15/05/2026
Meine Mutter ist Kinderkrankenschwester, 61 Jahre alt, und hat diesen Beruf ihr Leben lang gelebt. Letzte Woche hat sie sich aufgeregt. Über die jungen Pflegefachleute, die keine Nachtdienste mehr machen wollen. Das sind Vorstellungen, die einfach nicht zum Berufsbild und zur Realität passen. Ein Pflege- und Caresystem funktioniert nur vierundzwanzig Stunden.
Und ich hab sie so gut verstanden.
Weil sie recht hat. Und weil das genau das Problem ist.
Der Pflegeberuf hat Bedingungen, die sich so schnell nicht verbessern werden. Zu viele verlassen ihn. Nicht weil sie ihn nicht lieben. Sondern weil die Arbeitsdichte zunimmt und wir oft nicht gelernt haben, für uns selbst zu sorgen. Da sind wir uns selbst überlassen.
Was mich als Coach antreibt, ist diese Frage. Und ich stelle sie nicht von aussen. Ich bin eine von euch. Ich kenne diesen Alltag, diese Erschöpfung, dieses Trotzdem-wieder-hingehen. Wie bleiben wir handlungsfähig? Wie sorgen wir für uns, und stehen trotzdem in diesem Beruf?
Genau dafür ist mein Coaching da. Für Careworker, die bereit sind, gemeinsam eine Antwort zu finden, die zu ihrem Leben passt. Schreib mir gerne.
Deine Susa
Soforthilfeübungen für deinen stressigen Dienst:
1. Den Übergang ernst nehmen. Fünf Minuten im Auto oder Umkleideraum. Der Körper braucht das Signal: es ist vorbei.
2. Den Körper entladen. Fünf Minuten Stretching nach dem Dienst. Es verändert, wie du schläfst.
3. Schwere Dienste ablegen. Ein Notizbuch, ein Ritual, eine Vertrauensperson. Nicht verdrängen. Einfach: abgelegt.
Teile das mit Careworkern, die das heute gebrauchen können.
Gut mit sich sein. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Aber es ist eine Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen dürfen.