Doulapraxis Malin

Doulapraxis Malin Als deine full spectrum Doulas sind wir hier, um dich durch die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett zu begleiten.

Das abrupte, medikamentöse Abstillen führt zu einem drastischen Abfall des Prolaktin- und Oxytocinspiegels. In Kombinati...
07/10/2024

Das abrupte, medikamentöse Abstillen führt zu einem drastischen Abfall des Prolaktin- und Oxytocinspiegels. In Kombination mit den ohnehin schon extremen hormonellen Veränderungen nach einer Geburt – die oft noch lange anhalten – wirkt dieser plötzliche Stopp von Prolaktin und Oxytocin wie ein harter Schlag ins Gesicht! Angstzustände, Panikattacken oder Depressionen können die Folge sein. Vor allem Frauen, die bereits eine Vorgeschichte mit psychischen Erkrankungen haben, reagieren oft noch empfindlicher auf die medikamentösen und hormonellen Veränderungen.

Die genaue Anzahl von Frauen, die nach dem Abstillen mit Prolaktinhemmern wie Dostinex Depressionen oder andere psychische Probleme entwickeln, ist leider nicht klar, da es hierzu keine flächendeckenden Studien oder Statistiken gibt. Meine Psychiaterin, Dr. med. Verena Bischof Gmür, meinte jedoch, dass sie sehr oft Frauen behandle, die nach dem Abstillen mit Dostinex an psychischen Problemen wie Angstzuständen, Panikattacken oder Depressionen leiden.

Zusätzlich hat Dostinex natürlich noch weitere Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Verstopfungen usw.

Aus eigener Erfahrung (Martina) rate ich strengstens davon ab, mit Dostinex abzustillen. Ich selbst hatte danach Panikattacken inkl. lang anhaltendem Brainfog, Herzrasen und Schwindelattacken. Zudem habe ich seit der Einnahme von Dostinex ein unerklärliches Herzstolpern (kardiologisch abgeklärt), das bis heute anhält. Auch war das Abstillen mit Dostinex aus meiner Sicht überhaupt nicht effektiver, als wenn ich es natürlich gemacht hätte. Alles in allem ging der Prozess nämlich über 2 Wochen, also in etwa genau so lange, wie auch das natürliche Abstillen gedauert hätte.

Wenn du abstillen möchtest, rate ich dir dazu, dies unbedingt natürlich zu machen. Hole dir auf jeden Fall eine professionelle Stillberater*in und Unterstützer*innen mit ins Boot, um den Prozess so sanft und gesund wie möglich für dich und dein Baby zu gestalten. Deine Wochenbett-Doula kann dir übrigens auch eine passende Unterstützung vermitteln.

Vanessa Ledergerber (Host) sprach mit Dr. med. Werner Stadlmayr unter anderem über die Sterblichkeitsrate der Mütter wäh...
09/09/2024

Vanessa Ledergerber (Host) sprach mit Dr. med. Werner Stadlmayr unter anderem über die Sterblichkeitsrate der Mütter während der Geburt. Es sei in der Schweiz mittlerweile enorm selten geworden, dass eine Mutter während der Geburt stirbt. Laut einer Studie starben in der Schweiz zwischen 2007 und 2016 41 Mütter bei der Geburt. Die Sterblichkeitsrate läge demzufolge bei 5 Todesfällen pro 100’000 Geburten – für Fans von Prozentzahlen wären das etwa 0.005%.

Wow, dachte ich mir im ersten Moment, doch danach kam die Krux.

Global gesehen gäbe es laut Stadlmayr vier Hauptursachen, dass eine Frau die Geburt nicht überlebt. «The big four» nannte er sie und diese wären: Infektion, Blutverlust, Lungenembolie und Präeklampsie.

Ein fünfter Faktor gehe jedoch oft vergessen, sagte er, nämlich der postpartale Suizid. Gemäss Werner Stadlmayr sei er heute, zumindest in den westlichen Ländern, zahlenmässig wichtiger als die vier oben genannten biologischen Faktoren, die früher die Hauptursache für Müttersterblichkeit waren.

Ob diese Aussage nun wissenschaftlich belegt ist, weiss ich nicht, jedoch hat sie mir wieder einmal gezeigt, dass es einfach sooo wichtig ist, dass Mütter im Wochenbett unterstützt, umsorgt und genährt werden. Depressionen, Einsamkeitsgefühle, traumatisch erlebte Geburten, Überforderung, Psychosen, Zwangsgedanken, Panikattacken, Angstzustände; all das können Auslöser dafür sein, dass sich eine Frau das Leben nimmt. Je besser, engmaschiger und länger eine Frau nach der Geburt begleitet wird, desto früher können Anzeichen einer solch verheerenden Abwärtsspirale erkannt und behandelt werden.

🙏🏼 Die Erholung, Heilung und Pflege der Mutter muss genauso wichtig sein wie die des Babys.

Bei einer komplikationslosen Schwangerschaft gelten zwei Ultraschalluntersuchungen als ausreichend. Nur bei einer 🚨Risik...
31/08/2024

Bei einer komplikationslosen Schwangerschaft gelten zwei Ultraschalluntersuchungen als ausreichend. Nur bei einer 🚨Risikoschwangerschaft werden von der Grundversicherung zusätzliche Ultraschalluntersuchungen übernommen. (Quelle: swissmom.ch)

Hattest du eine Risikoschwangerschaft? Nein? Wurde aber trotzdem bei jedem Gyni-Besuch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt? Hmmm wie geht das… 🤔

Damit die Gynäkolog*in weitere, bezahlte Ultraschalluntersuchungen durchführen kann, muss sie auch komplett komplikationslose Schwangerschaften als Risikoschwangerschaft deklarieren. Denn ohne medizinischen Grund zahlt die Krankenkasse nicht.

Und warum machen das Gynäkolog*innen? Ein Grund dafür könnte sein, dass eine Gynäkolog*in an einer Ultraschalluntersuchung wesentlich mehr verdient als an einem Beratungsgespräch. Zudem haben immer mehr Frauen die Erwartung, bei jedem Besuch ein «Föteli» des Babys mit nach Hause nehmen zu können, ohne zu wissen, dass dies eigentlich gar nicht vorgesehen ist.

Die Risiken dabei sind:
💥 Die Frau verlässt sich nur noch auf die Ultraschalluntersuchungen, Tests, Zahlen und Fakten und verliert dabei die Verbundenheit zu ihrem Körper und ihrer Intuition
💥 Die Untersuchungen suggerieren Sicherheit, die es letzten Endes aber niemals gibt
💥 Die Schwangerschaft wird pathologisiert
💥 Zu viele Ultraschalluntersuchungen können zu unnötigen Interventionen führen z.B. weil das Baby als «zu gross» eingeschätzt wird oder es angeblich zu wenige Fruchtwasser hat und demzufolge frühzeitig eingeleitet wird
💥 Es kann auch zu Unsicherheiten und Ängsten seitens der Mutter führen z.B. wenn es jedes Mal heisst ihr Kind sei schon sooo gross, dann hat die Mutter vielleicht plötzlich Angst das Baby vaginal zu gebären
💥 Unnötig viele Untersuchungen können auch auswirkungen auf das Körpergefühl einer Frau haben, sie in dem Glauben lassen, dass ihr Körper mit grosser wahrscheinlichkeit etwas Falsch machen wird und sie so das Vertrauen in sich und ihren Körper verliert

Wie war das bei dir so?

Es dauerte lange, über ein Jahr, bis ich diese ganze Erfahrung verarbeitet hatte. Ich musste in erster Linie meinen Verl...
25/08/2024

Es dauerte lange, über ein Jahr, bis ich diese ganze Erfahrung verarbeitet hatte. Ich musste in erster Linie meinen Verlust und den Schmerz des Nicht-Stillens betrauern. Ich musste akzeptieren, dass es keine zweite Chance gibt, mein Traum vom Stillen platzte und ich es nicht mehr rückgängig machen kann. Parallel kämpfte ich mich raus aus meiner Erschöpfungsdepression, las mich intensiv ins Thema Stillen ein und fing die Doula-Ausbilung bei an.

🙏🏼 Mir war extrem wichtig, dass ich Heilung finde, einerseits, dass ich meine traumatisch erlebte Stillerfahrung nicht an meine Tochter weitergebe und andererseits, dass mich dieses Thema nicht ständig triggert, vor allem im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Frauen im Wochenbett.

Auch auf meine Frage, wie es so weit kommen konnte, habe ich mittlerweile eine Antwort.

Nebst dem, dass ich mich vorgängig viel zu wenig mit dem Thema Stillen auseinandergesetzt habe, hat mir im Wochenbett definitiv eine kontinuierliche, einfühlsame und unterstützende Begleitung gefehlt. Jemand, der sich nur um mich kümmert. Jemand, der mich sieht, der meine Wünsche wahrnimmt und mit mir nach Lösungen sucht. Jemand der mich an die Hand nimmt und mir sagt: «Komm, ich helfe dir, wir schaffen das, ich bin für dich da, wir gehen gemeinsam diesen Weg».

🩷 Mir fehlte schlicht und einfach eine DOULA 😢

🎧 Übrigens: Eine ausführliche Version meiner Stillerfahrung gibt es bald als Podcast – stay tuned!

Seit einiger Zeit darf ich (.ch) im Wochenbetthaus Luzern vom  anbieten, euch als Wochenbettfotografin zu dokumentieren....
23/08/2024

Seit einiger Zeit darf ich (.ch) im Wochenbetthaus Luzern vom anbieten, euch als Wochenbettfotografin zu dokumentieren.
Was heisst das denn genau...?

🌈 Alles darf sein nichts muss, dein Baby weint in der Zeit, in der ich bei euch bin? Kein Problem, wir fangen bestimmt ein paar schöne Momente ein, bei denen ihr liebevoll auf euer Kind eingeht oder das Baby mal einen kurzen Moment gerade nicht weint

🤱🏻 Du lebst gerade in deiner Bubble und hast keine Zeit und Lust, dich extra fürs Fotoshooting zu stylen? Schön, denn je weniger du vorbereitest, desto authentischer werden eure Erinnerungen in Bildern

🚫 Keine Posen. Wirklich! Ihr müsst nicht in die Kamera lächeln oder extra unnatürliche Posen einnehmen. Das wäre für euch sowie für mich unangenehm

🤫 In der Zeit in der ich bei euch bin, gebe nicht ich den Ton an, sondern ich richtige mich ganz nach euch und euren Bedürfnissen. Ich bin also stille Beobachterin mit Kamera 😉

Das tönt interessant? Melde dich gerne bei mir! Und was ist mit den Familien, die ihr Wochenbett nicht im Wochenbetthaus verbringen? Auch ihr dürft euch natürlich jederzeit melden. Ich komme auch gerne zu euch nach Hause oder ins Spital.

Adresse

Lucerne

Öffnungszeiten

Montag 18:00 - 20:00
Dienstag 18:00 - 20:00
Mittwoch 18:00 - 20:00
Donnerstag 09:00 - 18:00
Freitag 09:00 - 18:00
Samstag 09:00 - 17:00

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