29/08/2026
Helfen. Leisten. Perfekt machen. Kontrollieren. Sich absichern.
Was davon kennst du von dir?
Diese Woche habe ich in meinem Workshop «Starke Mitarbeitende, starke Praxis» mit Zahnärztinnen und Zahnärzten genau auf solche Muster geschaut.
Eine Rückmeldung danach hat mich besonders gefreut:
«Ich habe mein Muster erkannt.»
Denn unsere Muster sind nicht einfach schlecht. Oft stecken darin grosse Stärken: Fürsorge, Leistungsbereitschaft, Verantwortungsgefühl oder der Wunsch, Dinge wirklich gut zu machen.
Schwierig wird es, wenn daraus unter Druck Automatismen werden. Wenn wir nicht mehr bewusst entscheiden, sondern immer wieder auf dieselbe vertraute Weise reagieren.
Und genau hier beginnt für mich Entwicklung.
Wenn wir unsere Muster erkennen und verstehen, entsteht Wahlfreiheit. Wir können uns fragen:
Was brauche ich eigentlich? Was wünsche ich mir? Und wer möchte ich sein?
Eine Zahnärztin sagte im Austausch einen Satz, der das für mich wunderbar auf den Punkt bringt:
«Ich möchte mehr eine natürliche Autorität sein.»
Nicht: Welche Technik muss ich noch lernen?
Sondern: Wohin möchte ich mich entwickeln?
Genau solche Fragen beschäftigen mich in meiner Arbeit als Psychologin und Coach.
Persönliche Entwicklung bedeutet für mich nicht, innerhalb unserer bisherigen Grenzen einfach noch besser zu funktionieren.
Sondern diese Grenzen zu erweitern. Neue Seiten und Bedürfnisse in uns zu entdecken, ihnen Raum zu geben und Fähigkeiten zu entwickeln, die bisher vielleicht noch wenig gelebt wurden.
Und so mehr und mehr zu der Person zu werden, die wir sein können und sein wollen.
Dass gerade der offene Austausch und die unterschiedlichen Perspektiven im Feedback zum Workshop mehrfach als besonders wertvoll genannt wurden, hat mich deshalb besonders gefreut. 🤍