der neu eingeführte, zukunftsweisende Chancenbonus des Bildungsministeriums stärkt die Unterstützung an Schulen zusätzlich: Im Schuljahr 2026/27 erhalten 400 ausgewählte Volks- und Mittelschulen österreichweit zusätzliche personelle Ressourcen.

Schulpsychotherapeut:innen sind mit dabei, 71 Kolleg:innen beginnen ihre Arbeit als Teil des Unterstützungsteams für die Schüler:innen, die Lehrer:innen und auch für die Eltern. Sie arbeiten unter anderem mit Schulsozialarbeiter:innen, Schulpsycholog:innen oder auch Sozialpädagog:innen zusammen.

Für Schüler:innen und Eltern bedeutet dies zusätzliche Unterstützung direkt dort, wo sie im Schulalltag gebraucht und besonders wirksam wird.

👉 Der ÖBVP setzt sich dafür ein, Psychotherapie im Lebensraum Schule weiter auszubauen und nachhaltig zu verankern.

🧠 Orientierung im PSY-Dschungel: Wer hilft wann? Psychotherapie, Klinische Psychologie oder Psychiatrie? Wer psychische ...
03/09/2026

🧠 Orientierung im PSY-Dschungel: Wer hilft wann?

Psychotherapie, Klinische Psychologie oder Psychiatrie? Wer psychische Unterstützung sucht, steht oft vor der Frage, welche Form der Unterstützung die passende ist und wie die unterschiedlichen Professionen zusammenwirken.

Genau darum ging es beim Workshop „Orientierung im PSY-Dschungel“, zu dem der ÖBVP gemeinsam mit der Österreichischen Medienakademie am 27. August eingeladen hat.

👥 Die vier Referentinnen Maria Trigler, Vorsitzende des SLP, Klinische Psychologin und Psychotherapeutin, Henriette Löffler-Stastka, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin sowie Psychotherapeutin, Ines Gstrein, 2. Vizepräsidentin des ÖBVP und Psychotherapeutin, und Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP und Psychotherapeutin, gaben Einblicke in die integrierte psychische Gesundheitsversorgung sowie die Akademisierung der psychotherapeutischen Ausbildung in Österreich.

Im Fokus standen die Unterschiede und das Zusammenspiel von Psychotherapie, Klinischer Psychologie und Psychiatrie, die Orientierung für Patient:innen sowie das Psychotherapiegesetz 2024 und dessen Auswirkungen.

Es gibt nicht den österreichweit einheitlichen Weg in die Versorgung.

📞 Wer Orientierung im österreichischen Gesundheitssystem benötigt, kann sich mit seiner Problemlage an die Gesundheitsberatung 1450 wenden. Bei einem akuten psychiatrischen Notfall an die Rettung 144.

Mehr Informationen rund um Psychotherapie, Psychotherapeut:innen und psychotherapeutische Versorgung findest du unter psychotherapie.at.

Adresse

Löwengasse 3/3/4
Wien
1030

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