Romina Salerno · Tiefe, Atem & Meer

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Romina Salerno · Tiefe, Atem & Meer Eintauchen. Halten. Auftauchen. Mit Körper, Atem & Meer – Delfinreisen & Retreats: MareViva.

Ich begleite feinfühlige Menschen zurück in Verbindung mit sich selbst – traumasensibel, im eigenen Tempo, auch wenn der Boden nachgibt: in Trauer & Übergängen.

01/10/2026
01/10/2026

Drei Atemzüge. Mehr braucht es manchmal nicht, damit der Körper merkt, dass gerade keine Gefahr ist.

Es kommt oft derselbe Satz: dafür habe ich keine Zeit. Zwischen Arbeit, Terminen und allem, was noch drumherum liegt, ist eine halbe Stunde Stille selten drin.

Deshalb habe ich etwas Kurzes gemacht. Fünf Minuten, mitten in deinem Tag, ohne Vorbereitung und ohne Technik. Du kannst es hören, wo du gerade bist.

Es heisst ATEM HOLEN, und ich schenke es dir.

Wenn du es hören magst, schreib ATEM in die Kommentare, dann schicke ich dir den Link. Wer lieber gleich loslegt, findet ihn in meiner Bio.

Zwanzig Jahre lang ging es an den gleichen See. Die Kinder kannten es dort, es war einfach, und irgendwann war es Tradit...
22/09/2026

Zwanzig Jahre lang ging es an den gleichen See. Die Kinder kannten es dort, es war einfach, und irgendwann war es Tradition. Jetzt sind sie ausgezogen. Und im Sommer fährst du wieder an den See.
Es ist ja nichts falsch daran. Nur hast du nie ausgesprochen, wohin du eigentlich wolltest.

Bei Geld für andere geht es leicht. Für das Kind, für die Eltern, für ein Geschenk. Bei sich selbst wird gerechnet, verschoben, im Warenkorb liegen gelassen. Und es hat selten damit zu tun, wie viel auf dem Konto liegt.

Wer früh gelernt hat, dass eigene Wünsche zu viel waren, spürt sie später kaum noch als Wünsche. Sie kommen als kurzer Gedanke und sind gleich wieder weg. Das ist erlernt. Es war einmal etwas, das du gebraucht hast, um dazuzugehören.

Solange die Kinder klein waren, gab es einen Grund. Der Grund ist inzwischen weg, und trotzdem bleibt es beim See.
Manchmal ist Zurückhaltung einfach vernünftig, dann stimmt sie. Und manchmal ist sie eine alte Gewohnheit, die niemand mehr braucht. Den Unterschied merkt man daran, wie es sich anfühlt, wenn man daran denkt.

Was ist bei dir dieser See?

16/09/2026

Im Integrationskreis am Ende der Atemreisenwoche hat eine Teilnehmerin gefragt, woher der Körper eigentlich weiss, dass er wieder atmen muss. Ich bin so ins Schwärmen gekommen, dass ich mich selber reden hörte.

Es läuft über das Kohlendioxid. Wir atmen Sauerstoff ein und CO2 aus. Halten wir den Atem an, sammelt sich das CO2 im Blut und steigt, bis Sensoren im Hirnstamm die Veränderung melden. Von dort geht der Befehl ans Zwerchfell, diesen grossen Atemmuskel unter den Rippen. Halten wir weiter an, beginnt es von selbst zu zucken. Diese Kontraktionen kommen, ob man will oder nicht.

Wichtig, falls das jemand ausprobieren möchte: Atem anhalten wird nie allein im Wasser geübt, auch nicht in der Badewanne. Bei zu wenig Sauerstoff kann man ohnmächtig werden, deshalb immer nur mit jemandem, der dich sieht.

Beim Apnoetauchen fand ich die Kontraktionen die ersten Male sehr unangenehm. Dieses Ziehen im Bauch und der Gedanke, was passiert jetzt gleich mit mir. Inzwischen sind sie mir vertraut. Wenn sie kommen, stelle ich mir vor, wie ich ganz weit werde. Dann geht die Welle durch, und dahinter beginnt eine ruhige Phase, in der ich noch einmal lange halten kann.

Verändert hat sich vor allem die Angst. Aus «was passiert jetzt» wurde ein Wissen: Mein Körper kann damit umgehen.

Wie ist das bei dir, wenn dein Atem knapp wird?

10/09/2026

Wenn es oben stürmt, gehen die Wellen hoch, und unten bewegt sich fast nichts. Ein paar Meter genügen. Das ist dasselbe Wasser, nur an einer anderen Stelle.

Ich muss oft daran denken, wenn jemand zu mir sagt, dass gerade alles zu viel ist. Von oben sieht man nur die Wellen. Man kommt sich vor, als wäre man das.

Die ruhige Stelle ist trotzdem da. Sie ist nur weiter unten, und man kommt nicht im Sturm dorthin, sondern indem man tiefer geht.

08/09/2026

Die Delfine im Roten Meer sind wilde Tiere, und was dort teilweise passiert, hat mit Begegnung nichts zu tun.😭

Wir halten uns an den Code of Conduct der Dolphin Watch Alliance, erarbeitet aus Forschungsdaten seit 2009 und zusammen mit der ägyptischen Regierung. Kein Hinterherfahren, kein Berühren, kein Füttern.
Wenn sie ruhen, halten wir Abstand.

Am 3. Oktober fahre ich wieder los, sieben Tage auf dem Roten Meer. Die Anmeldung ist bis zum 13. September offen, danach schliesse ich die Organisation ab. Es sind noch Plätze frei.

Meld dich gerne, wenn du dabei sein möchtest. 🐬

Für AUFTAUCHEN habe ich die Audios selbst eingesprochen.Wenn ich mit Menschen im Raum arbeite, sehe ich, was passiert. J...
03/09/2026

Für AUFTAUCHEN habe ich die Audios selbst eingesprochen.

Wenn ich mit Menschen im Raum arbeite, sehe ich, was passiert. Jemand atmet flacher, jemand sinkt in die Schultern, jemand macht die Augen wieder auf. Dann werde ich langsamer oder sage etwas nochmal, meistens ohne dass ich es merke.

Vor dem Mikrofon fällt das weg. Ich sitze in meinem Zimmer und rede in einen leeren Raum hinein. Also habe ich mich beim Sprechen jedes Mal auf die andere Seite gesetzt. Ich habe mir vorgestellt, wie jemand das hört, mit geschlossenen Augen, an einem Tag, von dem ich nichts weiss.

Das hat mich langsamer gemacht. Ich habe die Pausen länger stehen lassen, als sich beim Sprechen richtig anfühlte. Wer zuhört, braucht die Zeit, die ich sonst an den Gesichtern ablese.

Wenn du also irgendwann denkst, sie könnte ruhig weiterreden: Die Stille ist Absicht. Sie gehört dir.

Am Sonntag geht es los. Sieben Morgen, sieben Audios, und diese Pausen darin. Link in der Bio.

31/08/2026

Wenn jemand aufgeregt ist, sagen wir: atme mal tief durch. Gemeint ist fast immer das Einatmen, und genau da liegt der Fehler.

Beim Einatmen wird dein Herzschlag schneller. Beim Ausatmen wird er langsamer. Das ist messbar und passiert bei jedem Menschen, den ganzen Tag über, ohne dass es jemand merkt.

Das hat übrigens einen Namen, respiratorische Sinusarrhythmie. Kannte ich selber lange nicht. Klingt nach Diagnose, ist aber ein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist.

Wer sich beruhigen will, arbeitet also mit der zweiten Hälfte. Länger ausatmen als einatmen, und der Körper folgt.

Im Wasser sehe ich das oft. Jemand atmet ein und hält dann fest. Das Ausatmen kommt kurz und knapp, so als gäbe es gleich wieder etwas zu erledigen.

Und deshalb tut Singen gut. Eine Liedzeile ist eine lange, gleichmässige Ausatmung. Im Auto, unter der Dusche, im Chor. Der Körper macht dabei genau das, was er zum Runterkommen braucht.

Ab dem 6. September gehe ich das in sieben Tagen mit dir durch. AUFTAUCHEN heisst die Atemreise, Link in der Bio.

Singst du irgendwo, wo dich niemand hört?

Du hast eine Atemübung auf dem Handy. Irgendwann gespeichert, an einem Abend, an dem es zu viel war. Du hast sie zweimal...
27/08/2026

Du hast eine Atemübung auf dem Handy. Irgendwann gespeichert, an einem Abend, an dem es zu viel war. Du hast sie zweimal gehört, vielleicht dreimal, und es war schön. Danach lag sie in einem Ordner mit den anderen Dingen, die auch gutgetan hätten. Der Podcast über Trauer, den dir eine Freundin geschickt hat. Die Yoga-Sequenz für den Rücken, und das Rezept mit dem Magnesium.

Du scrollst daran vorbei und es gibt einen kleinen Stich. Ich bleibe an nichts dran. Dabei bleibst du an ziemlich vielem dran. Du rufst deine Mutter jeden Sonntag an, auch wenn das Gespräch immer gleich läuft. Du bist seit Jahren die, die das Familienfest organisiert. Der Atem ist nur das Erste, was rausfällt, wenn ein Tag eng wird. Er wird flacher, und du merkst es abends an den Schultern, wenn überhaupt.

Nach ein paar Wochen bemerkst du ihn gar nicht mehr. Er ist der Grundton geworden, in dem du durch deine Tage gehst.

Ein einzelnes Audio dreht das nicht. Man hört es, es tut gut, und am nächsten Tag ist der Atem wieder dort, wo er vorher war. Der Körper merkt sich etwas erst, wenn es sich wiederholt.

Ein Kurs wäre das andere Extrem. Wochen, Termine, wieder etwas, das du schaffen musst oder eben nicht schaffst.

Also sieben Tage.

Am 6. September beginnt AUFTAUCHEN. Jeden Morgen kommt ein kurzes Audio mit einer Übung, per Mail oder im Telegram-Kanal. Meist um die sieben Minuten, keines länger als zehn. Du hörst es, wann es in deinen Tag passt, und behalten darfst du es auch.

Du kannst die ganze Woche schweigen und einfach nur atmen. Das reicht völlig. Wer mag, kommt am 13. September in einen Zoom-Kreis dazu. Dabei sein muss niemand.

Am Ende hast du sieben Übungen, die du kannst, ohne nachzuschauen. Im Zug, vor einem Gespräch, das dir bevorsteht, nachts um drei, wenn du wach liegst. Und du merkst schneller, wenn dein Atem flach wird. Vielleicht stellst du dabei fest, dass er tiefer geht, als du dachtest.

Es kostet 37 Franken. Link in der Bio.

Ein Kind zieht aus. Ein Elternteil wird plötzlich pflegebedürftig. Du ziehst um, in eine Wohnung, die noch nach niemande...
25/08/2026

Ein Kind zieht aus. Ein Elternteil wird plötzlich pflegebedürftig. Du ziehst um, in eine Wohnung, die noch nach niemandem riecht.

Wir nennen das Übergänge, und das klingt nach einer Brücke, die man überquert. In Wirklichkeit steht am Anfang ein Verlust. Etwas geht weg, und was danach kommt, ist oft noch nicht einmal in Sichtweite.

Dazwischen liegt eine Leere. Die ist unangenehm, weil sie sich nach nichts anfühlt. Man kann nicht zurück und noch nicht weiter, und der Boden, auf dem man vorher stand, trägt nicht mehr.

Manchmal fühlt sich diese Leere an wie ein schwarzes Loch. Und manchmal ist sie der Ort, aus dem etwas Neues kommt. Meistens ist es beides. Erst das schwarze Loch, später der Ort, aus dem etwas gekommen ist.

Ich kenne diese Stelle aus dem Leben….und aus dem Atem. Nach dem Ausatmen, bevor der nächste Zug beginnt. Da ist nichts, und es geht trotzdem weiter.

In welchem Übergang steckst du gerade?

Adresse

Reichenbachstrasse 6
Bern
3004

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Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 14:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 19:00
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