07/09/2026
Seit ich Mama bin, kenne ich dieses Warten auf den perfekten Moment für Yoga nur zu gut. Er sollte ruhig sein, ohne Kinderfragen, ohne Wäscheberg, ohne schlechtes Gewissen.
Es geht nicht darum, ob du genug Disziplin für eine Stunde auf der Matte hast, sondern wie lange dein Körper warten muss, bis du ihn wieder wahrnimmst. Je länger du wartest, desto lauter wird er, zuerst flüstert er, irgendwann schreit er.
Dein Nacken zieht, die Schultern brennen, der untere Rücken meldet sich, während du wieder eine Trinkflasche suchst oder ein Kind aufhebst. Du sagst dir, dass es später besser passt, wenn alle im Bett sind, wenn der Haushalt gemacht ist, wenn du nicht mehr so müde bist. Aber wenn es dann so weit ist, bist du zu leer, um noch irgendetwas für dich anzufangen.
Heute sass ich mit Baby auf dem Schoss bei der Pediküre und habe einfach ein paar bewusste Atemzüge genommen und meine kleine Maus in den A**en genommen. Sie hatte so einen Spaß und ich habe dadurch kraftvolle Schultern und A**e 🤩 dein Baby ist dein Gym to go buddy :-)
Genau darum liebe ich Yoga im Mama-Alltag, nicht als weiteren Punkt auf der Liste, sondern als kleine Rückkehr zu mir mitten im Chaos. Zwei Minuten beim Spielen oder drei ruhige Atemzüge an der roten Ampel können mehr verändern, als eine perfekte Stunde, die nie kommt.
Der perfekte Moment ist nicht der, in dem alles still ist, sondern der, in dem du dir trotz Lärm erlaubst, kurz bei dir zu landen. So lernt dein Körper, dass er nicht schreien muss, damit du ihn endlich wieder hörst.
Folg mir, wenn du als Mama wieder früher auf deinen Körper hören willst, statt zu warten, bis er dich anschreit.