Romina Salerno · Tiefe, Atem & Meer

Romina Salerno · Tiefe, Atem & Meer Eintauchen. Halten. Auftauchen. Mit Körper, Atem & Meer – Delfinreisen & Retreats: MareViva.

Ich begleite feinfühlige Menschen zurück in Verbindung mit sich selbst – traumasensibel, im eigenen Tempo, auch wenn der Boden nachgibt: in Trauer & Übergängen.

21/08/2026

Im Wasser fällt vieles weg, das dein Körper sonst ununterbrochen erledigt. Das Gleichgewicht halten. Die Schwerkraft ausgleichen. Auf Geräusche reagieren, die von überall kommen.

Unter Wasser wird das alles leiser. Der Druck ist von allen Seiten gleich, der Boden fehlt, die Geräusche verschwimmen. Dein Körper hat weniger zu tun, und dein Nervensystem darf herunterschalten.

Deshalb passieren im Wasser Dinge, die Menschen überraschen. Manche werden plötzlich müde. Manche fangen an zu weinen, ohne zu wissen, warum. Manche merken zum ersten Mal seit Monaten, wie erschöpft sie eigentlich sind.

Ich erlebe das immer wieder, wenn ich mit Menschen im Wasser bin. Das muss niemand behandeln. Es ist das, was übrig bleibt, wenn der Körper sich einen Moment lang nicht anstrengen muss.

Wasser ist bei mir keine Kulisse. Es ist der Grund, warum manches dort möglich wird.

Was macht das Wasser mit dir?
Erzähl mir davon.

19/08/2026

Fast alle sagen denselben Satz. Untertauchen mit dem Kopf, das kann ich nicht. Und fast alle sagen kurz danach, dass sie es sich wünschen.
Diese beiden Sätze gehören zusammen. Der Körper erinnert sich an das Wasser, weil es unsere erste Umgebung war, neun Monate lang, und wahrscheinlich viel länger als das. Wir kommen aus dem Wasser.

Dazwischen liegt oft eine Erfahrung, die niemand mehr erzählt. Druck im Schwimmunterricht. Jemand, der geschoben hat. Ein Moment am Wasser, an den nur der Körper sich erinnert.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Trauma. Was ich dabei gelernt habe: Trauma entsteht dort, wo nicht gewählt werden konnte. Weil jemand abhängig war, weil eine Gruppe drängte, weil es zu viel wurde auf einmal. Heilung beginnt in dem Moment, in dem wieder gewählt werden kann.

Im Wasser ist das keine Theorie. Du wählst, ob du abtauchst. Du wählst, wie tief und wie lange. Und du wählst, wann du wieder hochkommst. Erst wenn der Körper das glaubt, geht er von allein nach unten.

Eine Teilnehmerin stand im letzten Schnorchelkurs im Wasser, strahlte und sagte: Jetzt kann ich wählen. Später hat sie mir geschrieben: Danke, dass die Heilung meines Tauchtraumas Platz hatte.

Wenn dir das Untertauchen schwerfällt, liegt es nicht daran, dass du dich zu wenig anstrengst.

Wie ist das bei dir mit dem Untertauchen? Schreib es mir, ich lese alles.

Drei Atemzüge. Mehr braucht es manchmal nicht, damit der Körper merkt, dass gerade keine Gefahr ist.Am Ende einer Stunde...
14/08/2026

Drei Atemzüge. Mehr braucht es manchmal nicht, damit der Körper merkt, dass gerade keine Gefahr ist.
Am Ende einer Stunde kommt oft derselbe Satz: dafür habe ich keine Zeit. Zwischen Arbeit, Terminen und allem, was noch drumherum liegt, ist eine halbe Stunde Stille selten drin.

Deshalb habe ich etwas Kurzes gemacht. Fünf Minuten, mitten in deinem Tag, ohne Vorbereitung und ohne Technik….du kannst es hören, wo du gerade bist.

Es heisst ATEM HOLEN, und ich schenke es dir.
Wenn du es hören magst, schreib ATEM in die Kommentare. Dann schicke ich dir den Link.
Wer lieber gleich loslegt, findet ihn auch in meiner Bio.

Achthundert Meter schnorcheln, nur mit den Beinen, unter fünfzehn Minuten.Da ging mir die Puste aus. Ich bin Freitaucher...
09/08/2026

Achthundert Meter schnorcheln, nur mit den Beinen, unter fünfzehn Minuten.
Da ging mir die Puste aus. Ich bin Freitaucherin, ich bin seit Jahren im Wasser, und ich habe gekämpft.

Geschafft habe ich es trotzdem. Heute habe ich meine Ausbildung zum PADI Snorkel Guide abgeschlossen. 🥳

Einiges war Wiederholung aus meinem Freedive-Training. Überrascht hat mich, wie viel Vorausdenken in einer Tour steckt, die leicht aussehen soll.
Wo steige ich aus, wenn etwas passiert. Wer braucht meinen Blick öfter. Was mache ich, bevor jemand merkt, dass etwas nicht stimmt.

Am wichtigsten ist das Briefing. Wer vorher weiss, wie die Tour verläuft und was ihn erwartet, geht ruhiger ins Wasser. Die halbe Sicherheit entsteht, bevor jemand nass wird.

Es war viel auf einmal. Und es hat bestätigt, was ich sowieso tue. Ruhe halten, Sicherheit geben, und im Notfall genau wissen, was zu tun ist.
Diese Ruhe kommt daher, dass jemand vorher an alles gedacht hat.

Warst du schon mal an einem Punkt, an dem dir die Puste ausging und du es trotzdem geschafft hast? Erzähl mir davon.

07/08/2026

Der Reflex heisst Mammalian Dive Reflex, Tauchreflex der Säugetiere. Delfine haben ihn, Robben, Wale. Und wir.

Sobald kaltes Wasser dein Gesicht berührt, wird dein Herzschlag langsamer und das Blut sammelt sich in der Mitte des Körpers. Du musst nichts dafür tun. Dein Körper weiss das noch.

Ich denke oft daran, wenn ich mit Delfinen im Wasser bin. Für sie ist das jeden Tag so. Ihr Körper macht das, ohne dass sie darüber nachdenken.
Und dann tauche ich ab, und dasselbe geschieht in mir. Langsamer Herzschlag, Stille, ein Körper, der weiss, was zu tun ist.

Wir haben mehr gemeinsam mit ihnen, als wir denken. Spüren müssen wir es erst wieder lernen.

Warst du schon einmal so im Wasser, dass alles ruhig wurde? Erzähl mir davon.

31/07/2026
31/07/2026

Ich war schon als Kind am liebsten im Wasser. Ich habe immer gesagt, ich komme aus dem Meer.
Und trotzdem bin ich erst mit vierundfünfzig zum ersten Mal richtig abgetaucht. Ohne Gerät, nur mit dem Atem. So tief zu gehen, das hatte ich mir lange nicht zugetraut.

Freitauchen, dachte ich, das machen die Jungen, die Sportlichen, die, die früh angefangen haben.
Dann stand ich im Wasser, holte einmal tief Luft und ging nach unten. Und da war nichts von zu spät. Da war nur ich, der Atem und die Stille.

Das Freitauchen ist nur mein Beispiel. Gemeint ist die Sache, die du vielleicht schon als Kind gern getan hast und dir später nicht mehr zutraust.
Eines Tages hat keinen Platz im Kalender. Vielleicht fängt deins ja diese Woche an.

Was ist dein «eines Tages»? Schreib es in einem Wort in die Kommentare. Manchmal wird es wahrer, sobald man es einmal ausspricht.

Über das Abtauchen reden alle. Über das Auftauchen selten.Dabei ist das Auftauchen oft der schwerere Teil. Zurück an die...
28/07/2026

Über das Abtauchen reden alle. Über das Auftauchen selten.
Dabei ist das Auftauchen oft der schwerere Teil. Zurück an die Oberfläche, zurück in den Tag, der einfach weitergelaufen ist, als wäre nichts gewesen.
In der Tiefe ist es still. Da trägt dich das Wasser, da musst du nichts halten. Der Weg nach oben ist der, auf dem das Gewicht zurückkommt.
Ich sehe das bei Frauen, die einen Verlust tragen. Ganz unten, im Innehalten, finden sie einen Moment Ruhe. Und dann kommt der Alltag, und mit ihm die Frage, wie man weiterlebt, wenn draussen alles beim Alten ist.
Auftauchen braucht Zeit. Mehr, als man ihr meist zugesteht. Und es geht leichter, wenn dich dabei jemand hält, bis du oben wieder festen Stand hast.

Wo stehst du gerade, unten in der Ruhe oder mitten im Auftauchen? Schreib mir ein Wort, wenn du magst.

22/07/2026

Der ehrlichste Grund, warum Menschen mit mir ans Meer fahren, steht nicht auf der Website.

Sie kommen, wenn etwas zu Ende gegangen ist. Manchmal wissen sie selbst nicht genau warum. Sie buchen den Platz und merken erst am Meer, was sie wirklich gesucht haben.

Das Meer fragt nicht — es hält einfach.

Ich kenne dieses Gefühl. Und deshalb nehme ich dich mit ans Meer.

Warst du schon mal an einem Punkt, an dem nur Wasser dich getragen hat? Erzähl mir davon. Ich lese jede Zeile. 💙

👉 Alle Angebote: www.mareviva.info

Adresse

Reichenbachstrasse 6
Bern
3004

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Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 14:00 - 19:00
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