Muri & muri coaching

Muri & muri coaching Karrierecoaching für Menschen im Umbruch. Ein Berufsleben das sich nach dir anfühlt. Stärken X Identität = echte Wirkung. Klarheit. Strategie. Selbstvertrauen.

12/06/2026

Sie kam zu mir mit einer Frage, die ich so oder so ähnlich fast jede Woche höre: «Wie finde ich den Job, der wirklich zu mir passt?»

Dahinter steckte eine Überzeugung, die ich gut kenne: dass es irgendwo da draussen den einen perfekten Beruf geben muss, der ihr immer Erfüllung gibt. Der alle ihre Interessen vereint. Der sich jeden Morgen richtig anfühlt.

Das Problem: Diese Erwartung löst Druck aus und führt am Ende zu sehr grosser Unzufriedenheit, weil sie auf eine Antwort wartet, die so nicht existiert.

Was wir stattdessen gemeinsam herausgearbeitet haben: Sie hat viele Interessen. Und ein paar davon konnten im Job Platz finden, andere schlichtweg nicht. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Wir holen uns Zufriedenheit nicht nur über unseren Job.

Die Realität ist eher, dass wir uns gewisse Dinge auch in unserer Freizeit holen. Ich sage das auch aus eigener Erfahrung: Ich bin selbständig, und trotzdem gibt es Aufgaben, die ich einfach machen muss, weil sie dazugehören. Nicht jede Stunde ist Erfüllung pur.

Und das ist ok, so lange diese Dinge nicht die Überhand nehmen und du im Grunde weisst, was für Aufgaben oder welche Arbeitsweise dir liegen und du den grösseren Sinn dahinter siehst.

Was ihr wirklich geholfen hat: Sie hat aufgehört, auf den perfekten Moment zu warten. Sie hat angefangen, sich mehr zuzutrauen, neue Erfahrungen zu sammeln und über diese Erfahrungen zu neuen Antworten zu kommen. Das ist nachhaltiger, als sich im Kopf das perfekte Szenario auszumalen, das sich nie wirklich materialisiert.

Weil Klarheit meistens nicht vor der Erfahrung kommt. Sie kommt durch sie.
Wenn du das Gefühl kennst, schon lange zu suchen, aber immer noch nicht zu wissen, wo du hinwillst: Ich begleite dich gerne dabei.

Den Link zu meinem Erstgespräch findest du in der Bio. 💚

11/06/2026

Du googelst Karrieretest, machst den dritten Persönlichkeitstest und hörst Podcasts über «den Job, der wirklich zu dir passt».

Und trotzdem sitzt du am Sonntagabend da und weisst immer noch nicht, was denn jetzt deine Berufung sein soll.

Das beobachte ich seit Jahren im Coaching: Die meisten Frauen suchen nach dem einen perfekten Beruf und vergessen dabei, dass es den gar nicht gibt. Weil nicht nur der Beruf zählt.

Es zählt auch das Unternehmen, die Teamkonstellation, die Führungskultur, ob deine Arbeitsweise in diesem Konstrukt Platz hat. Und ganz wichtig, ob deine Werte sich mit dem decken, was im Unternehmen gelebt wird. Nicht die schönen Floskeln auf der Webseite, sondern die gelebte Realität.

Und noch etwas: Wir müssen Karriere heute nicht mehr in starren Planken denken. Du darfst dir herausnehmen, deinen Weg individuell zu gestalten. Zwei Teilzeitjobs. Teilselbständig und angestellt. Ein Portfolio aus verschiedenen Rollen, die zusammen das ergeben, was dich erfüllt. Es muss nicht alles an einem Ort sein. Warum auch?

Genau deshalb führt die Suche nach «meiner Berufung» so oft in die Lähmung. Weil du auf die eine perfekte Antwort wartest, bevor du den ersten Schritt machst.

Was ich meinen Klientinnen stattdessen sage: Fang an, bevor du alles weisst. Iteriere. Probiere aus. Entwickle eine Vision und überleg dann, welche Schritte dich dahin führen.

Aber auch: Bleib offen für unerwartete Gelegenheiten, für neue Modelle, für das Gespräch mit jemandem, der schon dort ist, wo du hinwillst.

Der perfekte Job wartet nicht auf dich. Er entsteht, wenn du anfängst, ihn aktiv zu gestalten.

Wenn du merkst, dass du schon lange weisst, dass sich etwas ändern muss, aber nicht weisst, wo du anfangen sollst: Wir begleiten dich gerne dabei. Den Link zu meinem Erstgespräch findest du in der Bio. 💚

10/06/2026

Glück im Job hat nichts mit einer besonderen Ader zu tun. Und auch nicht damit, sich selbständig zu machen.

Diese Idee, dass es eine Art Berufung braucht, die einen trifft wie ein Blitz, kommt übrigens nicht von ungefähr. Der Begriff ist ursprünglich aus der protestantischen Bewegung heraus entstanden.

Die Vorstellung, dass Gott einem eine bestimmte Aufgabe überträgt, für die man mit Hingabe brennt. Das klingt erhaben. Und setzt gleichzeitig eine Messlatte, die die meisten Menschen nie erreichen werden, weil sie schlicht nicht so funktionieren.

Denn die Realität sieht so aus: Die wenigsten Menschen finden eine Passion, die ihr ganzes Berufsleben trägt. Und das ist völlig normal.

Was ich in meiner Arbeit mit meinen Coachees immer wieder sehe: Glück im Job entsteht viel öfter durch Klarheit als durch Berufung. Durch das Wissen, was dir wirklich wichtig ist, welche Stärken dich tragen, in welchem Umfeld du aufblühst und durch den Mut, das auch einzufordern.

Dazu kommt: Berufe und Jobs verändern sich gerade so schnell, dass es mehr Sinn macht, flexibel und neugierig zu bleiben, als auf den einen perfekten Job zu warten.

Vielleicht liegt dein Glück auch in einer Portfolio-Karriere: einer Teilanstellung hier, einem eigenen Projekt dort. Das ist kein Kompromiss. Das ist oft genau das richtige Modell für Frauen, die viel können und viel wollen.

Neu sortieren darfst du immer wieder. Das ist der grosse Vorteil an unserer schnelllebigen Welt.

Wenn du gerade das Gefühl hast, festzustecken, aber noch nicht weisst, in welche Richtung du willst, dann buch dir ein kostenloses Erstgespräch mit uns. Den Link findest du in unserer Bio.

09/06/2026

Sie sitzt im Meeting. Die Präsentation läuft, Entscheidungen fallen, alle nicken. Und sie als Abteilungsleiterin? Sie hört zum ersten Mal davon. Wieder.

Manchmal erfährt sie es noch nicht einmal im Meeting selbst, sondern von Kolleginnen aus anderen Abteilungen, die längst Bescheid wussten.

Sie ärgert sich. Die Kommunikation im Unternehmen ist miserabel, Informationen kommen zu spät oder gar nicht, und sie ist definitiv nicht die Einzige, die das so erlebt. Das Unternehmen wächst schnell, die Strukturen hinken hinterher und irgendwie soll das einfach funktionieren.

Sie ist frustriert, denkt sich ihren Teil und lässt es an sich vorbeiziehen.
Als ich sie fragte, ob sie das jemals angesprochen habe, kam die Antwort sofort: Nein.

Das kenne ich. Und ich verstehe es auch. Denn das Ansprechen fühlt sich riskant an. Was, wenn es nichts bringt? Was, wenn ich als schwierig gelte? Was, wenn die anderen das einfach klaglos hinnehmen?

Aber hier ist, was ich in solchen Momenten immer wieder sehe: Das Schweigen kostet mehr als das Aussprechen. Es kostet Energie, die jeden Tag aufs Neue investiert wird, um den Frust kleinzuhalten. Es kostet Motivation. Und irgendwann kostet es die Freude am Job.

Was wirklich hilft: nicht nur das Problem benennen, sondern direkt einen Lösungsvorschlag mitbringen. Das verändert die ganze Dynamik eines solchen Gesprächs.

Konkret könnte das so klingen: «Ich wurde mehrmals erst im Meeting über Entscheidungen informiert, die meine Abteilung direkt betreffen. Das bedeutet, ich kann nicht gut vorbereitet in die Sitzung kommen und kann meinen Job nicht so machen, wie ich es gerne würde.

Ich schlage vor, dass wir in Slack einen eigenen Kanal eröffnen, in dem relevante Entscheide der Geschäftsleitung direkt geteilt werden, sobald sie meine Tätigkeit betreffen.»

Sachlich. Konkret. Lösungsorientiert. Und damit viel schwieriger abzuwimmeln als eine allgemeine Beschwerde.

Kennst du das? Fällt es dir manchmal auch schwer, Dinge direkt anzusprechen? Schreib mir in die Kommentare. 👇

08/06/2026

2017 sass ich noch in meinem Job als HR-Verantwortliche in einem KMU. 80 Mitarbeitende, voller Kalender, alles im Griff. Zumindest von aussen.

Und im selben Jahr habe ich meine erste Coaching-Ausbildung gestartet.
Ich erinnere mich noch gut an diesen einen Moment, als ich zum ersten Mal wirklich frei träumen durfte. Keine To-do-Liste, keine Erwartungen, einfach: Was willst du eigentlich wirklich wirklich?

Ich habe mir damals einen Ort vorgestellt, an dem ich Bücher verkaufe, Bücher verlege und Menschen coache. Aber diese Vision war weit weg von meiner damaligen Realität. Fast ein bisschen verrückt, könnte man sagen.

Meine kritische Stimme hat sich natürlich sofort gemeldet. Ob das wirklich realistisch sei. Ob ich das wirklich könnte. Woher ich eigentlich den Grössenwahn nahm mir so etwas überhaupt vorzustellen. Auf dem Dorf haben grosse Träume oft keinen Platz.

Aber was diese Vision in mir ausgelöst hat, war grösser als jede Skepsis.

Und trotzdem habe ich DAS nicht bekommen:
1️⃣ Den Buchladen habe ich nicht bekommen. Aber ich habe gelernt, was es heisst, wirklich für sich selbst einzustehen.
2️⃣ Den Verlag habe ich nicht bekommen. Aber ich habe eine Stimme gefunden, die ich vorher nicht kannte.
3️⃣ Die Sicherheit, dass es funktioniert, habe ich nicht bekommen. Aber ich habe gelernt, dass der erste Schritt keine Garantie braucht.

Meine Vision von 2017 hat mir erlaubt, einen ersten Schritt zu gehen. Coaching. Nur das. Kein grosses Risiko, kein «alles oder nichts». Einfach anfangen.

Heute, 8 Jahre später, ist daraus muri & muri coaching entstanden. Die Vision war der Motor. Sie hat Kräfte in mir freigesetzt, die ich vorher nicht kannte.

Visionen müssen sich nicht genau so erfüllen, wie du sie dir vorstellst. Sie müssen nur gross genug sein, um dich in Bewegung zu bringen.

Viele meiner Klientinnen kommen ins Coaching und ihre grösste Sehnsucht scheint so weit weg. Aber dann segeln wir los, in dem Tempo und in den Schritten, die zu ihrem Leben passen. Genau dafür entsteht gerade unser Gruppenprogramm.

Wenn dich das anspricht, kommentiere mit VISION und ich erzähle dir persönlich mehr. 🌟 Fabienne

07/06/2026

Sie steht um 16:45 Uhr im Mantel beim Aufzug.

Endlich pünktlich: Heute schafft sie es zum Yoga. Versprochen. Dann taucht er auf: «Hätten Sie noch kurz Zeit? Nur wegen der Zahlen für morgen.»
Und sie hört sich sagen: «Natürlich. Kein Problem.»

Auf dem Weg zurück in ihr Büro schreibt sie ihrer Freundin und sagt Yoga ab. (Das ist bereits das dritte Mal in Folge.)

Sie ist immer die Erste im Büro und die Letzte, die geht. Sie übernimmt Verantwortung, auch wenn sie niemand darum gebeten hat. Sie macht Dinge möglich, passt sich an und findet immer einen Weg.

In ihrem Kopf: Es würde sich falsch anfühlen, das alles nicht zu tun und «die Komplizierte» zu sein. Denn es ist für sie unbequem, sich hinzustellen und anderen ihre Wünsche einmal nicht von den Lippen abzulesen. Also macht sie weiter. Und weiter. Und weiter.

Das Tückische daran: Es fühlt sich lange Zeit nicht falsch an. Sie macht ihre Aufgaben, die Zahlenanalyse ja gerne. Es ist ihr Anspruch, zuverlässig zu sein.

Leidenschaft kann dazu verleiten, eigene Grenzen zu ignorieren und genau das ist die Falle, die ich im Coaching immer wieder sehe. Wer liebt, was er tut, fragt sich seltener: «Warte, ist das eigentlich meins zu tragen?»

Was dabei untergeht: falsche Verantwortung für andere zu übernehmen bedeutet, irgendwo Energie abzuziehen. Nämlich von sich selbst.

Im Coaching erleben wir das immer wieder. Frauen, die für alle da sind, die alles möglich machen, die nie ein Bedürfnis haben, das unbequem wäre. Bis sie irgendwann merken, dass sie sich selbst schon lange vergessen haben.

Der Schritt, der dann alles verändert: Bewusst Verantwortung für sich übernehmen und Verantwortung abgeben, die eigentlich gar nicht die eigene war. Sich selbst zugestehen, auch mal Bedürfnisse zu haben, die nicht in den Plan passen.

Du musst nicht immer die Unkomplizierte sein. Und nur weil du Bedürfnisse hast, heisst es nicht, dass du deswegen kompliziert bist.

Wenn dich das anspricht, folge uns. 👇

Wir teilen hier regelmässig über Karriere, Grenzen und die Frage, wer du sein willst, wenn du aufhörst, es allen recht zu machen.

06/06/2026

Erfolg ist die einsamste Fassade, die es gibt.

Wir Millennials haben unsere Karriere nach einem stillen Versprechen aufgebaut: Lerne viel, arbeite hart, beweise deinen Wert. Dann kommt das Glück.

Also haben wir studiert, uns weitergebildet, Überstunden gemacht, die nächste Beförderung angepeilt, die nächste und die übernächste. Vielleicht kamen auch noch Kinder dazu. Aber wir haben trotzdem weiter gearbeitet, denn eigentlich macht uns unser Job Spass.

Wir haben Ja gesagt, wenn wir Nein gemeint haben. Wir haben Grenzen verschoben, weil das Projekt wichtig war. Wir haben Freundinnen zum dritten Mal abgesagt und uns gesagt: nächsten Monat wird es besser.

Was wir dabei komplett vergessen haben? Uns selbst zu fragen, wer wir eigentlich sind, wenn der Kalender mal leer wäre.

Und jetzt stehen viele von uns mittendrin: Beförderung, top Team, gutes Gehalt.

Von aussen sieht es aus wie Erfolg. Innerlich fühlt es sich aber nicht gut an.

Dein Partner und die Kinder schlafen schon. Die Freundinnen haben aufgehört zu fragen. Und du sitzt auf der Couch und weisst nicht, warum da keine Freude ist. Weil du so lange für andere funktioniert hast, dass du gar nicht mehr weisst, was DU eigentlich wirklich willst.

Ein Muster, das wir aus vielen Erstgesprächen kennen. Und eine Frage, die zentral ist: Wo bleibe ich zwischen all meinen To Do's?

Die Einsamkeit ambitionierter Frauen sieht von aussen nicht aus wie Einsamkeit. Sie sieht aus wie Erfolg.

Wenn du dich gerade wiedererkennst: Was du fühlst, hat einen Namen. Und es gibt einen Weg raus, der nicht bedeutet, alles hinzuschmeissen.

Buch dir ein kostenloses Erstgespräch über den Link in unserer Bio. 🤍

05/06/2026

Sie sass mir gegenüber und zählte auf: Das Projekt, das gerade schiefläuft, die Präsentation, die noch nicht fertig ist, die Kollegin, die sich krank gemeldet hat und deren Aufgaben jetzt auch noch von ihr erledigt werden müssen. Und auch ihr Chef, der bis Freitag Antworten braucht.

Sie sprach schnell und sachlich und fügte fast kleinlaut hinzu: «Meine To-Do Liste hört nie auf.»

Ich liess sie ausreden. Dann fragte ich sie: «Und wo stehst du auf deiner To-Do Liste?»

Sie schaute mich an und musste lachen. Und dann sagte sie: «Ich glaube, ich war noch nie wirklich drauf.»

Sie ist kein Einzelfall. Es ist das Muster, das ich bei fast jeder Frau sehe, die zu mir kommt. Eine Frau, die für andere denkt, plant und funktioniert, aber sich selbst systematisch aus dem eigenen Leben herausgehalten hat. Weil sie gelernt hat, dass ihre Bedürfnisse warten können. Dass es egoistisch wäre, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Was dabei passiert, ist schleichend. Zuerst verschiebt sie den Arzttermin, weil ein Meeting dazwischenkommt. Dann sagt sie der Freundin ab, weil das Projekt brennt. Und irgendwann sitzt sie mir gegenüber, erschöpft bis in die Knochen, und weiss nicht mehr, was sie braucht oder will, weil sie sich selbst so lange nicht gefragt hat.

Als Coach nenne ich das den stillen Selbstverlust. Er passiert nicht durch einen grossen Einschnitt, sondern durch tausend kleine Entscheidungen, bei denen sich eine Frau jedes Mal selbst zurückgestellt hat. Es ist kein Charakterfehler. Und es ist umkehrbar.

Sechs Monate später schrieb sie mir, dass sie sich Freitagvormittage nur für sich geblockt habe. Ganz ohne Meeting und alleine im Homeoffice, damit sie in ihre eigenen Aufgaben eintauchen konnte. Sie hatte aufgehört, Pausen zu rechtfertigen. Und sie schrieb: «Ich habe gemerkt, dass ich meinem Team viel mehr geben kann, seit ich mir selbst wieder etwas gebe.»

Wenn du das letzte Mal, als jemand dich gefragt hat was du brauchst, keine Antwort hattest, dann ist der Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

04/06/2026

Sie wollte den Termin absagen. Hatte schon fast geschrieben: «Heute habe ich kein Thema.» Und dann kam sie doch.

An diesem Tag arbeiten wir mit dem Unbewussten. Das bedeutet: Wir gehen dorthin, wo der Verstand nicht hinkommt. Wo die Antworten sitzen, die du dir selbst noch nicht laut gesagt hast.

Unser Unbewusstes spricht mit uns über Körperempfindungen, Gefühle und innere Bilder. Diese Bilder stehen meistens eher symbolisch für etwas, als dass sie direkt Sinn ergeben.

Und an diesem Tag kommt etwas raus, womit sie wirklich nicht gerechnet hat. Nachdem wir mehrere Male über neue Möglichkeiten, neue Jobs und neue Arbeitgeber gesprochen haben, kam über die Arbeit mit dem Unbewussten, die "unvernünftige" innere Stimme: Sie will eigentlich nicht weg. Sie will bleiben.

Es ist nicht Bequemlichkeit oder weil ihr der Mut fehlt etwas neues zu starten, sondern weil es ihr dort wo sie aktuell ist, eigentlich wirklich passt. Weil sie ihre Kunden kennt, ihre Arbeit liebt, weiss, was sie kann.

Alle aus ihrem Umfeld hatten ihr schon seit Monaten gesagt: «Das hat keinen Wert mehr. Such dir einen neuen Job. Geh.»

Und irgendwann hat auch sie gedacht, dass sie einfach gehen muss. Sie fing an nach Jobs zu suchen. Ihre Kündigung bereits auf dem Computer abgespeichert.
Aber dann sitzt sie vor mir, und zum ersten Mal sagt sie es laut: «Eigentlich möchte ich bleiben.»

Das Problem ist nicht ihr Job. Das Problem ist ihr neuer Vorgesetzter. Und das Chaos, das er hinterlässt. Ihr Team von damals, fast vollständig gegangen. Sie die Dienstälteste, die noch da ist.

Aber jetzt weiss sie, warum sie doch noch das Gespräch mit dem Chef ihres Vorgesetzen suchen will. Für sich und weil es ihr wirklich wichtig ist. Diesmal ist das mutigste, was sie tun kann, nicht zu gehen, sondern zu sagen: «Ich bleibe, und ich kämpfe dafür.»

Hattest du schon mal den Moment, in dem du gemerkt hast, was du eigentlich wirklich willst, und es war nicht das, was alle anderen dir gesagt haben?

Schreib es mir in die Kommentare. 🤍

03/06/2026

Sie sitzt mir gegenüber, gut gekleidet, ruhige Stimme, und beschreibt seit zwei Jahren denselben Montag. Den Wecker, der klingelt. Das Gefühl, das sofort kommt. Die stille Frage auf dem Weg ins Büro, die sie sich nicht laut zu stellen traut.

Irgendwann im Gespräch sagt sie: «Ich weiss eigentlich, dass ich gehen will. Aber was, wenn es danach nicht besser wird? Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?»

Ich höre diesen Satz sehr oft. Und ich verstehe ihn, wirklich, denn wer viel nachdenkt und Verantwortung gewohnt ist, der rechnet Risiken durch. Und neigt dazu, die Risiken des Handelns viel stärker zu gewichten als die Kosten des Bleibens.

Die Psychologie nennt das Verlustaversion. Wir fürchten einen möglichen Verlust fast doppelt so stark, wie wir uns über einen gleichwertigen Gewinn freuen würden.

Das bedeutet: Der Gedanke, einen neuen Job nach drei Monaten zu bereuen, fühlt sich bedrohlicher an als zwei weitere Jahre in einem Job zu verbringen, der dir täglich ein Stück von dir nimmt.

Aber was ich in der Arbeit mit meinen Klientinnen immer wieder sehe: Die eigentliche Frage ist selten «Was, wenn der neue Job falsch ist?» Die eigentliche Frage ist: «Wie gehe ich los, ohne den Ausgang bereits zu kennen?»

Du wirst es vorher nicht wissen. Du siehst es erst, wenn du den Weg gegangen bist. Und selbst wenn du an einem Punkt landest, der sich wieder falsch anfühlt, stehst du nicht mehr dort, wo du heute stehst. Du hast etwas gelernt. Bist einen Schritt weiter. Der übernächste Schritt ist ohne diesen nicht möglich.

Bleiben ist keine neutrale Entscheidung. Es ist auch eine Wahl, nur eine, die sich nicht so anfühlt. Und ja, der neue Job könnte sich nach drei Monaten falsch anfühlen. Aber weisst du, was sich garantiert falsch anfühlt? In zwei Jahren noch denselben Montag zu beschreiben.

Wachstum passiert nicht, wenn du immer das tust, was du schon immer getan hast. Es passiert im Gehen, nicht im Warten.

Wenn du gerade in genau diesem Kreisen feststeckst, ist der Link für ein erstes Gespräch mit uns in der Bio. 🤍

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Kasimir-Pfyffer-Strasse 15
Lucerne
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Dienstag 08:00 - 17:00
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